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Selbst-Emancipation · 1892-10-09 · Heft 19 (9.10.1892) · p. Seite 189

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Journal
Selbst-Emancipation
Volume
1892
Issue
Heft 19 (9.10.1892)
Date
1892-10-09
Page
Seite 189 (sequence 7)
Language
German
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Nr. 19. Selbst-Emcmcipation Seite 189. .Vermögen wenig beöeuteit und mir auf einen persönlichen Antagonismus zu Baron H ix j ch Hinweisen würde, so müssten wir unsere Meinung über B r o d s k y ändern. Todes-Uachricht. Einer der edelsten, charakterfestesten und geistvollsten Zionisten Wiens, Herr Josef Necheles ist um S. d. M., nach langjährigem schweren Leiden im Alter von 30 Jahren gestorben. Ehre seinem Andenken! Berichtigung. Wir erhalten von verlässlichster Seite die Mittheilung, dass die Berichte in d.r „Hazcfirah" über die angeblichen empörenden Handlungen des neuen Verwalters in der Colonie Jessud hamaaleh, — wovon wir in Nr. 13 d. Jahrg. Notiz nahmen — vollständig aus der Lust gegriffen sind. Zur Organisationssrage. Die Frage der Organisation der österreichischen Zionsfteunde steht bei uns schon seit Jahren auf der Tagesordnung uud obwohl wir. — wir dürfen es ohne Ueberhebnng behaupten — die ersten nach^u-ruiiiickien Stammesbrüdern waren, die wir die nationale Zionsidee in ihrer reinsten Erhabenheit ohne jeden Beigeschmack eines Wohlthätigkcitsdusels erfasst und verbreitet haben, während in so'manchen anderen Ländern ausserhalb Russlands an der Frontseite der Zionsbcwegung das Wohlthätigkeitsschild ausgehängt wurde, so sind wir doch bis nun einer einheitlichen Organisation noch nicht thcilhaftig geworden, während unsere Gesinnungsgenossen in anderen Staaten Europas und Amerikas dieses Glück bereits genießen. Wer daran Schuld hat, will ich hier gar nicht berühren, das Motiv, das mich jetzt diese Zeilen an unsere österreichischen Gesinnungsgenossen zu richten zwingt, ist einzig und allein zu bewirken, dass das so lange Versäumte und Verzögerte durch rasches und thatkräftigcs Handeln wettgemacht werde. Der Schaden der Nichtorganisation und die Bortheile einer besonderen und allgemeinen Organisation der österreichischen Zionsfreunde find in unserem Jahrhundert des Coalitionswesens so bedeutend, dass wir mit jedem Monate, jedem Tage, ja jeder Stunde geizen müssen! Die Statuten des „Zion", „Verbandes der österreichischen Vereine für Colonisation Palästinas nnd Syriens", sind bereits deni k. k. Mini-; sterium des Inneren vorgelcgt. "Nach dem'bei uns geltenden Vereins-"' gesetze existirt bereits der Verband, obwohl die Genehmigung noch nicht herabgelargt ist. Die Zeit bis zur Herablangung dieser Genehmigung kann bei gutem Willen sehr gut dazu ausgcnützt werden, dass von den Herren Initiatoren in Wien, die doch berufen sind das Contingent für die künftige Centralleitung des Verbandes zu liefern, ein Musterstatut für die einzelnen Ortsgruppen ausgearbeitct und sowohl au die schon bestehenden als auch im Bilden begriffenem» Colvnisationsvereine Oesterreichs versendet werde, damit diese schon bei Zeiten die entsprechenden dem allgemeinen Verbandsstatut anzupassenden Statutenänderungen vorzubereiten in der Lage sind.