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Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main · 1926-06-01 · 10 (6.1926) · page 7

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
Volume
4 (1925-1926)
Issue
10 (6.1926)
Date
1926-06-01
Page
– (sequence 7)
Language
German
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eeite l.i 14: .Man kann von. ^«.uden nicht sagen, das» er die Arbeit scheut; aber mr ihn tritt sie zurück Vinter dem Zweck des Geschäftes, iil schließlich nur der Weg zum Berdienst und gerinnt an Wert. ,e müheloser sie ist und je mehr sie einträgt.' seitc 17: .Heute ^^'^n sie «die Theater» weder der Kunst klärlich. daß sieden Berliner Tdeatcr uiler der Leitung von jwei ^uden «eben. Mit zwei Theatern E-cfchä'tc und mit einem Kultur machen, damit alle drei sich gegenieitia halten and etwas abwerfen — ist das nicht an sich cinc kluge und lodenswerte Erwägung?' Seite 17 Z8i .Wie haben de' 7l'ü.il?er ^u"en au. der Politik und am Ttaatslcben ielvn bisoer nicht berührt. Das: er den Anfang und das Ende des jüdischen Machtstrebens darstellt, liegt aus der Hand. Hier tritt uns denn auch die ^udenfrage in reinster und eindeutiger ,xorm entgegen, wenn es sich darum handelt, die Leitung der cAeschicke von Volk und Staat Menschen in die Hand zu geben die nicht Glieder dieses Volkes, aber doch Bürger dieses Staates sind. Wir wissen, daß dies besonders seit dem Zusammenbruch von NNX in einem Maße geschehen iil. das wiederum in gar keinem Berhältnifse zur Zahl der "-.udcn in Deutschland sieht. Es ist schließlich kein Wunder wenn man die ^udcn landläufig der Mitschuld an jenem Zusammenbruch bezichtigt, da sie. die eben noch aus dem Kriege unerhörte E-ewinne zogen und z. B. an dem Pcrsoncnbcstand der berüchtigten KriegsgeieUschailril mit '.«.',">. beteiligt gewesen sein sollen, nun mit sicherem Gefühl für die kommenden Dinge und bewundernswerter Geschicklichkeit sich umstellten und aus frieden und Inflation nicht geringeren Nuncn zogen " Eeite l'.»: ,... Rancnhas; kann aufflamme». n>enn ein Bolk immer und immer wieder um sein Bestes betrogen, in seiner scc'e verletzt wird, wie cs durch die indische fre-idherrschast in Deutschland notwendig geschehen muß." Eine größere Sammlung von Übertreibungen und Entstellungen, vor allem aber ein armseligeres Zeugnis für die Kenntnis denlscher beschichte, deutschen Geistes und deutsclicn Wirtschaftslebens nicht zu o.-rgesscn. das; es sich um ein .ernstes" Werk handelt! ist wohl noch nie aus in scitcu ,'o stark ist diese Licscrung — gebracht worden. Dabei ließen sich die aiigcsünrleii stellen noch um duneudc ähnlichen Znha'ts vermehren: denn streng genommen besteht das ganze Kapitel nur aus Schmähungen gegen die ^uden Das; wir aus eine mehr als tausendjährige Kulturgemelnschaft in und mir Deutschland zurückblicken können, daß Männer wie Mendelssohn. Heine. Auerbach. Ehrlich. Mahlcr und viele andere gelebt haben, davon weis; der Bcrfasser nichts. Es ist ihm natürlich auch unbekannt, das; man in seine!, eigenen Leihen den denen «.üvelhediographcn und de» getreuste» Übersetzer der Werke Shakespeares als den anerkannten Mei-'tcr der deutschen spräche und wahrhaften Kenner Goethes »eiene. bis man enldeiklc. das; hinter drin Namen Gundolf nur ein ^udc E-undelnnger aus Darmsladt sich verbergt, genau so wie man der Ea-us macht mich lache»! bis vor kurzem bei allen devtschvölkischen Beransialtuiigrn de» im Kriege gefallenen Dichter Walter Zlcr mir seinen Dichtungen zu Worte kommen lies; und dabei ganz besonders betonte, das; natürlich die jüdische Preise den arischen E-einesflug nicht verstehen könne und bewußt totschweige, bis man die entsr?.Iiche feslitellung machte, das; dieser .einzig deutsche Dichter der tSegriiwart" m..