Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Volume
- 4 (1925-1926)
- Issue
- 4 (12.1925)
- Date
- 1925-12-01
- Page
- – (sequence 10)
- Language
- German
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Jüdische Saushaltungsfchale. Di- Jüdische Hauhaltunasschule hat nun die staatliche Anerkennung als vollwertige Berufsschule erhalten; sie tft damit allen staatlichen Haushaltungsschulen gleichze,lellt und dadurch befreit der Besuch der Haushaltungsschule von der hauswirtschasUtchen Berufsschulpflicht. Diese ehrende Anerkennung ist wohl zumeist aar das erfreulich« Resultat des Eramens der Anstaltsbeamrinnen, da» Ende April unter Leitung des Berufsschulamtes erstmalt i abgelegt wurde, zurückzuführen. Auch in der praktischen Ausübung ihrer Tätigkeit haben sich die e jungen Mädchen sehr bewährt. Momentan erstreben 6 iunae Mädchen diese Ausbildung, und fu? den Ostern beginnenden Kursus liegen zahlreiche Anmeldungen vor. Die Anstalten und Heime, die Ostern IttSi eine der ausgebildeten Anstaltsbeamtinnen für das praktische Halbfahr übernehmen wollen, werden gebeten, sich baldigst beim Verwaltungsrat der Jüdischen Haushaltunasschule. KSnigswarterstrasze 20. zu melden. Die Praktikantinnen sind gut vorgebildet und sollen sich selbständig aus allen Gebieten des Anstaltsdetricbes betätigen. Sie arbeite» unentgeltlich, nur gegen freie Station. Auf der grohen Internationalen Kochkuiistausstelluna wurden die Erzeugnis>e der Jüdischen Haushaltungsschule „jüdische Nationalgerichte und der fejtlich gedeckte Kreits,-Abendtisch" mit der großen Medaille und einem Ehrenpreis ausgezeichnet. Allseitig und vielfach erregten die altjüdischen Festgerichte (der von Heine besungene Schalet, gestillte Mische, (ttänsegrteben etc.» Anerkennung. Bewunderung und -—- Appetit. Tarn- und Sportgroppe des Sereius Mntefiore. Der 51s überparteilichem Boden stchinde jUd. Juaendoerein .Wontefiore' hat eine eigene lurn» und Sportgruppe errichtet. Die Turnabcnde finden jeweils Donnerstags von 7.M bis Uhr für Damen und von rt.45 bis lv.lX) Uhr für Herren »nter Leitung eines erstklassigen Turnlehrers in der Turnhalle der Bornhetmer Mittelschule. Ecke Rohrbachstraße und Martin Lutherstraße. Haltestelle der Linie!2. statt. Der Mitgliedsbeitrag betrügt Mk. 0.75 pro Monat. Jede weitere gewünschte Auskunft wird schriftlich oder mündlich gern erteilt. Schriftliche Anfragen werden an Frl. Llksel Hostel. 5Mn.^rstrasie 25», oder Herrn Otto Sichel, ^kchershetmerlandstr. ttXt. erbeten. Mündliche Auskunft erteilen die Borstandsmitglieder 10 Zreiflantger Verein für Mfch.'S Gemeindeleben. Der Verein veranstaltet im kommenden Winter einen Vortragszyklus .Das Judentum innerhalb der Kultur der Geienwart" und es i,t gelungen, die nachstehend genannten Redner zu gewinnen, die im Rahmen dieses Znklus sprechen werden: 1. Montag, den :K). Rvvcmbcr l«25». abends tt Uhr: Herr Studicnrat Dr. O. Driesen über .Das Judentum der Zukun'ft". 