Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Volume
- 5 (1926-1927)
- Issue
- 1-2 (9.1926)
- Date
- 1926-09-01
- Page
- – (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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weibliche. Von den 13 männlichen sind 4 Gemeinderabbiner, 4 Lehrerkantoren, 4 akademisch gebildete und mit Rabbinerautorisation versehene Lehrer und 1 akademisch gebildeter und zugleich seminaristisch vorgebildeter Religionslehrer. Die Lehrerin ist seminaristisch vorgebildet. Außerdem beschäftigt die Gemeinde zwei weitere Lehrkräfte, die keine Angestellte der Gemeinde sind, und denen die erteilten Stunden gemäß dem von der Stadt gezahlten Honorar vergütet werden. Die Zahl der im Dienste der Gemeinde zu erteilenden Pflichtstunden beträgt 197 in der Woche. Sämtliche Lehrkräfte erteilen aber, um der Gemeinde die Anstellung weiterer Lehrkräfte zu ersparen, über ihre Pflichtstunden hinaus Religionsunterricht. Im ganzen beträgt die Anzahl der so über die Pflichtstnnden hinaus erteilten Wochenstunden 63, wodurch drei Lehrkräfte erspart werdeu. Außer den 14 im Dienste der Gemeinde stehenden und den 2 von der Gemeinde beschäftigten Lehrkräften erteilen 14 von der Stadt angestellte Lehrer und Lehrerinnen, sowie je ein Lehrer des Philanthropins, einer Privatschnle und der Horovitzschen Neligionsschule Religionsunterricht. Von den städtischerseits angestellten Lehrkräften unterrichteten 12 an Mittel- und Volksschulen und 2 an höheren Schulen. Durch die immer konsequenter durchgeführte Beschäftigung der Lehrkräfte an bestimmten Schulen und möglichste Vermeidung eines Wechsels der Lehrkräfte konnte die Verbindung der jüdischen Religionslehrer mit dem Lehrerkollegium ihrer Schulen immer kollegialer gestaltet werden, so daß es jetzt zu den Ausnahmen gehört, wenn der jüdische Religionslehrer nicht zu allen Konferenzen hinzugezogen und zu dem Lehrkörper als integrierender Bestandteil gezählt wird. Sein Einfluß auf Zensuren und Versetzung der von ihm unterrichteten Schüler oder Schülerinnen, insbesondere auf die Betragensnote, kann, je nach dem Einfluß, den der einzelne Lehrer vermöge seiner Persönlichkeit zu nehmen imstande ist, eiu sehr großer sein. Noch nicht überall durchgeführt ist zurzeit die Beteiligung des Religionslehrers an den Abiturientenprüfungen. Doch ist auf Grund der Weimarer Verfassung und ihrer prinzipiellen Gleichstellung aller Konfessionen und bei der gegenwärtigen Einstellung des Ministeriums für Unterricht zu erwarten, daß in allernächster Zeit die Prüfung in jüdischer Religionslehre beim Abiturientenexamen eine selbstver» ständliche Einrichtung werden wird. Nachdem iu den von der städtischen Schuldeputation herausgegebenen „Lehrplan für die Bürgerschulen in Frankfurt a. M., durch Regierungsverfügung vom 4. Juni 1923 (II d X 1327) zur Praktischen Erprobung genehmigt" der Lehrplan für die israelitische Religion offiziell aufgenommen worden ist, hat nnnmehr auch das Ministerium infolge Einflußnahme des Preußischen Landesverbandes jüdischer Gemeinden den Entwurf eines Lehr- Planes für jüdischen Religionsunterricht an höheren Schulen eingefordert und auf Grund des eingereichten Lehrplans (in welchem auch Hebräisch als Unterrichtsgegenstand aufgenommen ist) die Provinzialschulkollegien angewiesen, an sämtliche höheren Lehranstalten Preußens folgenden Erlaß zu richten: „Unter Hinweis auf den Erlaß des Herrn Ministers von: 21. April d. Js. — II II 575 — (Zentralblatt 1926 S. 184 ff.) ersuchen wir, an den Schuleu, an denen jüdischer Religionsunterricht erteilt wird, auf Grund der neuen Richtlinien