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Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main · 1926-04-01 · 8 (4.1926) · page 10

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
Volume
4 (1925-1926)
Issue
8 (4.1926)
Date
1926-04-01
Page
– (sequence 10)
Language
German
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/ 1t) Knd. Bücher, deren regelrechter Ladenpreis etwa Md. S.— betragen wurde, mähten zu Mk. l — zu kaufen sein und so für »t«,e einen Anreiz zur Anschaffung btlden- Daß da-edea in weit Herbretteten Blättern immer wieder auf derartige Werte hingewiesen rverden müßte, braucht wohl kaum erörtert zu werden. Sollte der eine oder andere meiner Vorschlag? — oder beide — t« die Tat umgesetzt werden, dann würde, des bin ich gewiß, eine Wende eintreten in der Beurteilung der jüdischen Religio» und ihrer Bekenner. Glaubensbrüder und -Schwesternl Raffen wir uns mit Kraft zvr Tat auf, dem Motte entsprechend: Nicht mit der Schärfe de« Schwerte», sondern mit der Schärfe des Geistes! Dann dürfen wir hassen, durch da» Salz des Wissens die vom Judenhaß verseuchte Quelle der Wissenschaft zu entgiften, so daß zur Wahrheit wird das Propizelenivocr, das wir allwöchentlich, »cnn der Sabbat von uns scheidet, bei der Habdalah. frohgemut ausrufen: .Fllroerhm wird man Wasser schöpfen in Freude« au« de« Quellen de» Heile«!' MserelMzzenbacketti. IBoa Architekt Srnsi eÄr««»tet«.; Die Mazzepväckerel der Israelitischen Gemeinde Krankfurt «. M. besindei sich seit dem Jahre 1»»2 t« dem Gebäude Heideftraße 7V, da» damal» für seinen Zweä: neu errlch!el und n:tt «tnem sogenannten deutschen Backofen für direkte Steinkohlenfruerung au»gestattet wurde. Der T?Ig wurde von Hand gemischt, geknetet und gebrochen und mittels einer einfachen Walze z» einem langen Band ausgewalzt. Diese» wurde auf einem langen Brett fein durchlöchert (gestuppelt) und darnach wurden die mit einer runden «Stanze au»ge>tochenen Mazzen auf die Schießer (an 4 Meter großen Stangen befindliche hölzerne Auflagetelter) gelegt und in den Osen gebracht. Die Backdauer war je nach der Abkühlung de» Ofen», der alle t — 4 Stunden neu angeheizt werden mußte, verschieden und betrug zeilweise bis 4 Miauten- Die fertig gebackenen Mazzen wurden mit Schießern au« dem Ofen gezogen, auf einem Sortlertisch geworfen und einzeln abgeputzt. Nachdem verbrannte oder sonst unbrauchbare Stücke ausgeschieden waren, wurden die Mazzen nach dem im Obergeschoß befindlichen Packraum gebracht Hier wurde auch da» Mazzenmehl hergestellt, und die einwandfreie Ware abgewogen und versandfertig verpackt. Im Jahre 191V berichtete die Ritualk«n,mission. der dte Mazzenbäckeret unterstellt war, daß infolge der ständigen Vergrößerung der Gemeinde sowohl die Räume als auch dte seither geübt« Herstellungsmethode unzulänglich wären. Um den Mazzendedais der Gemeindemitglieder zu decken, mußte dte Bä.i«eret schon zirka A-4 Monate vor Peßach in Betrieb genommen «erden, die Lagerräume wurden zu klein und die zuerst hergestellte Ware verlor durch monatelange Lagerung an Geschmack. Gegenüber anderen Mazzenbäckereien, die sich den Aetlverhällnisicn angepaßt und sich aus Maichinenbetrieb umgestellt halten, konnte die Ge- »eindebäckeret nach und nach immer weniger Schritt hallen, weder bezüglich der LeistungsmSglichkeit noch hinsichtlich der Preise E« wurden vom Jahre littu ob verschiedene Prosekte zur Erneuerung der Mazzenbäckeret erwogen, die teil» auf Bergrößerung de» destehenden Gebäude», teil» auf völligen Neubau mit Maschiaenetarichtung hinzielten. Der Ausbruch des Kriege» hat dte Wetterverfolgung dieser Pläne aufgeschoben Jedoch gerade die Beglclt- und Folgeerlcheinunaen de» Krieg,» — Metziknapphetk, Brennstvffrattonlerung, Verkürzung der gesetzlich zulässigen Arbeitzeit, bedeutende Erhöhung der Arbeitslöhne habrn die Notwendigkeit der Neueinrichtung der MazzenbSckerei aus» dringendste bewiese«. Jn»besondere bewirkten dte mißliche« Berhaltaisse tn de« Jnpaitonssahrea l»»2 