2. Dicilita.i. den 15. Dezember ii>25. abends tt Uhr. Herr Radbincr Dr. Ealzderger über .Die Weltkonscrenz für praktischem Ehrtsteatum im Ltcktc des Judentums" Montag, den N. Januar lU2»i. abend» » Uhr: Herr Studicnrat Dr. Kurt Joachim Grau über »Die Bibel in der neuen deutschen Ballade^. 4. Montag, den 2t,. Januar lN2r». abends Uhr. Herr Rabbiner Dr. C. Seligmann über .Religion und Wissenschaft" S. Mittwoch, den 17. Februar W2>i. abends tt Uhr: Herr Studicnrat Dr. Arthur Galliner über .Wandlungen religiösen Erledens in der bildenden Kunst" 6. Monta,. den et. März »V2rk. abends v Uhc: Herr Raddiner Dr. A. Lazarus über «Die Juden uud da» Wirtschaftsleben' 7. Mutwocy. den 24. März 1il2»!. abends »i Uhr Herr Radviner E. Kronhcim 0o«r »Wa» heißt »nd zu welchem Ende studier» man lSdtsche Geschichte?'. «. Montag, den ».April tt-Äi. abends «Uhr: Herr Frank Rothschild über .Der Jude in der Musik". Sämtliche Borträgt finden im .Bröken Saal de» Dr. Hoch'schen Konservatoriums. Eschershrimerlandstroßc t" statt Aüe Mit» qltedee «nd Freunde, sowie auch alle Mitglieder der Gemeinde »ad ihre Anaekärigen sind zur Teilnahme an diese«» Vorträgen ringrlodea. «arten zu den» Gesamtznk.l,» und zu den einzelnen Vortragen find bei der Musikalienhandlung B. Ftrnbera. Schillerftraze 2t) und an der Abendkasse echälUtch. sei^ 1OO ^akrs»i ds^c.l-.rt' von, r^iilionsr, osirunks^» Lose;? ^uIiilZums- D c>k-is/»^,f-,<2e,iczcz Qdsrott ^--------»»-» »-»«M , -»-»--»«Ml-M eerie-tetise,. ZeMalvohl'ahrsAelle der devtfchea Zadea. Kursu» für praktisch-soziale Arbeit- Die überraschend große Tetlnehmerzadl, die sich zu dem von der Zentralwohlsahrlsstellc veianstalleien Kurse für praktischsoziale Arbeit eingefunden hallen, ist ein deutlicher Beweis, wie stark der viertägige Lehrgang s-rt S-dürfn-ssen der jüdischen Wohlfahrtspflege im Reiche entgegengekommen ist. E» waren sowohl beruf.iche. als auch ehrenamtlich tätige männliche und weidliche Wohlfahrisofleger aus ganz Deut chland r-ach Berli, gekommen. Der Kursus wurde sonnlaz, den IS Oktober e>- ösfuet durch den Geschästssührer derZenlra Wohlfahrtspflege. Herrn Dr. Eegall. Vertreter der Goßlo^e U. O. B. B.. de» jüdlschen Frauenbundes und de» Ardenerjürsorgea n»es degillßten im Rame» dieser Oruanisat-onen die zahlreich erschienenen Teilnehmer. Der Kursus verfolgt folgenre Aufgaben: die Erörterung der für dt« Wohtf ahrtsosleae grundlegenden Gefeite (der Verordnung über dir Fursorgepflicht, de» Reich»jua»«o-> wohlfahrtsgeseges, der in Preußen vorliegenden Gesuaoheitsaejetzgrdung) »nd die Auswirkung derselben für die Praris. lloer diese Gegenstände referierte": F au Wronsky-Berlin, Herr Pofessor Seltumann-Berltn. Herr Ooe.maut,lrat»rar Dr. Ollendorff- Berlia. Eine weitere Aufgabe de» Kursu» war die Darlegung de» organisatorischen Aufbaue» eine» Wohlfahrtsamtes »ezw. eine» Prootnzial- oder Landesverbände» für jüdische Wohlsuhrtspslege. Muste-saKungen, die anregende Boischläge zur organisatorischen Zusammen,ezung der Wohlfahrtsämter enthalten, holte Herr GrünoauM'Hannooer, der auch paiüver referierte, aufgearbeitet. Nachdem Fräulein