*) Der Umstand, dass die Berbandsstaruten seitens der Behörde in irgend welchem Punkte beanständet werden könnten, darf dem nicht im Wege stehen, da die Beanständung jene Artikel der Verbandsstatuten, die auf die Entwerfung der Ortsgruppenstatutcn Einfluss haben, gar nicht berühren kann, in dem in dieser Beziehung unser Vereinsgesetz keine Schranken dem Verbandsstatute setzt. Den Ortsgruppen liegt cs wieder ob, das Projekt des Ortsstatuts resp. einer entsprechendenden Statutenänderung in Vorbereitung zu halten und nach der Einsendung des genehmigten Verbandsstatuts seitens der Wiener Gcsinnungsgenosien sowohl das Ortsgruppenstatut als auch das Vcrbandsstatnt (im Sinne des Ministerialerlasses vom 31. August 1377, Z. 11,582) der competenten k. k. Statthalierei sofort vorzulegcn Nur auf diesem Wege wird es möglich werden die Constituinmg der einzelnen Ortsgruppen zu beschleunigen und schon nach kurzer Zeit an die Einberufung der ersten Delegirtenversammlung behufs Wahl der Centralleitung zn schreiten. Speciell für die Ortsgruppe Tarnüw — und es wird dies auch sicher bei anderen Ortsgruppen der Fall fein — ist die rascheste Beschleunigung der endgiltigen Organisation des Verbandes aus folgenden Gründen von nicht zu unterschätzender Bedeutung. Erstens ist das Ansehen eines einzeln dastehenden Provinzialvereines mit einem so weitgehenden Zwecke wie Unterstützung der Colonisation Palästinas viel zu gering, um auch auf die kleineren Städte in der Umgebung in größerem Maße wirken zn können, anders aber wird sich das Auftreten einer Ortsgruppe eines allgemeinen österreichischen Verbandes gestalten. Zweitens hat der Localverein Tarnow durch stetes Sammeln eine größere Summe zusammengebracht, die wir aus dem Grunde nicht . verwenden können, da sie, um sie direct einer Colonie zuzuführen, zu klein *) Dieses Statut ist bereits ausgearbeitet und wird in allernächster Zeit den Gründungscomitös und Localvereinen zugehen. Die Red. ist, und sie einem anderen coordinirten Colvnisationsvereine zuzuführen wir nach unserem Statut nicht das Recht besitzen. Drittens sind wir genöthigt mit der Einberufung der diesjährige» ordentlichen Generalversammlung unseres Vereines zu warten, um schon auch gleichzeitig die entsprechende Statutenänderung im Rahmen des Verbandsstatuts beschließen zn können. Deshalb Gcsinnungs- und Kampfgenossen in Wie», und in der Provinz, rasch ans Werk, gründen wir der Zionsidee möglichst schnell eine sichere Zufluchtsstätte in Oesterreich. Tarnow, 27. September 1892. Dr. A. Salz dz. Secretär des Vereines „Ahawas Zion" in Tarnow. Gorrespondenz der 'Redaction. Herrn B. K. in Kolonien. Es ist erfreulich, dass „Haam" zur Gründung eines Colonisationsvereines in Kolonie« und Anschluss desselben an den zu gründenden Verband ausiordert. Wir wollen hoffen, dass sich der Verbandgründung nicht particularistische Tendenzen, die ja in unserer Sache am wenigsten Sinn haben, entgegenstcllcn werden. Allen