«terlichcrseil» von Zudcn stammt. Das; ^uden bei allen aemeinnümqen und Wodlfahnseinrichtungei! aus reinem Idealismus mit an der svine >:eden. wird ebenso oersiinviegen wie die Tatsache, das; sie umgekehrt im Wirtscha'tsleben san völlig verschwinden an Einfluß hinter den grof-en Konzernen, vere» Führer alle Nichtnmen si.io unt> deren Betriebe nicht ein-n-,; züdischc Angestellte dulden. Das Material. Las üoer diese fragen ,n Hüüc und fülle erislieri. ourite natürlich ni.t,: in einem Werke verniertel -verde», das seiner ganzen Anlage nach den ^udcn verdammen will. Nach diesen Leseprsden w-ro ma:i sich ::icht wundern, wenn der ix. De l des Handbuchs mit dem Titel .Die öffentliche Meinung und ihre Beherrschungsich in der gleiche» Richtung ben'rgt. Da wird als .gute deutsche politische Zeilschri'l" u.a. der.Hammer" des Herr.: fril.'ch. denen Boriirafe.i wegen Beleidigung von Zuten nicht gerade unerheblich sind, genannt: da wird von dem .Berliner Tageblatt des Rudolf Moses" ge'prochen, obwohl seit Jahrzehnten der Herausgeber auf die dewußre Fälschung seines Namens bin. gewiesen ha:; da wird iogar b-haupt«. das; aus den üblichen Wcchenvrogrammen der deutschen -enoeftalionen zu schließen sei 5ax .beim Rundfunk die gleichen Kräfte am Werke sind, sich dieses neueücn Werkzeuges zur Bearbeitung der önc-tlichen Meinung -u dcma^ tiacn. die sich ein» der deutschen Pr-"> L^..»'--..........5 heule den film beherrschen". -0 prafe--:ien sich'dä-Vrne ivi^cn ^c^a'ttt^c Werk dem Leser. ^hm reidr sich würdig an ein Zweites Buch mit de"' ^i'e! .Erotik und Rasse -ci.-:e Untersuchung über gesellschast^ liche. sittliche und geschlechtliche fragen" erschienen i« Deutschen Bolksverlag Dr. E Bocpplr. München, das nach form und Inhalt offensichtlich den kleinen Mittelstand gegen die ^uden einnehmen wi'l. Die Propaganda jür das Buch, das sich der .kleine Mann" wegen des erheblichen Preises von Mk. 7. nur m selten»» fallen beschaffen wird, in in inufirrgüiti.ier Weise eisoigi ^>it viele» Tansc.iden von «rremplaren allein in Breslau in einer Anzahl von!">»>- haben unbekannte Geldgeber eine bratisvertcilung vornehmen lassen. Alle aus nationalem und dcutschvölkischem Boden stehenden Zeitungen haben überdies ausiiilzrliche Besprechungen gebra.l't und die Anschaffung des Buches empfohlen. Als Beispiel sür die Objektivität einer solchen Besprechung sei angeführt, was die ..xrailksurter Post", die .eine über den Parteien stehende rechtsgerichtete Politik und den Wiederaufbau unseres Reiche» aui den Arundpfeilern öcr christlichen Lttzik vertritt", in ihrer Nummer vom I'». März >!>_'<> zu dem Buch sagt: .Es ist antisemitisch, aber in einer begrügenswert .inständigen Weise und vermeidet vermridbare schärfen. Entnimmt Beivrismaterial dem Gegner. Bestrebt »ich nachzuweisen dir .erotische Revolution" als Parallelerslbcinung zur materialistischen von l'.>I.> Es in ei» sehr ernstes, sehr inhaltsreiches und sehr ernst zu nehmendes Werk. Es slcul .Feistigkeit" aegcn .beisiigkrit" mit verschiedenen Borzeiclicn. positiven urd negative!!, und will und s«U iorgiältia gelesen sein".' ^n Wahrheit besteht die .