Weinreich-Berlin, die Aufgaben der jüdischen Re,ch«organisationen für Wohlfahrtspflege dargelegt hatte, folgten die Erörterungen der einzelnen Fürsorgegebiete in der P aris, der wirtschaftlichen Fürsorge lFräulein Kleln-Dresden). der Hujendfü soi-ge (Fräule«n Eildermann- B rlin). der Erholungsfürsorae (Fräulein Cohn-Bertin). der Gesundheitsfürsorge (Fräulein Neur. ld-Berlin) und der Aroeitsoermtttlung im Rahmen eines Woalfahrisamte» (Fräulein Dr. Strauß- München). Eine wichtige Aufgabe des Kursu» war zum Schlüsse die Beratung rein vraktischer Fragen der Methodik t« der Fürsorge: Die Verbindung der beruflichen mit der ehrenamtlichen M larbeit. die Zusammenarbeit m t den Behöiden und privaten Oruanifationen und die technische Einrtchtuna jüdisder Wohlfahrtsämter. Hierüber referierten Fräulein Frieda Kahn- Eld-'fels und Fräulein Recha HUern-Altona. An jede» etrnelne Referat schloß sich eine fruchtbringende Aussprache an, die nicht nur einen Überblick über den starken inneren Ausbau dtr jüdischen Wohlfahrtspflege in den lrHten Jihren gab, fondern o^r allem auch die bestehenden Mängel und Lücken beleuchtete. Vor allen Dingen hat der Kursus gelehrt, daß in den letzte» Jahren der Aufbau der jüZ'schen Wohlfahrtspflege etr>e starke U»Wandlung erfahren dat. F^it allenthalben deitrhen heute t» Gegensatz zu frilhrren Jähren unter Leitur-g und Mitarbeit fachlich ueichulter Kräsie Wo?l'ahrt?äm:er. Nach einer Feststellung der Z:»lralwoh!fahrl5sttUe sind h-u:e schc>n ungefähr -!>> lüdiichssziaic Acdctitr r,--ruf «ich in vr? offenen Wvh!sü!^'tspfle>,e lälia. dazu kommen ungefähr ^VOeizrenamlliche .'.'lilardeileri» Deulschland. Der P an der Ieniralwl-h!kahrlsstelle, einen derartigen Kursus zu veranstalten, um die geschulten und unae chulten Xräfre mit den G.unSla^en ein«r geordnelen. sozialer Arbeit und der Systematik der Wohlfahrtspflege bekannt zu machen, wurde überall sehr begrüßt. Der Kursus soll als Ausgangspunkt für weitere Kurse, die von den Landes- und Ptooinzialstellen und den örtlichen Wohlfahrtsämtern veranstaltet werden, dienen. Als notwendig hat sich ferner die Veranstaltung von Kursen über einzelne spezielle Bediele aezeigt. da «n der kurzen Zeit von vier Tage« nur ein G'samt-Ud.rdlich über da» Gebiet der Wohlfahrtspflege gegeben werden konnte. Es ist beadsichtiat. die Verhandlungen de» Kursu» in gedrängter Form im Druck herauszugeben, damit die dehandettr» Fragen einem breiten Kreise zugänglich gemacht werden aSnaei, Selellschzft für jüdische Zsmilieaforschaog. An 12.?!ioe«!ier w^rde die Ortigru ppe München der Gesellschaft für jüdische Aamiitenforschung gegründet Die Familienforschung dei de» Juden ist al» notwendig anerkannt. PK. veck-keutlinger _ ^lal»., v«HrtH«»»«r iQrote v<x5n^Im-^,lr-5«-.Z'. ^I-^vnI>i»r»a 6572 Bürste» »IZcr ^rt »pe»i»Ut»t U» IL-,pN»a?,t«:a. rciel-terdürtteo.?»r»a. a.?<MO«tdüe»t«. Xolro»rn»rteo. K^rrur»-:, 5«j»H»tlnrae, kt»»r,«j»ii»»«tr t» Oll«tal«» a. 5<j»Uclp«tt etc.?oU«tt--«rrUe-^, ct.»»ujr »--^?! »>«»üv«-»c«ar et« 5-iUe»»«»t»etIr i. v-u»«-- v c».