Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Volume
- 4 (1925-1926)
- Issue
- 6 (2.1926)
- Date
- 1926-02-01
- Page
- – (sequence 12)
- Language
- German
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,2 Hemeiadeblbllolhel. (Bömestraße 5t) Wir haben Veranlassung darauf hinzuweisen, dag außer dem Bibliothcksscamtcn oder selnrm ordnungsmäßig bestellten Stellvertreter niemand zur Ausgabe oder zur Entgegennahme von Büchern berechtigt ist; auch darf die Ausgabe und Rückgabe von Büchern au»nahm«lo» nur im Bibltotheksraum erfolgen. Bücher-Auslethe: Werktags oormitr. 12—1 Uhr nachmltt. 3—4 . Sonntags oormitt. 12—1 . Öffnungszeiten des Lesesaals: Sonntags oormitt. 10'/, 1 Uhr. nachmitt. 3'/,-v Uhr D°7n«stags "°ch»nitt. 7 9 Uhr Museum jüdischer Meriitmer. tFahrgasse lltt) v'esuch»zeiten: Sonntag« vorm. lv t Uhr Werktag« nachm.!! 4 Uhr Anstalten und Vereine Sie Zentlalwohlsahrtslleile der deutschen Zudea hatte Gelegenheit imRahinen bei diesjährigen Fortbildungs >» oche der Lehrerschaft über Aufgabe» der jüdischen Wohlfahrtspflege einen Überblick zu geben. Der Geschäftsführer der Zentralwohlfahrtsstcllc, Herr Dr Segall, brachte in cincr einstündtgc» Rede das gesamte Gebiet der Orgalitsuliu» der jüdischen Wohlfahrtspflege, der Wtrtschastsfürsvrge, der Gesundhcit^sürsorae «nd Iuaendwohlfahrt zur Darstellung mit besonderer Berücksichtigung der Möglichkeiten für die Mitarbeit der Lehrerschaft Sein Referat fand ungeteilten Beifall bei den anwesende» Lehrern, bei d«nrn sich großes Interesse für die Mitarbeit aus sozialem Heblet in der anregrndcn Diskussion zeiate. Insbesondere wurde die Anregung begrüßt, einen Sozialen Ausschuß der jüdischen Lehrcrs^iast noch dem Beispiel des Nabbinerverdandcs zu begründen, im Rahmen der einzelnen Wohlfahrtsämter, Prooinzial-und Landesverbände auf sozialem Gebiet organisatorisch und praktisch mitzuarbeiten und Ausbildungskurse aus sozialem Gebiete einzurichten Es wird eine der dringendsten nächsten Aufaabe» der Zentralwohlfahrtsstrlle der deutschen Juden und der Landes-Provinzialoerbände und Wohlfahrtsämter sein, in den verschiedenen Gegenden de- Reiches solche Kurse gemeinsam mit den Lehrern zu veranstalten. Israelitische Sartenbauschule zu Ahlem. Am 13. Dezember v. Is fand die Tagung des Kuratoriums der Isr. Gartcnbauschule Ahlein statt. Zirka .'kl Herren. größtenteil« mit ihren Damen, hatten sich eingesunden, selbst aus Hamburg. Braunschwelg, Bielefeld und Wunstors waren noch Ablem gekommen, um an der Sitzung, die dicsesmal in der Anstalt selbst avgehaltci. wurde, teilzunehmen. Zunätin't wurde eingehend die Anstalt mit ihren schönen und praktische,» Einrichtungen besichtigt, daraus wurden die gärtnerischen Anlagen, die GeiväUis- und Treibhäuser mit ibrer derrlichcn Blumeupracht in Augenschein genommen. Besonders erreaten das Entzücken der Gaste die Ehrnsanthemen-Neuheiten, für welche die Anstalt aus der Ehnisanthemensttiau de? Niedersächsischen GarteilbaugeseUschaft den l. Preis erhalten hatte. Alsdann sank» die Sitzung selbst statt. Au» dem gedruckt vorliegenden Bericht sei folgendes erwähnt: Die Anstalt wurde im letzten Berichtsjahre von ca. k»1 Zoalingcn und zwar von 53 Lehrlingen und 27 SUiülcrn besucht, unlcr den Lehrlingen befinden sich 4t1 Gärtnerlehrlingc. »» Schneider. 3 Schuhmacher. 2 Klempner, 1 Elektrotechniker und 1 Bürolehrlina.. Der Gesundheitszustand war ein vorzüglicher, die Gcwichtstabellen ließen eine ansehnliche Gewichtszunahme der Kinder erkennen. Der FortüildungsschuluMerricht in der gewerblichen Fachschule der Anstalt wurde in 3 Klassen erteilt. Der Unterricht der schulpflichtigen Kinder erfolgt in 2 Klassen, der Handfertigkeits- und der Schulgartenbau-Unterricht wurde im vollen Umfange der Vorkriegszeit wieder aufgenommen. Auf Wunsch des Vorstandes gab der Leiter der Anstalt Herr Direktor Silberberg eingehende Erläuterungen. Sehr viel Interesse erregten die Ausführungen über die Lage der ehemaligen im