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Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main · 1925-05-01 · 9 (5.1925) · page 5

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
Volume
3 (1924-1925)
Issue
9 (5.1925)
Date
1925-05-01
Page
– (sequence 5)
Language
German
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envanen, daß alle Gemeindemitglieder sich dieser kleinen Mühe unterziehen. Die Formulare find gegebenenfalls im Gemeindebaus, Fahrgaste 146. Erdgeschoß sSteuerbLro) erhältlich. -Lräderpflege. Wir bringen wiederholt zur Kenntnis, daß wir die Pflege der Gräber, soweit sie mit Efeu oder Immergrün bepflanzt sins. Übernehmen. Bestellungen Können kr: dein Friedhofsverwaller »der im Gerneiadebüry. Fshrgaffe .46, in de» üblichen veschäfts- Kvsdeu erfolgen MdlveneiafegnllngSfeiem. In der Ennagoge an der Köniqsleinerstraße finden am Wochenfest diese» JahreS Mädcheneinsegnungsseiern stätt. und zwar «m Freitag, den 29. Mai morgen« S Uhr von Herrn Rabbiner Dr. Salzberger und am Samstag, den Mai morgens 8 Uhr von Herrn Rabbiner Dr Lazarus. SynagogenHSre Stirnrnbeoadte Gemeindemitglieder, die gewillt sind, regelmäßig!» den Chören der Gemeindesonagogen mitzuwirken, werden gebeten, sich zu melden bei den Herren Ehordirigenten: Ä. Holde, Bockenheim» Anlage 2", für die Hauplsnnagoge. Dr. Nathan Ehrenreich. Bärenstraße l4/l.. für die Sgnagoge am Börneplatz. Frank Rothschild. Unterltndau 5l, für die Snnagoge an der Königsteinerstraße Simon Eschwegt.Sonenstr. l2V. Heinrich Schioß. Adalbertstr. I3s für die Synagoge Bockenheim Ztoelggottesdienste. Wir suchen für unsere konservativen und liberalen Zweiggottesdienste an den hohen Feiertagen dieses Lahres erstrangige Äanloren. Umgehende Meldungen mit Zeugnisabschriften und Honoraransprüchen sind an unser Büro. Fabrgaisc I tii, zu richten Ferner suchen wir stimmbegadle Damen und Herren für einen gemischten Chor in den liberalen und Herren und Knaben für den Chor in den konservativen Filialqvtlesdiensten. Meldungen werden an das Büro der Zsraelilischen Gemeinde erbeten. KranlenhauSarzt. Die Stelle des leitende-! Arztes der inneren Abteilung in unserem Krankenhaus ist quin I. Okiober l'.«2', „eu zu beseiten. Bewerbungen mit Lebenslauf und Zeu.im^dschr'.ftrn. ftnuie alle Ans-agrn sino umgehend an unser Gemeindcdüro. Fahr» gösse l^>:. zu richten WntaeninAtni. Haus. Gagcrni'iraße li»!. l-önn-n?a:!-n mit guter Schiübi!-)"-,,^ zu Röntgenassistentinnen aiis^cdilocl werden. Der Berus diele: geqenwärliq günstige Au-sichlen. Näheres zu erfahren bei der Direktion des Znüituts. * Anstalten und Vereine * Bericht des Msellms jüdischer Altertümer. Da» Museum jüdischer Altertümer b^t die Auiaade, nc>ch zwei zugänglich zu machen. Kullgerate zeigt das Museum in einer kleinen, jedoch qualitätsmäßig außerordentlich gewähren Zusammenstellung, die fast vollständig alle Typen einhält Historische Altertümer dagegen sind nur in sehr bescheidenem Umkana vorhanden. Es muß gerade in dieser Richtung energisch am Ausbau des Museums gearbeitet werden, soll die eine Ar-teiiuna nicht hinter der anderen zurück!::!::» Am .r-zien Auizre ist es denn auch, dank der Fürsorge des Herrn Zulius Goldichmid: gelungen, ein ausgezeichnetes Porträt A. M. o. Rothschilds und die Rothschild'fchen Adels-Wappen- und Hoffaktorendiolome als Geschenk der Familie zu erhallen. Das Gesamtarchio der Deutschen Juden in Berlin hat auf den Wunsch des Museums einige wertvolle. alte Urkunden al» Leihgaben zur Verfügung aeitellt. über deren Inhalt nächstens ausführlich berichtet werden soll. Bei d-e großen Schwierigkeit, historische Altertümer al» Geschenk oder als dauernde Leihgabe zu erhallen, und bei der völligen Unmöglichkeit, irgend etwas käuflich zu erwerben, bleibt fürs erste nur die Sondrrschau als einzige Gelegenheit übrig, wettere Kreise mit den bis??, rischen Altertümern bekannt zu machen. Eine solche Sonderausstellung fand vom?v - i». April unter dem Titel: .Die Entwicklung der jüdischen Gemeinde Frankfurt a. M. von der Entstehung bis zur Mitte d;. >9. Jahrhundert»' stall, vte durste neben der aroßen lokal--: Bedeutung auch noch desHaid auf besonderes Interesse rechnen, weil die Herausgade des Kracaurrschen Geschichtswerks durch die Gemeindeverwaltung unmittelbar bevorsteht. Leider macht der deschränkte Raum des Museums und das Frdle» jeglichen Personals das Zustandekommen einer größeren Ausstellung in