Selbst-Emancipation
- Journal
- Selbst-Emancipation
- Volume
- 1891
- Issue
- Heft 21 (2.11.1891)
- Date
- 1891-11-02
- Page
- Seite 8 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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S c l b st - Em a n c i p at i o n., Nr. 21. gewachsen, und dieselben, wenn auch mit Mühe und Opfer sich auzuschaffcn bestrebte, ist ein günstiges Zeichen eines schönen Anfanges, dein nur eine nach schönere Fortsetzung zu wünschen wäre. Damit aber dies kein froinincr, unerfüllter Wunsch bleibe, ü'Sre cs angczcigt, wenn die betreffenden Kreise in Palästina sowohl im Interesse der guten Sache, als auch nicht minder in ihrem eigenen Interesse, schon rechtzeitig daran denken möchten, daß sie die Ethrogiin-Cultur sowohl in quantitativer als auch hauptsächlich in qualitativer Beziehung auf eine höhere Stufe heben. Denn, wenn auch diesmal die Liebe und Begeisterung für das heilige Land, die gegenwärtig, in weiteren Kreisen wenigstens, ihre Flitterwochen feiert, so manchen Fleck am Ethrog übersehen ließen, so dürste in der Zukunft auf diese liebevolle Nachsicht nicht allzusehr zu bauen sein, cs muß vielmehr mit Ausgebot aller Kräfte dahin gestrebt werden, daß Palästina-Ethrogiin in jeder Beziehung den anderer Länder gleich werden. Es wäre vielleicht auch nicht unpraktisch, wenn schon jetzt dafür Propaganda gemacht würde, daß der Wein für den tzockor-Abend aus Palästina bezogen werde, was um so leichter durchzuführen wäre, als ja derselbe guter Qualität sein soll, und hier das Angenehme mit dem Nützlichen verbunden würde. So könnten die beiden nationalsten Feste unseres Stammes, Lnüleotli und Pessach, dadurch, daß Ethrog und Arba-Koffoth- Wein die Erinnerung an den heiligen Boden unserer Väter in sichtbaren Zeichen wachrufen, die mächtigsten Faktoren fü: die Ausbreitung des jüdisch-nationalen Gedankens werden, unter dessen Fahne allein wir den redlichen, frohen Sieg des Judenthuins erhoffen . können! Iv. Radautz, 27. October 1881. Hochgeehrter Herr Red act cur!*) Ich hoffe, daß Sie folgende Zuschrift in Ihr geschätztes Blatt aufnchmcn werden. Es ist eine wichtige Sache, von welcher ich sprechen will, und die, wie mir scheint, noch von Niemandem in Betracht gezogen wurde. Ich meine nämlich die dringende Notbwendigkcit der Herausgabe einer palästinafreundlichen, jüdischnationalen Zeitung in russischer Sprache oder in russisch-jüdischem Jargon. Denn die ausländischen nationalen Organe sind dem größten Thcil unserer Intelligenz unzugänglich; ebenso sind unsere hebräischen Blätter der Masse und noch mehr der intelligenten Jugend zum großen Theile unverständlich. Die einzige jüdische Zeitschrift in russischer Sprache, der „IVoshock", beabsichtigt auch jetzt nicht, nachdem ihre Strafzeit vorüber ist und sic wieder erscheint, ihre assimilatorische Tendenz nur um ein Iota zu ändern. Ich fordere daher alle Gesinnungsgenossen in Rußland auf, mit allen Kräften darnach zu streben, dass ein periodisch crsch einendes Organ in russisch er Sprache erstehe, welches unserer zionistischen Tendenz huldigt. Meiner Meinung nach ließe sich mit vcrhältnißmäßig geringen Kosten sogar eine Tageszeitung in einer der großen Provinzstädte Rußlands B. Odessa) begründen. Wohl ist zu erwarten, daß sich dem Unternehmen große Hindernisse entgegen stellen 1 werden, wie ja überhaupt jede Gründung einer Zeitung, kund namentlich einer jüdischen, in Rußland auf große ^Schwierigkeiten stößt. Aber wer nicht wagt, gewinnt nicht**).; Kreincntschug (Polt. Gouv), 17. Oct. 1891. \ .Admath Jeschurun“. Verein zur Förderung der Cvlonisation Palästinas, i Wien, IX., Müllnergasse 13. l Derzeichniß der Vn den letzten 14 Tagen dem Vereine zugcwendeten, anläßlich der hohen Feiertage gesammelten Spenden: s Bon Seiner Ehrwürdcn Herrn Rabbiner David Hirsch^ in Budweis (Böhmen) fl. 100; von der löbl.!*) Aus dem Russischen übersetzt. 7*) Wie wir erfahren, ist ein jüngst von einem ' Petersburger Gesinnungsgenossen gemachter Versuch, ein zionistisches Organ in russischer Sprache zu begründen, an der ablehnenden Haltung der russischen Regierung gescheitert. Cultus gemeinde Tuchow (Galizien) fl. 12-55; von Herrn Dr. Emil Blumcnfeld in Jaroslau (Galizien) fl. 7-90; von Herrn Josef Oppenheim in Bcnisch (Oestcrr.