und 1»2Z. daß die Ge- «eindeoerwaltuag e» sich erneut zur Aufgabe machte, für die Sicherstellnng de« Mazzenbedarf» ihrer Mitglieder za sorge« «ad auf die möglichste Riedrighatrnag de? Preise Einfluß za nehme«. Die schwierige finanzielle Lage der Gemeinde gebot e», de» gewünschten Z-mck. mit möglichst geringen Mitte«» za erstreben. An den seit ISN rsi-der aufgenommenen Beratung?» handelte e» sich daher hauptsächlich darum» ohne koftfvteltqe Neu- «n5 Umbauten la dem bestehenden Gebäude eine maschincue Einrichtung zu schaffen, die ein möglichst große» Quorum Mazze« in möglichst kurzer Zelt herzustellen geeignet war. Besonder« war auf die beschränkten und durch Urnda« kaum wesentlich zu vergrößernden Räumlichkeiten Rücksicht zu nehmen und zv beachten, daß dte zu liefernden Maschinen allen rituellen Anforderungen enisprechen mußten, dte bezüglich schneller Verarbeitung de» Teiges uod guler Reinhaltungsmöglichkeit aller Maschinenteile zu stellen war-n. Außerdem sollte durch dte Wahl geeigneter Oese« größte Reinlichkeit im Betriebe erstrebt werden. In den Jahren 1S22 und 192.? wurden unter Ausnutzung de» ältesten und eines zweite« während des Kriege» gebauten Ofens mehrere ältere ^»azUttt.:» verwandt, die von de« damaligen Päcdtera vorübergehe»!» Gestellt wurden. Diese beiden Jahre brachten trotz de« finanziellen Mißerfolge« doch Ersahrungen, dte in den weitere» Berat»nge» der au» Mitgliedern der Ritual-.und der Baukommisfion gebildeten »Kommijsion für die Neueinrichtung der Mazzenbäckeret' recht gut verwertet »erden konnten. Nach den??i???nl» drs Sommers und Herbste»!»2« stattgehabten Besprechungen und Besichtigungen von verschiedene» Fabriken konnte die Gemeinde' Mazzendäckeret mit ihren heutigen N?i.an.'2^cn i» der Back- Periode 1924 26 in Benutzung genommen n»:rde«. Im Vergleich zu de» noch bis zum Frühjahr 1SZ4 geführte« Betrieb zeigl sich heute ein ganz andere» Bild. Dte Erdgeschoßräume scheinen nach Entfernung der veralteten Oese« und nach geringfügigem Anbau bedeutend größer und hellrr geworden z» «ein. In einem Torraum werden von eine? Maschine gleichzeitig in » Kesseln Mehl und Wasser, dte in ihrem Verhältnis zueinander vorher genau abgewogen wurden, gemischt Eime Tetgbreltie bricht mittels eines städlernen Knetbalken» den Teig i» verschiedenen Richtungen und verarbeitet ihn zu einer waljfähtze» Masse. In einer Walzendreche erfolgt eine nochmalige Pressung des Teiges und die feinste Verteilung der einzelnen Mehlunk» Wassertetlchen Der so entstandene absolut gleichmäßige Teig wird auf den Vorwalzen zu einem dünnen parallel begrenzten Tetaband ausgewalzt und dann tn die letzte Maschine geführt. Diese walzt den Teig nochmals durch, besorgt dte feine für die Blasenbildung notwendige Durchlöcherung j??luppeiung), sticht die Mazzen in kreisrunder Form aus und befördert sie auf einem aus vernickelten Stäbchen bestehenden Transportbande in die Nähe de» Kettenofens. Dieser ist für dte Mazzenfabrikatio« zuerst vo« der hiesigen Gemeinde in Benutzung genommen und ausprobiert worden. Die Backstäcke wird aus vielen a»s Ketten aneinandergereihten schmalen Etsenplatte» gebildet und d»rctzlä»sl de« innere« Ofearau» fortdauerad mit einer Gesch»t«digkett, die je Fortsetzung auf Seite lt. i^NN^S^^^lMlM^ ttck. NOl.2äNN!nnen»u»d»u — (Zojxrünliot — Oakor»tic»n ^tnunereinricktunsen — Linzelniüd«! Leote ^u»»attl XII» dV-t-l«,-»,. M 2eitgemS5e freue R neue Näli>l2ck57kX55e a-,o D UMWMDMMDMMMIUUi^^ MlMNMiMMMMWZMMlMLU^ 8»la t0r> f«stlickkoit«n. V/«ingi'o»»k»n6lung. Sssit^sn: »?. u.SSmvri W MMMMWUMMMMD^^MAMWNWM.^ 5 ksifee, l'es, ^skao, Lckokoiscjs, salinen, z r^»polit»lns. tZonbon». lXa>«s. Lpit^kucksn «te. fjß.s.en in Frankfurt: lZs^zsl'si''sL» 77 L.-ünodu-g«<ag t t l-i^i'^^-i-'iari^t.-sQ« 6^ tX«'onr«'>nr»nzt''sö» 3S rValn^ar-lsnctstr-ZlZ« 12» i.vipr g«r»t^»S» 27 tl. R»« S«a Zr«»» I ^^-M^SlL^^Za^^ ^».'^'-«t» /^'^^^^.»»ZMZlU-Mi A.»q».i«.>.j!WW>^, I. '--«^iAUljl -?

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