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Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main · 1926-03-01 · 7 (3.1926) · page 12

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
Volume
4 (1925-1926)
Issue
7 (3.1926)
Date
1926-03-01
Page
– (sequence 12)
Language
German
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müssen nun endlich einsehen, daß wir einer völlig »erSnderten Lage gegenüberstehen. Wir find gezwungen unsererseit» den B e rsuch (»ie!) zu machen, daß wir religiöse Stimmung und Gesinnung auf Grund der fast in jedem Menschenkind vorhandenen Empfindungen — man beachte auch die sich regenden Mächte religiösen Bewußtsein« in dieser Zeit jüdischer Reaaifsancebeweguna hervorholen und nach Kräften oerstärken. Nicht der Stoff, sondern der Mensch muß nunmehr im Mittelpunkt des Reltaioasunterricht» stehen Die Anwendung und Durchführung dieser Formel aber hat im Zusammenklang mit der jüdischen Religtonsphtlosophie der Gegenwart oder vielmehr von ihren Grundlagen aus zu geschehen. Da «u« diese heule den einseitigen Rationalismus überwunden und sich auf da» Gefühl al, die primäre Wurzel des Religiösen besonnen hat, so gilt es. diejenigen G-fühlskräf!? zu pflegen, auf denen da« inner« religiöse Leben und, davon ausstrahlend, dos äußere sich ausbaut Gemäß dem Charakter de» Judentums und seiner engen und unlöslichen Verknüpfung des Religiösen mit dem Ethischen wird aber auch die Bildung und Stärkung des Willens wesentltche Aufgabe des jüdischen Religionsunterrichts werden müssen, der freilich die überlieferte Forderung der Pflege de« Verstand es nicht wird übersehen dürfen. Der Ausbau aller seelischen Kräfte in unseren Schülern tut Not. Mit einem Wort: Psychologisierung de» Religionsunterrichts ist die dringliche Forderung. Der Religionsunterricht hat sich dem seelischen Erlebnis erst de» Kinde» mit seinem rezeptiven Kinderg'audcn, dann des Pubeszenten in seiner Zeit der Unruhe und schließlich de« Jugendlichen mit seinem religiösen Wiederausliaubrstreben anzuoussen und ferner die verschiedenen Typen der Individualisten und Gemeinschastsmenlchen, der Optimisten und Pessimisten, der Beruhigten und Erläsungtbediirftiaen. wie vor allen» auch den Unterschied zwischen Knaben und Mädchen zu berücksichtigen würde über den Rahmen dieser Ausführungen hinausacdrn. sollte hier noch auf die Besonderheiten des dogmatischen wie die de» geschichtlichen Neltgionsunterrichts hingewiesen und die Gefahre» »»d der Segen und die notwendige» Veränderungen diese? beiden Arte» auigezeigt werden. E« sei nur noch Hervorgehoden, daß t» Gegensatz zu Scherwazko (Erziehung zur religiösen Bildung) — der jüdische Religionsunterricht den ttorno s'kicu» nicht vo» Norno reli^io»u» trennen kann, daß vielmehr für diesen gerade die stärkere Betonung des Moralischen nötig ist. In diese« Teilgebiet hat ebenfalls die richtige psychologische Anpassung an die verschiedenen Stufen der Entwicklung im sittlichen Bewußtsein de« Menschen von seiner früheren Kindheit an bis zum Hinaustrete» ins Leben zu erfolgen. Als Weg und Ziel für diese sehr ungleichmäßig sich gestaltende Entwicklung ist die Linie von de? Heteronomie zur Autonomie gegeben. Freilich ist nicht zu übersehen, daß " die sittliche Bewußtheit, geschweige denn die volle Enrialtung der sittlichen Kräfte erst in einer Zei: sich vollzieht, ds de? Schüler der,! Einfluß des Lehrers durch seinen Hinaustritt in» Leben völlig entwachsen ist, wie denn auch die Gottesoorjtellunz am Ende der Schulzeit noch nicht auf der Höhe zu sein pflegt: Gott ist noch nickt das sittliche Prinzip, (Sott wird noch nicht als N-Koä,u»cn knruck nu erlebt. Somit kann diese Erhabenste aller Ideen und mit ihr und au» ihr sich ergebend, die Idee von dem einen heiligen Volke Israel und dann der messianischen Menschheit erst im j späteren Leben voll erworben und ^um unlöslichen Besitztum der! Iudenseele werden. Schwierige Ausgabe des Religionsunterrichte»! ist es, htersür die vorhandenen seelischen Grundlagen mit fürsorglicher Behutsamkeit und eingehendem Beiständnis für d e ve'schiedenen Entivtcklungsstadien unter steter eingehender Berücksichtigun» des Seelenlebens der ihm anvertrauten Zöglinge und der psychologischen Wesensart de« Judentum» aus — und auszubauen. In den Reisen all dieser Fragen führt uns die Stern sche Schrift ein oder sie regt sie in uns an. Es in das große Verdienst Stern», daß er als Erster eine Auswertung allgemeiner Fortschritte der Religionspädagogik aut^ diesem in neuerer Zeit s» eijrig angebahnten Gebiete für unsere jüdischen Aufgaben versucht iXOl^^rlfidi Qesamtprümieneinnanme i924 ..............5.S Kapital Un6 Reserven 6-r im Kan-ern verewigte.» ee,ell»cnanen ln,ge«un« - . . rV4 102 277SZ2 «»»«»»»>« ^Uion- Versickerun85-^lltien (!e5eUsckatt in kerlin K,«»n- I»,..n.v.r...It»llli, 4. 0 i» V»rti° Slodu» V-r.ick.rao«. 4. U w tt»n,d°r». ^'?v^^ »»6..«-,.a ^«n,«»..r»,.>ll.».4..<». ,.5.rUr ,.N. Noen,«,. icp».Iitv«r. U»u>. ". tt-r»° .l^l???."?^. ..^!u^>? V.i^ >,t.u»,»..^.i-«»I«I^. V.r. z -.»,, tk.rl. «oin,.«-»,-. V>---..->..^.t.»°!. .< «, ,° l.'l- ^^1^"^^.?« V.» 1^ v»«,»«-,,«,- p„<>nt» V°r^ <».l.?r».»kf>.rt».U «e»N V>r. 4. tt^Q'«u.ui,.Iclud-> v v. »<rlu. W»„o,n,» »» U-»>t.d>»r>t. V.r.. 4. 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