In- und Ausland« und über die Zukunftsmäglichkeiten der ausgedildeten Schüler. Daraufhin, verbr-itete sich der Direktor über die augenblicklich« finanzielle Lage und richtete an die Mitglieder der Bersammlung einen warmen Appell zwecks Herbeischaffung der Mittel für die Sicherung und Ausgestaltung der in ihrer Arl in Deutschland einzigen Ahlemer Anstalt und ihrer Bestrebungen. Im Hinblick auf die schwere Zeit, die Ahlem bereit überstanden Hai, gab man d«r Hoffnung Ausdruck, daß die für das Judentum so wichtige Ausgabe, die Ahlem im Dienste der überaus notwendigen Berufsumschichtung gelöst hat, auch weiterhin die Mittel erhalten wird, um seine Aufgabe in Zukunft erfolgreich durchführen zu können. Nach Genehmigung der Rechnung, die mit einem Defizit von ca. Mk. 17lXX>.— abschließt und des Boranschlages für das Jahr ll>W fanden die Wahlen statt Es wurden neu gewählt: die Herren Güldenstein (München). Dr. Ernst 5?ppenheimer (Essen). Bankier ZUbert Heß <Cassel). Sanitätsrat Dr. Blankenstein (Magdeburg). Fabrikant Wilh. Matzdorf (Stadtoldendorf), Großkaufmann Dr.MuntertHannover), Bankier IuliusBlank<Hannooer>. Bankier Moritz Goldschmidt «Hannover) und Rechtsanwalt Paul Salinger Vertreter der Anstalt für den Bezirk Frankfurt a. M. sind die Kuratoren: Herr Iustizrat Dr- Blau. Herr Rechtsanwalt Dr. Baerwald, Herr Direktor Herzberg. Herr Jos. Wiesloch und Herr Dr. Eugen Oopenhcimer. In« Ansctiluß an die Kuratoriumsntzuiiq fand die Bescherungsfeier für die Zöistinge der Anstalt statt. Das Programm derselben war ein reichhaltiges. Wunderbar vorgetragene Edöre. Gesang«- vorläge besonders stimmbeaabler Schüler, ergreifende Sprechckore, ein vor,ügli.1, dargestelltes Spiel, der .Roßdieb zu Fünfinq" von Hans Sacvs. fanden den lebhaftesten Bciiall der Festteilneh »er. Äl« ganz hervorragend aber minien die Leistungen im Turnen bezeichne! werde», die an die Xrafl und Oesckicklniikeit der großen und kleinen Iun.icn starke Anforderungen stellten. Es war eine Freude, die gesunden, frischen und frötzlüiien Jungen sowohl bei den Aussührunacn als später bei der Bcschcrungsfcier zu beobachten, als sie bealückl und erfreut vor dein reunardeckten Gabentisch standen. Nach einem re>i,t gemütlichen Beisammensein mit den Schülern trennten sich die Gaste mit dem Wunsche, dasz die Gartendauschule Ahlem weiter kräftig blühen und gedeihen möge zum Segen für die jüdische Jugend. KohlfOrtsbriefmattea. Durch die Reichsvostoerwalturig gelangen seil dem!5 Dezember »S.» neue Wohlfahrlsbriefmarken zu Gunsten der Deutschen Nothilfe zur Ausgabe. Diese Marken, die bis zum 3l März Gültigkeit haben, sind keine Berschlußmarken. sondern regelrechte, vollwertige Postwertzeichen zur Frankieri-na aller Postsendungen »ach dem In-und Ausland. D:e Auslage der Marken erscheint in beschrankter Anzahl. Sie werden daher ohne Zweifel dedeutenden Sammlerwert erhalten. Die diesfähritlen Wohlsahrlsbriefmarken werde» mit nur li>^ » Wohlfahrtsausschlag verkaust. Dieser stellt für den einzelnen Spender eine ganz geringe Belastung dar Es wird eine aroße Propaganda sür die Benutzuaq dieser Wodlfahrtsdricfmarkcn einsetzen, was angesichts de» guten Zwrckes, de n dieic Macken dienen sollen, außerordentlich berechtig! ist. Un»ere Gem-iademiiglleder werden sich ge»v!Z der Verwendung dieser Briefmarken nicht entUeden und samtlia?e Geschäfts- und Privalkorrespondenzen mit diesen Wohlsahrtsdnefmarkea sras» kieren. Es wird gebeten der» Bedarf aa Wohlfahrt, briefmarke» bei der Zentrale für silbische Wohlfahrtspflege, hier, Langestraße 30. anzufordern, welche einen entsprechende» Nutzen aus den Vertrieb dieser Postssrtzeichen genießt, de« speziell der jüdischen Wo^l'ahrtspf'ege zuaute kosmr. t-rs«e frankfurter VSMpfvlSSeK- U. piStt-^NStStt?«-n»pr«cnor tt»n»»-5»2» (Z. ^k?^rZjj>j(ZrIk<, rtt/<^l<fU^ >-.. l^. Su«.aut»«r»»»e 1, Xsurs.Men unct «lngseienteter Srov-Vetriet» an,?Ist»« »a?: XK^sc». 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