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Selbst-Emancipation · 1891-01-02 · Heft 1 (2.1.1891) · page 1

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Journal
Selbst-Emancipation
Volume
1891
Issue
Heft 1 (2.1.1891)
Date
1891-01-02
Page
– (sequence 1)
Language
German
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ff Abonnements-Preise: (Zusendung inbegriffen) jär Desterreich-Ungurn ganzjährig fl. fl „ Deutschland „ Aik. 8 „ Rußland „ Rbl. fl „ die übrigen Länder „ Frcs io tzalb. und vierteljähriges Abonnement zu den Vas Abonnement kann mit jeder Nummer beginnen. 0 Einzelne Eremxlare 20 kr. I *' ' •* X Organ der Jüdisch-Nationalen. Herausgeber: Chesredacteur: Dr. Siegmnnd Elkan. Dr. Nathan Birnbaum. Erscheint zu Anfang und Mitte jeden Monats. *--X II Redaction n. Administration: U., Schreigaffe Ne. ». Sprechstunde: Täglich von i—2 Uhr Nachmittag». Unfrankirtr Brief« wer»«, nicht angenommen und Manuscrixte nicht rrtournirt. .ff—---x Nr. 1. __Wien, 3. Jänner 1891._ IV. Jahrgang. Inhalt: Aufruf. — Unsere Devise. — Im Heimatlande (Fortsetzung.) — Mattabäerfeicr in Paris. — Die Makkabäerfeier des akademischen Vereines „Kadimah" in Wien. — Das Makkabäcrfest des Vereines „Zion" in Lemberg. — Original-Correspondenzen: Wien. Krakau. Lemberg. Stryj. Zolkiew. Czernowitz. Berlin. Magdeburg. Dünaburg. Kamenctz-Podolsk. — Chronik. — Corr. der Rcdaction. — Corr. der Administration. — Inserate. Stammesgenossen! (••u- Regelt die neuen Leiden des jüdischen Volkes erweisen sich die bisher angewendeten Mittel als ungenügend. 3n der bedingungslosen Anlehnung an die Völker fand Israel nicht das geträumte Glück; dagegen genügten die bloßen versuche, um es seiner Selbstachtung zu berauben. In sich selbst muß unser Stamm seine Rettung finden! Daher muß ein wahrhaft jüdisches Geschlecht erzogen werden^ welches seine Religion, Geschichte und-Sprache kennend, zugleich mit dem Geiste der modernen Zivilisation den Geist des clafsisch-hebräischen Alterthums in stch ausgenommen hat. Jüdische Schulen sollen dieses Ziel erreichen helfen, und zwar durch Rabbiner und Lehrer,, welche nicht eine wenig geachtete und unsichere Stellung, wie heute, in ihrem Wirken beengt. Daher müssen an der Spitze jüdischer Gemeinden Männer treten, welche Herz und Sinn für das Iudenthum haben. Dies allein, nicht Rücksicht auf vermögen, hat zu entscheiden. Daher müssen wir das vertrauen der Völker nach Möglichkeit durch aufrichtiges und offenes Gebühren im socialen wie im politischen Leben zu gewinnen suchen, wir dürfen uns nicht itber das durch Patriotismus und unser jüdisches Interesse bedingte Maß in ihre eigensten Angelegenheiten mengen. Daher müssen wir die in moralischer und witthschaftlicher Einsicht schädliche Bernfseinseitigkeit der Juden zu beheben und an die Stelle eines fast ausschließlichen Handelsbetriebes die Lust und Liebe zur physischen Arbeit zu setzen trachten. Daher müssen wir einen jüdischen Bauernstand gründen! Daher müssen wir diesem Bauernstands Boden, den besitzlosen Stammesgenossen Grundbesitz, den (Opfern europäischer Verfolgung eine Husluchtstätte, dem zersprengten und durch seine Zersplitterung ohnmächtigen jüdischen Volke einen Mittel¬ und Linigungspunkt schaffen! Wir müssen daher die Lolonisation Palästinas, welche in acht Jahren tausende unglückliche Juden aus Rußland und Rumänien zu glücklichen Bauern in \2 blühenden Lolomen gemacht hat, thatkrästigst unterstützen! So ist denn unser Programm : . . Solidarität deS GesmnmtjudeniHumA Wiedergeburt altiüdischer Artund Sitte, Schaffung eineß jüdischen Bauernstandes, d. i. «Lolonisation Palästinas. Für dieses Programm wollen wir, wie bisher, mit unentwegter Treue eintreten. An Luch, Gesinnungsgenossen, liegt es, uns in unserem Streben zu unterstützen, wer von Luch, die kleine Ausgabe nicht zu scheuen braucht, a b o n n i r e die „S elb st - L m a n c i patio n", denn mit dem Lesen allein hat er seiner pfiicht nicht Genüge gethan. Ls gilt, das Blatt, welches, das einzige «in deutscher Sprache, die oben angeführten Ideen vertritt, nicht nur zu erhalten, sondern auch zu vergrößern. i . .; > - - ." Die Nedaction.

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