^cisiigkeit" darin, das; an willkürlich ans dem Zusammenhang geriffenen stelle» der Werke von schnit.Ier. Wassermann. Mciirink. Bronneii. Bctlaucr und anderen schrittslcUcrn der Nachweis zu erbringe» versucht wird, das; die arischen .xraurn und Mädchen in ihrer Moralität ruiniert und dazu erzogen würden, sich den jüdischen Männern von selber anzubieten, ohne danir Treue .'der gar Heirat zu verlangen nur de^ Grunnes wegen. Um die Wirkung aus den Leser zu veritärken. werden dabei kurzer Hand, wie dies eine allgemein übliche antisemitische Sitte ist. Nichtjudc» zu ^udcn gestempelt. Was »ütil es z. B. dem schriststellrr Mriirink. das; er schon wiederholt erklärt hat. seine nichtjüdische Adkunit urkundlich beweisen zu können? Der Berjajscr tut dieses Anerbieten damit ab. das; er de» sut; ausstellt, der urkundliche Nachweis, das; man kein indisches oder sardiges Blut in den Adern h..de. bedeute nichts. Sicherheit biete nur der Augenschein und )rr .rassische Befund". Die .-jeder sträubt sich fast, die E^eincinheilen einen mildere» Ausdruch kann man mit dem bes:e» Willen nicht wählen wiederzugeben, die in dem Buch gegen die ^udrn ausgesprochen sind. Der Leser dieser Zeilen mus; aber einmal die Kraft sindrn. wenigsten^ einige stelle» des Buches in sich auizuiiehmeu. sei es auch nur deshalb, um sich ein Urteil zu bilden über ein Werk, das die ..^rai ksnrtrr Posl" als .be^ grüs;e»swert a> ständig antisemitisch" und .ernst zu nehmend" bezeichnet. Wir lesenseile .Das; sich auch die ^üdin mit dieser Haartracht l Bubikop'i sofort br,rru»det hat. zeigt, bis; sie den Neigungen ihrer stark mit dunklem, vor allem auch mit Negerblutr durch- ' seile -t: »Der Trieb -.um tL-clderwerb schlumcrt tsicr nur. ivird durUi andere Tätigkeit auiarsmien. »vie denn auch bei jüdischen Ar,ten der .Spezialist .' der E»eichästssinn ost in unangenehmer Weise durchbricht." seile '^.» . .Was die ^uven zur Absonderung zivang, war also ihr eigener beschränkter uno überheblicher V-eist. mir dem fix sici, im sinne »>er Bibel als ausern-ählte^ Bvlk hi-.lteü. dem alle anderen Balker zu dienen hätten." Zelte -k^i .Ebensa gehört es bis heute zu den gerne aettbtcn »-es::äf:sge!vu:ittl-r>tr,> -är,ij-i>rn Raienhänolers. Naäiiaiie oder s undungen von Raten dann bcrriti»iUigjt zu gewahren, wenn ihm die!>rau wiüig ist." seile 4-t: .Eine beoeutendr Berschärsung erhalt vie «iraqe dadurch, da» die E-ieichgrschlechligKeit entgegeu der Behauptung V-rschields. unter den ^.udeii bei weitrm stärker vertreten ist als in der deutschen Bevölkerung." Seite ">-»'. »?,m begeiisa»!? zur jüdischen Wesenheit ist der deutsche, überhaupt der arische Mensch von einer viel flärkere» s.l.amhaitiqkelt erfüllt, die sici, vor allem darin äus.ert. das', er cinc tieserc. innere, geistige, gefuhlsmäsi:..' Berbindunt, braucht, uni sich irei seinerGeschlechllichkeit hingeben ,u könne!»." scite 2-i4: .Das iil der sinn der neuen Bewegung: wir rntt--n im Weibe zersenr. ge,mauset unk» niedergetrele» werden"? ,im Original qcsperN gedruckt». seite U:": .Wenn ivir uns aber darüber entrüjlen. das; der lüoiic.ie bcist es u-aat. sich aus seutschcu Boden in so schamlos frecher Weise auszutoben....." "-.n dieser Weise liefen sich die stellen beliebig vermehren. Es hief> dem Bcriaffer uud den, Kritiker der .frankfurter Poit' zu sie! Edre antun, auch nur mit einem Wort hierauf zu antworten. V Dieser .deutsche Stil" in unverändert wiedergegeben.

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