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Selbst-Emancipation · 1886-01-01 · Heft 1 (1.1.1886) · p. Seite 12

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Journal
Selbst-Emancipation
Volume
1886
Issue
Heft 1 (1.1.1886)
Date
1886-01-01
Page
Seite 12 (sequence 12)
Language
German
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Seite 12 Selbst-Eman ein tion! 9ir: 1 selben die in Wien weilenden jüdisch-nationalen Stndenten aus Stanislan ein Telegramm, worin sie dem Vereine ihre Glückwünsche und Sympathieen darbrachtcn und ihn aufforderten. unerschrocken für Verwirklichung der jüdisch-nationalen Idee, für das Wohl des jüdischen Volkes rastlos zu Der glänzende Erfolg dieser ersten Makkabäer-Feier, wie auch das Aufsehen, welches das Telegramm der jüdischnationalen Studentenschaft in unserer Gebnrtsstadt hervorgerufen hatte, veranlaßte von den hier weilenden zahlreichen Stanislauer Akademikern acht Herren au das in Stanislau erscheinende Wochenblatt „Lnrjer Stanislawowsld“ ein Schreiben zu richte», in welchem sie gegen das abge» sandte.Telegramm auf das Entschiedenste Protest erheben und sich als heiße polnische Patrioten und Verfechter der Assimilation bekennen. Wie lächerlich! Die Herren, die vor kurzer Zeit noch in den Schulbänken saßen,, die noch n i ch t e i nm a l Z e i 1 hätten, nachzudenken, was Selbstbewußtseiu ist, w a s unter Assimilation undNationalität verst and en wird, diese Herren, die zu beschränkt sind, als daß sie sich eine klare Vorstellung über d e u Z w e ck b e r „K a d i m a b“ m a <f) e n könnte n, wagen es im Namen der g e s a m m t c n Stanislauer jüdischen Studentenschaft eine Erklärung abzugeben, mit der nur die Herren Kiesler, Drucker, Bibring, Lipa, Boral, Pälester und Falk Julius einverstanden sein können. Die Behauptung, daß sie e b e n s o d e n k'e n und fühlen, w i e die Polen selbst, ist eine erbärmliche Heuchelei; denn wahrlich bedauernswerth wäre das Polens thum, wenn sämmtliche Polen so denken und fühlen würden; wie diese sich sclbstüberhrbcnden Herren. „Die Majorität unserer Jugend ist mit den Tendenzen des Vereines „Kadimab“ nicht einverstanden, umsoweniger mit seinem entschiedenen Austreten gegen die A s similat i o n u n b dergleichen Utopi e e ii (przeciw assy mylacyi i tym podobnym mrzonkom).“ Also selbst dre sieben Herren Ritter der Assimilation geben zu, daß die Assimilation niie Ut o Pi e sei? Dieses Geständniß, für welches wir den Herren zum Danke verpflichtet sind, beweist zwar einerseits ihre Offenheit,.andererseits aber auch ihre gesunde Logik, dum Jünger der Wissenschaft können und dürfen nie eine von ihnen selbst als solche anerkannte Utopie vertheidigen. Das Allerlächerlichste im erwähnten Schreiben ist die Bemerkung: „Mit Scham und Bedauern bekennen wir uns zu ihnen" (zu den jüdisch-nationalen Studenten). Wiederum eine Aufdringlichkeit und zugleich eine Anmaßung in h'öch» stem Grade, als ob wir je die Collegiulität oder Freundschaft dieser kaum den Schülerschuhen entwachsenen Jünglinge angestrebt hätten. Wahrlich eine große Ehre (?!?), wenn sie sich zu uns bekennen, wir hingegen i g n o r i r e n sie und schcmen gleichmüthig; zu, wie. die sieben , jungen Herren sich, erbärmlich aufdrängen und' den Assimilationsschimmrl ungeschickt reiten. Um ihrem öffentlichen Auftreten Glanz zu verleihen, haben die jungen Helden — eine wirkliche Heldenthat! — zweien College»! das Doetorat ertheilt, von denen der eine, Herr vrd. med. B. Falk, nichts — wie er mir persönlich erklärte — von einem an den „Kurjer Stanislawowsld“ gerichteten Schreiben wußte. Der beleidigende Ton und der offenbare Widersinn' dieses' Schreibens läßt mit Gewißheit schließen, daß auch der mitunterschriebene Herr stud. med. S. Meisels von dieser heroischen That keine Ahnung hatte. Mit dem Ansdrucke besonderer Hochachtung Drd. med. Philipp Fisch ler. Silben-Riithsel. Alls folgenden 15 Silben sind 6 Wörter zu bilden, deren Anfangsbuchstaben Von oben nach unten gelesen, den Namen eines berühmten jüdischen Königs ergeben: ab, bu, bürg, der, bam, lun, ly, myr, o, o, ra, rar reu, se, tbe. ii Biblischer Name. 2. 3. Name eines antiken Instrumentes. 4: „ „ Flusses in Deutschland. 5. „ einer Pflanze im südlichen Europa. 6. „ „ Stadt im östlichen Rußland. Joseph Sachsa Auflösung des Zahlen-Räthsels aus Nr. 22 des I. Jahrganges: Aloslem Simson Seraph Daniel Jordren Efraiii» „N i r j a m.“ Richtige Lösungen sandten ein: Marens Kreisberg, Boiyslaw *r 3. M. Heniiefetd, Boiyslaw; Maiie Winternitz, Sigmundsherberg; I. M. Tauber, Monasterzyska; Samuel Esra, Belgrad; Rachele „Ekdach", Toustobaby; M. Spiegel, Wie»; Regiue Spiegel, Wien i- Äeruhard Kraupa, Eggcnburg. Auflösung des. Älben-Räthsels ans Nr. 22 des 1. Jahrganges: Siahnm Lzechiel Llabakiik ' Llias Wlaleachi älesaias Samuel „Is e b e rn 1 a s.“ Richtige Lösungen sandten ein: F. Berman», Wie»; N. Aller-- Hand, Wie»; MarcuS Kreisberg. BorySlaw; Marie Winternitz, SigmundSherberg; I. M. Tauber, Monasterzyska; Samuel Esra, Belgrad; Cecilia Hartenstein, Bucarest; Bernhard Kraupa, Eggenburg. Auflösung des Diamant-Räthsels aus Nr. 22 des 1. Jahrganges: n i n . d v n “i ■» V 3 D Richtige Lösungen sandten ein: F. Berman», Wen; MarcuS Kreisberg, Boryslav; I. M. Hennefeld. Boryslaw; J. M. Täuber, Monasterzyska; Sämml Esra, Belgrad; M. Spiegel, Men.. - Auflösung - des palin&roms: aus Nr. 22 des 1. Jahrgänge?: . .. ' .^vn non. Richtige Lösungen sandten ein: F. Bermann, Wien; MarcuS- Kreisberg, Boryslaw; I. M. Hennefeld, Boryslaw; Marie Winter-- nitz, SlgmundSherberg; I. M. Tauber, Monasterzyska; M; Spiegel,. Wen; Bernhard Kraupa, Eggenburg.

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