Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Volume
- 4 (1925-1926)
- Issue
- 12 (8.1926)
- Date
- 1926-08-01
- Page
- – (sequence 15)
- Language
- German
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sie wollte es sein. u:'d sie war es im ganze» Sinne. Sie war ihres Mannes hilfreicher Kamerad und ihrer beider Kinder lrcucilc Mutter. Unendlich viel lag in dieser Doppelausgabe beschlossen. Teilnehmende, verständnisvolle Gefährtin war sie ihrem hatten, der bei den Wisscnschaitcrn seine v>zUc Ancrkcilnung hatte, dem als einem glänzenden Vadagogcn die Leitung der geschichtlich bedeutsamen Anstallen unseres Vhilai.lhrovins besondereStellung unter seinen Berussgenonen an vies. der die Angelegenheiten der deutschen Judensmait führen half, der im » er einen Kernvunkt des geistig aufgcschloiiencn Lebens in unserer Gemeinde darstellte. Ihm. dem viclseitigcn. überragende» Manne. Hut sie das Haus gehalten und geiiailci. seiner und seiner Stellung windig, mit all den Mühen und Beschwernissen, die der ,xrau eines höheren Beamten solche Leistung auscrlegl. Dcch vermied sie durchaus die Ge>ahr. etn>a in den borgen des Alltags aus- und unterzugehen. Die innere Kraft ihres Wesens. gcsU.öp't aus einer reine» .^rommheit jüd-'!>- humaner Besinnung: lies: sie in ihrer verständnisvolle!! Freude ihr ganzes Leben lang am Schonen der Literatur wie der Musik beharren Vollends als Di.rck-srVaerwa!!» nach seinem reich gesegneten Dasein in die Ewigkeit abberuien mar. hat sie. die Trägerin seines Namens, das Ansehen seines Hauses bcivahrl. Als achtunggebietende Persönlichkeit von geis'.iacr starke und scucm Wollen, das an den eigenen Menschen seine Ansordcrungcn stellt und sich abringt, sahen wir sie im weiten Kreis ihrer Kinder und Enkel wallen. Die Ivülle inniger mütterlicher Teilnahme galt deren streben und borgen, deren Kämpicn und Ersolgcn, deren Mühen und Leistungen, zumal all dem. was im sinne des Heimgegangenen Vaters und Gronvatcrs geschah. Nun ist auch Arau Direktor Vacrwald von uns geschieden. Wir werden ihrer wie ihres Gatten immer in Erfurchl gedenken, A. L. Zrau Bertha Simon-Solzmann arb. ic) November!^K5:. grst 26. Juit!:>2r>. Die jüdische Wohlfahrtspflege unserer Stadl beklagt aufs Tie sie den V.'rlust dieser nach schwerer Leidenszeil Heimgegangenen treuen Mitarbeiterin, die jahrelang sich auf allen Gebieten tälig eingesetzt hat. Vor 25 Jahren hat sie die Weibliche Fürsorge Mitbegründer und ist seitdem ununterbrochen Mitglied des Vorstandes gewesen. Dem Kinderhaus der Weiblichen Zürsorge war sie seit den ersten Jahren seine;» Bestrhens eine weitsichtige und aufopfernde Vorfitzende. Sie. die nie eigene Kinder besessen, hatte alle Kinder in ihr warmes Herz geschlossen, die Fürsorge für die Kinder dal sie von i? her ganz besonders erfüllt, und sie sand das Glück ihres Leders darin, den armen Kindern ,u spenden und Freude zu arben, wo sie Man el litten. So ist sie dem Kinderschup, von seinen klein ten Anfängen an eine treue Helferin gewesen Jahrzehntelang hat sie in der Arbeitsgemeinschaft der Chanukkaspende all» jährl ch die Gaben geordnet und verteilt, und auch den gebrechlichen und gefährdeten Kindern war sie eine gule Zinsorgerin. Besonderes Mitgefühl brachte sie den Leidenden und «rank,«: entgegen, KNS die Erhoiungsfürsorge und die?rürsoroe k>»' d!» Tudrr. »ul^i'e Triironii-»-? na!?^:??: i!;?? Milurvei. in hohem Mafze in Anspruch. Dem Vorstand der Ortsgruppe des jüdischen Frauenbundes gehörte sie seit der Gründung an. M l den Arbeiten und « Bestrebungen dcs Almosenkastens der Jsreclilischen Gemeinde hat sie sadrelana in engster Verbindung grnanden und Hit nicht zuletzt am Ausbau und Ausbau der Zent-ale für j idische Wvhlsahrtspslege miigeholfe» und den regste» Anlril genommen. Mit natürlicher Klugheit und ivarmcm Miig iübl Hit sie die Ziele der , Wohl'ahrlrpslcge ersaht und mit esfciiem Blich jeden Fortschritt gefördert. An allrn Spellen, bei denen sie kälig ode' br'ratrnd wertvollste Arbeit geleistet hat. wird ihr Andenken nie verloschen und stets in Ehren gehalten werde,'. E. E. 5rau Bella ^oldsldmidl aeb. Lmmlieim. Gebore» am Juni >>!!'