unsere» Freunden sowie dem gesammtcn jüdischen Volke wünschen wir ftöhliche Feiertage. Gorrespondenz der Administration. Der Empfang folgender Gelder wird dankend bestätigt. Spenden: Herr Albert Sachs, Dünaburg: 18 Rbl., Herr Elias Friedmann, Zloczow: 50 kr., Herr L. P. Löbl, Wien: 5 sl., Fräulein Fanny und Berta Rosen, Odessa: 1 Rbl. 20 Kop., Herr Dr. Max Oppenheimer, Berlin: 5 fl., Herr Dr. H. Wertheinier, Jamnitz: 1 fl. Abonnements: Herr A. Mayer, Znaim: 2 fl., Herr L. Werner Wolframitzkirchcn: 1 sl., Herr Albert Sachs, Dünaburg: 4 Rbl., Herr Jsak Margulies, Saffow: 1 fl., Herr B. Swoboda, Wien: 1 fl., Herren B. Silber, M. Singer, M. S. Feinberg, sämmtlich Sofia: je 5 Francs, .Herren Fricdland, M. Katz, M. Penn, 91. Sußmann, Dr. Awinowitzky, C. Barbasch, sänimtlich Odessa: je 2 Rbl., Frau A. Gabiuskaja, Odessa: 1 Rbl., Herren Gruber, 9l. Grünberg, Jac. Konstontinowsky, sämmtlich Odessa: 4 Rbl, Löbl. Palästina-Comitö: 3 Rbl., Herr M. Pollacek, Wien: 4 fl. 2 kr., Herr I. Neustem, Rosch Pinah: 10 Francs, Herr Dr. I. Rülf, Memel": 10 sl., Herr Dr. S. Klein, Krakau: 4 sl., Herr M. Schmclkcs, Krakau: 2 fl.. Herr I. M. Krengel, Krakau: 2 fl., Löbl. Volksleschalle, Drohobycz: 50 kr., Herr Dt. Bruckmcyer, Rosenau: 1 fl., Herr Dr. Max Oppenheimer, Berlin: 4 fl. 67 kr., Herr Julius Kalmus, Berlin: 1 fl. 16 kr., Herr Sally Brilles, Berlin: 1 sl. 16 kr., Herr Knopfmacher, Wien: 2 fl., Herr H. Dombrowski, Kattowitz o/S: 4 Mark, Herr Dt. Reichcnstci», Lemberg: 2 sl., Herr Salomo» Zwillinger, Baja: 2 fl., Herr Daniel Schwarz, Lemberg: 4 fl., Herr Elias Gumplowicz, Podgorze: 2 fl., Herr Dr. H. Wertheinier, Jamnitz: 4 sl., Herr 9ldolf Spira, Krakau: 2 sl., Herr M. Goldenberg, Bucnrest: 5 Francs, Herr C. Zyblikiewicz, Czernelica: 1 sl. Herrn Josua Ben-9lrjeh in Rosch Pinah. Der seincrzeitige Einpfang von 2 Francs für Exemplare des „Jordan" 5653 wird dankend bestätigt. Anis. 9ln uns gerichtete Reklamationen des „Jordan" 5653 sind nutzlos, da wir mit der Herausgabe desselben in diesem Jahre nicht betraut sind. Uebrigens kommt der Kalender, soviel wir hören, in den Halbfeiertagcn zur Versendung. Folgende Herren hatten die Güte, als unsere Vertrauensmänner unentgeltlich unsere Vertretung in ihren respectiven Wohnorten zu über- (Russland, Grodn-Gouv.), Herr Herz Rosenthal. (Bukowina) Herr Leon König, Kaufmann, Ringplatz. (Böhmen) Herr Albert Freud, Bahnbeamter. (Galizien) Herr Moses Pachtmann, Advocaturs- Concipient. (Russland) Herr S. I. Sachs. (Böhmen) Herr M. Friedmann, Cantor. lPalästina) Herr W. Läwitz, Schriftsteller. (Böhmen) Herr vr. Moriz Grün Wald, Bezirks- Rabbiner. (Oberschlesicn) Herr Morttz Moses, Kaufmann. (Galizien) Herr Benjamin Spira, Kaufmann, Wolnica Nr. 5. (Galizien) Herr Efraim Le iss »er, Holzhändler. (England) Herr M. Leibowitz, 37. Leman-Str., E. (Russland, Polen) Herr Moses Ehrlich, Dampfmühle auf Piaski. (Preußen, Provinz Sachsen) Herr Eugen Bo schwitz, Geurickcstraße 2. nehmen: Für Kialqftock Drutfchbrod Drohobyc, ora»dorvitz ernsatem ungbumla« nativwifi Krana« London Inbuit

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