-Schlcsicn) fl. 6; von der löbl. Eultnsgeincinde Lritmeritz (Böhmen) fl. 5; von Herrn Jacob Landauer in Sambor (Galizien) fl. 4'76, vom löbl. israelitischen Äegclclub - in Horazdowitz (Böhmen) fl. 4-10; von Herrn Moritz Mittelmann in Gurahumora (Bukowina) als Resultat einer Sammlung in 4 Bethäusern fl. 2-19 und zwar im alten Bethausc fl. 1, im großen Bethausc 51 kr,, im Wiznitzer Bethausc 39 kr. und im Handwerker-Bethausc 29 kr; von Herrn S. L. Weidenfeld in Suczawa (Bukowina) fl.1'94; von Herr» S. Holzmann in Turka (Galizien) fl. 1; von Herrn I. Horowitz in Ärakau fl. 1'30. Den hochherzigen Spendern danken wärmstens für den Ausschuß: Julius Götzl, Dr. M. T. Schnirer, Dr. O. Kokesch, Cassier. Präses. Schristfüher. Sonntag den 15. R o v c m 6 c r d. I., Nachmittags 3 Uhr, findet die ordentliche Heucralversammlung des Vereines „Admatli Jcscliurun“ in Robitschek's Restauration, I., Wipplingcrstraße Nr. 47 (vis-a-vis der Börse) statt. Tagesordnung: Rechenschaftsbericht, Neuwahlen, Evcntualia. Spende« für den Kond zur Vergrößerung der „Selbst-Kmancipation"' Baar: Dr. S. Plaskoff in Siinferopol fl. 2.10; Paul Löbl in Wien fl. 4.—; zusammen mit dein bereits Ausgewiesenen fl. 107.78. Briefmarken: Rich. Götzl, Wien: 54 inländ. und 30 ausländ.; S. Seidner, Czcrnowitz: 60 inländ. und 120 ausländ.; Samuel Nappaport, Lemberg: 900 inländ. und 150 ausländ.; Jacob Kraus, Strakonitz: 2500 inländ. und 200 ausländ.; M. A. Stern, Stryj: 700 inländ. und 100 ausländ.; Gustav Seidemann' Tcplitz: 240 inländ. und 45 ausländ.; M. Friedmann, Horazdowitz: 1560 inländ.; „Selbst - Emancipation", Wien: 400 inländ. und 600 ausländ. — Zusammen mit dein bereits Ausgcwicscnen: 48.210 inländische und 24.240 ausländische.*) Auf mehrfachen Anfragen geben wir bekannt, daß Briefmarken am besten als Muster ohne ZSerlh gesendet werden. Korrespondenz der Aedaction. Ben Jehuda in Czernowitz: „Rom und Jerusalem" von Hess ist um fl. 1.80 bei Br and eis in Prag, )Altstädtcr Ring Nr. 5 neu) zu haben. Chovev Zion in Czernowitz: Es sind dort einige noch nicht parcellirte Grundstücke oder Privatgüter nicht unter die Colonien gezählt. — Auch dreimal vorläufig unmöglich. — D. V. Herbst nein. Korrespondenz der Administration. Herrn M. 8. Feinberg! in Sofia: Der Erhalt der Pränuincrationsgcbühr per 5 Francs ab 1. Juli 1891 wird dankend bestätigt. Sprechfaul. Kann irgend ein Leser der „Selbst-Einancipation" in Palästina darüber Auskunft crtheilen, welche Umgangssprache und Ivclcher religiöse Ritus in der Colonic P e k i n bei S a f c d herrscht, die nach D im i d o w eine uralte jüdische Ansiedelung sein soll, und ob etwa eine Tradition über den eigenen Ursprung bei den Colonistcn vorhanden ist? Ir. <£. in Wagdcöurg. *) Im Spcndcn-Auswcis der Nr. 19 soll cs statt Michael Flamm — Michael Eltmann heißen. In Wien finden ei» oder zwei Knaben ans anständiger Familie, im Alter von 10 bis 16 Jahren in einem ^eingebildeten Aid. Hause volle Verpflegung, evenlnell auch Unterricht in den verschiedensten Fächern, namentlich in d e n t s ch e r S p r a ch e. Angemessenes Honorar nach Vereinbarung. Adresse in der Redaction. Ein Aingcr Mann, intelligent, - kaufmännisch gebildet, mit schöner Schrift, sucht als Comptoirist in einem Geschäfte, welches an Samstagen und isr. Feiertagen gesperrt ist, Anstellung. Auskunft in der Redaktion des Blattes. 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Wer sich über die Zustände des heiligen Landes und die Ereignisse daselbst richtig inforiniren will, beziehe das Wochenblatt Dasselbe enthält gute und sachliche Artikel, ausführliche Berichte, namentlich aus dein Gebiete der Wicderweckung unseres Volkes, also über Colonisation und Wiederbelebung der hebräischen Sprache. Preis: 15 Francs jährlich. Ven Jehuva Redacteur des „Haor“ Jerusalem. ZS egen Maummangels bleibt diesmal die Kortsehnng des Uomanes „David Alroy" ans. Für die Redaction verantw.: Cr. Nathan Birnbaum. Buchruckerei Moritz Knöphelmacher, Wien, II., Obere Donaustraße 63, hProductenhof).