_'. gcsiorben am l. Juli l!»^i. In ,xrau Bella Goldülnnidl Kisclihcim. der Viernndachtzigiährigen. hat die .xrankfurler jüdische Gemeinde ei» Mitglied von so hohen» Wert des Charakters und Herfens verloren, das', es V'licht ist. dem verhallenden Namen der allui beichti>c»eii hochsinnige» ,>rau ein Echo zu ».'e-ke!!. Verhallend. n>eii der Kreis derer, denen dieser Name vertraut und wert war, sich mehr und mehr lichtete, Seit Jahren > hielt sie sich zuhause, und nicht immer war sie gcstimmt. Ve,ucheru ihre Tür zu visnen. Dennoch konnte ein so selten liebcvolles >>erz nicht vereinsame». Kinder hatte die laugst Vern>itil>etc »i.Iit: alle Leidende» und Darbenden waren ihre Kinder, vor allem diejenigen , jüdischen Glaubens, denn sie wus-.le. da,'; Angehörige anderer Vc- Kenntnisse sich nur i» seltenen Au snahniciallen jüdisiiicr Bedürftiger i annehmen. Das Zusamiiirnschmclzen ihres ehemals bedeutenden j Vermögens empsand sie als Kunimcr ausschlies.licli im Hinblich aus die Verminderung ihrer Möglichkeit, andere» zu Helsen , denn sie selbst war von einer spartanischen Vedürsiiislnsigkeit. Nicht leicht ist die Eigenart zu schildern, mit der sie tastend, ohne jemals zu vcrlei.cn, herauszusiiidr» wus;le. wo und an was es einem ihrer unl »adligen Schühlinge fehlte. Ihr war oicwunderbare Gabe der > Schamhastigl-rit im schenken verlieht»: mit einer Zartheil ohnegleichen, wie mit unsichtbaren Hände», spendete sie und verschlaft, wie in Angst zu beschämen. Augen und Ohren vor dem Dank des Beschenkte». Niemals fand man ihre» Name» unter einem Ausruf zu einer grös.ercn Wohltäligkeits-Aktion. nie in einer Geberliste - immer war sie unter den Spendern, aber immer anonym. Auch von Seiten derer, die ihr nahestanden.'moclitc sie keinen Dank für die stets mit unschlbarem Erraten des Erwünschten ausgewählien Geschenke. — selbst tiese und starke Gesühle liebender Vesorgtheit versuchte sie in ihrem Ausbruch abzuschwächen, um den Gegenstand ihrer Besorgnis zu schone», einem Gefühl der Verpflichtung vorzubeugen. Dcnnoch.vdcr gerade deshalb strahlte eine unsägliche Wärme von dieser merkwürdigen, tief weibliche» Versönli.lilieit ausjeder > seiner Empfindende musste in ihrer Nahe die »»aujhörlicl, sich ausströmende Kraft einer wahrhasl licbreiche» Seele verspüren, die nie einer Geste bedurfte In achtzehn Jahren der Ve!-.i»ntschait hat die schrciberin dieser Zeilen niemals ein ungütiges Wort üb?r einen Mitmensche», und niemals eine inhaltlose Vhrase aus dem Munde ^rau Bella Goldschmidts gehört. An der jüdischen Religio» hing sie mit ganzem Herzen und eriiill»- auch dcir,. üusiere tN,K'»»ch? :n:: j.-iirr rhrsürchllgcn HcrUiciikeit. die 5orm und Jnhnlt zu einer Einheit oerschmilzt Leonie Menerhos. ÄiMMlticil«ll«e ^INIiM, >.on»«olr»<k«»l M t ^.^II . - WL^^Dt^^^-^^i ../. WS»^ s!> 1--»' -Ä.^^ 7 ^k.^ ,llI>^l»l!M!!!l»«»HlI.»lII"««iliI!,>«M!I»,».llMM,I,.,>,!I/tt'!II,l^,itt»«IIIM ' >^>»U " .»!!»>» „!>!M,. ' ^»„!> " ' ^i»XI'> ^' " " 11«»,^ " »«M.»' vecleKeutlinger lak: H>. V--r-tki.u»»^ Lür5tciA »llc»7 ^rt 5p---»«UtKt Ksp!!.i.?.i«:n, Kl«!»«t--el,l.r»teQ. T-»ki:- u. t>i»t--l. OUotoi«. r>. 5cktt6l»^»t etc. loilort-^rttkel. ci,s-»uk-,ker»:e». Zellen unel?«rtürnerle». vetstlverl-sut «.er Zelteat-idrtlr v»ltoi» ilt c<». .-M"» , «>l'tt». . ^.IIIIII»-'MM-... »IM» .. .-ÜM. .. >?,!!M,.... M" «I'N»' «?!!" . 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