Anstaltslehrpläne auszuarbeiten und sie uns bis zum 1. November vorzulegen. Fehlanzeige ist erforderlich." Demzufolge werden hier für alle höheren Schulen Spcziallehrpläne gegenwärtig ausgearbeitet, die für die Folgezeit den Unterricht auf eine feste Basis stellen und die einzelnen Lehrer mehr als bisher an einen unverrückbaren Unterrichtsstoff binden. Damit wird hoffentlich auch die noch ungelöste Frage der Unterrichtsinspektion gelöst werden. Folgende systematische Uebersicht wird den gegenwärtigen Stand des hiesigen jüdischen Religionsunterrichtes klar veranschaulichen. Name der Schule ^-s-^ Uzi M '^sS Z'-iS I Goethe-Gymnasium 134 2 64 — 5 10 Lessing-Gymnasium 13 — 2 — 6 6 Musterschule 37 2 29 — 4 8 Wöhler-Realgymnasium 75 3 13 — 7 14 Klinger-Oberrealschule 13 — 1 — 4 4 Sachsenh. Oberrealschule 15 - — l 4 8 Liebig-Qberrealschule 13 24 — 3 — 3 5 Helmholtz-Oberrealschule — 13 7 7 Ziehen-Oberrealschnle 7 — — — 2 4 Adlerflychtschule 4 1 1 — 1 2 Rödelheimer Realschule 1 2 Name der Schule Merton-Realschule Kaiser-Friedrich-Gymnasium Kaiser-Wilhelm-Gymnasium Summe der höh. Knab.-Schnl. Elisabethenschule Humboldtschule Viktoriaschule Schillerschule Herderschule Summe der höh. Mädch.-Schul. Summe der höh. Schulen Hasselsches Institut Schmidt-LMum Steimer-Lyzeum Reiß-Privatschule Summe der Privatschulen Gesamtsumme Philanthropin Religionsschulen Hebräische Unterrichts-Anstalten Gesamtsumme Prozentual 'SZ 10 17 4 417 122 3 156 37 11 i^-L «-^ 5-? -SSS 130 51 3 46 16 51 6 2 9 84 II 4 18 12 4 329 13 116 746 26 18 52 13 20 246 7 18 27 49 78 2 3 7 2 133 4 4 12 4 109 855 747 3 23 47 293 14 92 20 22 9 24 157 64 53 9 16021 23 1.4!293 >l8,1 2 I 0,lj 143 i 283 Bismarckschule Bornheimer Schule Brüder-Grimm-Schule Deutschherrenschule Falk-Mittelschule Fürsteubergerschule Holbein-Mittelschule Niederräder Mittelschule Ostend-Mittelschule Souchay-Mittelschule Volta-Mittelschule Weidenborn-Mittelschule Westend-Mittelschule Summe der Mittelschulen Zlnnaschule Dahlmannschnle Frauenho5schule ^röbelschule Gellertschnle Glauburgschule Günderrodeschule Gutleutschule Hellerhofschule Karmeliterschule Kaufungerschule Lersnerschule Liebfrauenschule Linnöschule Merianschule Pestalozzischule Röderberg-Reform-Schule Schwarzburg-Neform-Schnle Riederwaldschule Rudolfschule Schwanthalerschule Sophienschnle Scminar-Uebungsschule Uhlandschule Varrentrappschule Wittelsbacherschule Berkersheim Eschersheim Heddernheim Niederursel Körnerschule Hallgartenschule Hölderlinschule Wiesenhüttenschule (1) komb. m, 4! - I (1) komb. m. (1) komb. m. (3) komb. m Schule u (1) komb. m (1)? 30i - j (2) komb. m. (2) komb. m. (2) komb. m. (2) komb. m. - I - I 1> 1 Merianschule -! - I II 2 Schwanthalersch. Liebig-Oberr.-Sch. Ziehen-Oberreal - . Sem.-Uebungssch. Schwanthalersch. -! -! 3! 6 Sachs. Oberr.-Sch. Bism.-Mittelsch. Merianschule Varrentrappschule — — - 5 — 1 — 2 -! -! 11 2 m. Schwanthalersch. ' 17! - > 2 1 3 12 (1) komb. m. Brüd.-Grimm-Sch. (2)? 51 — (1) komb. 27j - (2)? (1) komb. m. Karmeliterschule (1) komb. m. Fröbelschule 8! -! -! - > 1 > 2 m. Bism.-Mittelsch. m. Merianschule > - > -! 1> 2 (2) komb. (3) komb. 12> - (i) 51, - (2) komb, (5) komb 22> (1)? I - > - > 3s II m. Merianschule m. Brüd.-Grimm-Sch. - > 9 > - 25 — 2 — 55 - 32 — 130 — (2)? (4)? 4> - (2) komb. (2) komb. (2)? (1) komb. 13, - (3) komb. 2 19 31 15? 16 m. Eschersheim m. Eschersheim m. Merianschule.! 5j-> 2! 4 m. Karmeliterschule Summe der Volksschulen MI 40b - 99 - 32 > 88 Summe d. Mittelu. Volkssch. I54I445 — 99 — 37 97 Dazu höhere Schulen M? 23 293 2 143 283 Gesamtsumme i5»IM 23 392 2 180 380 Prozentual 0,6 18,8 0,09