den eigenen Räumen völlig unmöglich Durch das Entgegenkommen des Frankfurter zkuiistoereins standen dort diesmal geeignete Räume und das für den Transport und die Aufsicht nötigt Personal zur Beifügung Leider lieh sich der büromäßige Teil der Arbeil traft einiger freiwilliger Helfer nicht zufriedenstellend dewäitigen Es ist aber außerordentlich bedauerlich, daß durch die Notwendigkeit, größere Ausstellungen außerhalb des Museums zu vecanstalten. diesem dt« Volkstümlichkeit z. T. verloren geht, dir e» durch solche Unternehmungen gewinnen könnte. Bei einem Durchbruch in das neben dem Gemeindehaus befindliche Gebäude oder bei Hinzunahme einiger Zimmcr des Rothschtldschen Geburtshauses könnten weitere -Räume gewonnen werde»! dies würde natürlich die Anztehungskrast des Museums aus das Publikum erheblich vergrößern Jedenfalls hat die Ausstellung gezeigt, in welcher Richtung rlnc Erweiterung des Museums erwünscht und möglich ist. Die ideelle Bedeutung der Ausstellung ist von der Tagrsprefse in weitestem Maße gcivertrl worden, svdaß hier gleich von der wissenschaftlichen S,ite der Veranstaltung berichtet werden kann. Die Ausstellung sollte eine» Überblick über die Realien geben, auf Grund deren die Historiker die Geschehnisse der Vei-g-zügeichei! zusammenstellen. Dem großen Publik»», sind diese Quellen leider völlig verschlossen, weil »eben außerordentlich zeitraubender Kleinarbeit eine umsafstilde Kenntnis der Fundstellen dazu gehört, um diese Objekte an Ort und Stelle anfzusiichen. Durch museale Schaustellungen und durch Veröffentlichung in Bllderwerken ist dem großen Publikum die Möglichkeit gegeben, mit den Quellen vertraut zu werde» In dieser Hinsicht sind wir leider für die Iudaica gegenüber den allgemeinen Altertiiineril sehr im Rückstand. Unseres Wissens find in der teilten Aufstellung des Museums zum ersten Mal auf dem europäische» Festland jüdisch historische Denkmäler in größeren» Unifong aezeinl worden, wenn aiich bei der Beschränkung im Thema lober auch in den Mitteln uind i» der Raumfrage) der iliino»,. ser AN'iio-Iennsh-^iüorical Ermvition in London iiichl erreiml loerde» konnte 5a jeloch Frankfurt ». M. nichl mir eine 5er aiicilen iiii'nilliei! Gemeinven 5e»ls>l,!a»ds ijl. svnt>e7» mnt, die Melirzah! .''rr >iir oi.se ^'am i» Vcirach! livinmenk'e»!l, ,i!'d,n. .NiI5>,-5!>.>-!: 5 : -?n»irir Meinet ni»a»> Beoeu'.uug lieben <>. foli'.e d.eie-; Material den,« doch endlich einmal i» einem größeren Vil^eriverl: publiziert werde». Es bietet sich c.erade in, .^>lsai»m^n!>n»g mit dem un Er-che-nen degrifseiien Geschichlsiverk die i'rjie Grlegr»heiiheit, diese ^dre. die bereits die Zciiung?berit1>:c a»re>!leii. in die ^iil?!-!!!^!:?:: u-nzuirizr». Die ' übliche Geschiilile k,d,i-i d-sündero iiir dir Diasporada^ liistitie Gettt-i.lit» ''e-k > T. an Ulrisr. denen im aU'ieineinen da-> ^lud.um h'NornN,er?lrdr>te>t »i-elno i,!. liiin ii -lau» durch die ocrnilllell nx rdti,!^e'inder^ ,>er UnlecllUil in .i-'ü Z<!>„!r:! k^ iniit an de», Alaii'-el. dliß ti siorn.^..- Aüi.lilluiii: aieriul snr die lü.^l>'ci>? <«?sch!ll,-- f!:ii ^i.'i.ileül, de» au<,».e< -i hnete:, G.-^tiichi,- LÜUülk-i .'i^ n?'enie we!>li:ch«e» bisher iiuch qariilchi vorliegt. ^l,» ste i: Ali-».'.'!!,,,!!--K»to!?!z, ser nank tirni Ent.:e.ieiik„mmen der Gekells.t,.?!. kür jndkjche Vo ksbtldunq herausqegeven werden koiinle.':!!.') 5,:e er'lei» />^ -^rze tcn iür dies,B i^erwerk vorhanden. Au > techni'ilirn Grunde» n:>-n einiqe, eri:!» den!ell!c» T^'ir» einlrenende L. ihgaden nn^ s.imtische P^rlrat^ dorr »,cht i.iehr oerau? anoere» muiealen Gründe» nicht alle im tratal^a genannten oder karubkr hinaus ^ur Beriügung flehenden Qd'ekle iür die Ausstellung verwerten. So bedauerlich dies für die Vollständigkeit war. so notig waren di«se Maßnahmen für den würdigen Gcsamleindruck A',s de» gleichen Gründen konnte die Aui-ilellung nur bis;ur Mi.tdes l «. 7^a^rhunderls!j!nab^?iühr: n-er^en DurH »a? En:gegen!i!>!7imen einer Anzahl öffentlicher und privater Sammlungen und einiger Privatleute wurde der in dem Au'rus oorg-ieichnele V!an j.?. verwirklicht. Es muß aber noch o!el inehr vorhanden s-in, ais uns zur Berfügung gestellt wurde Ganz unoegrünoele Befürchtungen und eine recht unverständliche Scheu vor der Ofserülichkeit haben einige Besitzer wertvoller Objekte davon abgehalten, diese der guten Sache ebenfalls ,ur B-r.

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