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Selbst-Emancipation · 1885-12-02 · Heft 21 (2.12.1885) · p. Seite 12

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Journal
Selbst-Emancipation
Volume
1885
Issue
Heft 21 (2.12.1885)
Date
1885-12-02
Page
Seite 12 (sequence 12)
Language
German
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S e ibst-Em an cia tion! Der Vater starb IKK v. B. d. chr. Zeitr. Jehndah ward »ach dem ausdrücklichen Wunsche des Sterbenden der Anführer der patriotischen Jnsiirgeiitenschaaren. Anfangs setzte er de» kleinen Krieg sort. Als ihm »der der syrische Feldherr A p o l l o n i u s entgegenzog, sab er ei», daß eine Schlacht im größeren Style gewagt werde» muffe. Er wagte und gewann sie. ApolloiiiuS selbst fiel, sein Schwert wurde dar Schlachtenschwert Makkabi's. Wie ritterlich - romantisch! Mit dieser Schlacht aber trat Jehudab auch heraus aus dem abenteuerliche» Scharmützclkriege, um als Feldherr Feldherren Treffen zu liefern. Als auch Seron, der Anführer der in Cölesyrien auSgehobenen Tnippen in der Schlacht bei Bcth-Horon das Schicksal des Apollonius theilic, da erst wurde die syrische Regierung gewahr, mit welch' gefährlichem Feinde sie zu thun habe und Heer aus Heer wurde gegen die numerisch schwachen Aufrührer geschickt. Doch umsonst, sie unterlagen alle dem begeisterten Häuflein, sie unterlagen, die Kämpfer der Tyranuei den Verfechtern der gerechten Sache, wie Jebudah zu seinen Kriegern vor der Schlacht bei Beth.Horon ansei» r„d sagte. Im Jahre 165 schickie LYsio S, der Reichsverweser während der Abwesenheit des Königs, der nach Persien zur Eintreibung von Geldern gezogen war, drei Feldherr,,. P l o l e m ä u S, Gorgiäs und Nikanor mit 47.000 Mann nach Judäa. De» GorgiaS, der eine Kriegslist gebrauchen wollte, überlistend, besiegte Zehudah bei Emmaus mit 6000 Mann eine 14000 Krieger zählende Adtheilung des feindlichen HeereS, welche von Nikanvr befehligt wurde. 3000 Feinde fielen, das Lager der Königlichen wurde geplündert. Das Kriegsglück verschaffte Zehudah imuler mehr Zuzug und so konnte er im Frühjahre 164 dem mit 65.000 Soldaten über Jdnwäa heranrückenden Lysias bereits 10.000 Mann entgegenstelle». Wieder siegte der jüdische Held gegen die coloffale Mehrheit. Der syrische Rcichsvcrwcser sah, von diesem Resultate überwältigt, die Juden zum Alußersten entschlossen und kehrte nach Antiochia zurück, in der Absicht. besser vorbereitet wieder zu kommen. Den Sommer hat Zehudah wahrscheinlich zur glänzlicheii Unterdrückung des Widerstandes der jüdischen Helleuistenpartci auf dem offene» Lande benützt und so kam es, daß er erst an: Ende des Jahres 164 gegen Jerusalem rückie, vielleicht auch, weil er um die Regenszeii von einer Invasion der Syrer sicherer war. Zehudah mutzte Jerusalem erobern, die Syrer und die hellenistische» Inden wurden in die Akra, wie man damals die Zionsstadt nannte, geworsen. Dort eing, schlosicn, hatten die sauberen Kumpane nur das eine Vergnügen, die Tempelbcsucher zu stören, was ihnen sehr leicht möglich war. da sic über dem Tempclberge sich befanden. Ein» al im Brsitze JeiusalrmS schritt Zehudah an die Restaurirung des geschänd.teil Tempels. Dicse.bcgaun am 3te» Kisler, die Einweihung am 25ten desselben Monatrs und dauerte 8 Tage. Ein jährlich sich wiederholendes religiös - nationales Fest wurde für alle Zeiten eingesetzt. Im srlben Winter führte auch Jehndah starke Mauer» um Jerusalem auf und. befestigte die Stadt Bcth-Zur. ~ Der Frühling und Flühsomnier 163 brachte dein nie rastenden Helden neue Kämpfe und zwar ging es diesmal gegen die nächste» Nachbarn, glgen Edomiier, Ammoniter, Moabiter, welche nicht mehr gewöhnt waren, Israel im Kampfe siegend zu sichen, nnd halb aus giftigem Neid, halb aus Furcht, Gebietstheile wieder zu verlieren, die sie vom ehemals jüdischen Lonve occupirt hatten, die unter ihnen wohnenden Inden niederinetzilten. Zehudah ging auch ans diesen Kämpfen als Sieger hervor. Nachdem er sich auch von dieser Sei-e Ruhe verschafft hotte, wollte er de» Beunrilhiguiigen durch die Hellenisten mit'dem sogenai'Nten Hohepriester Menelaos an der Spitze ein Ende iiiach-u; diese lagen noq immer in der Davidsstadt und störten so den Tempelbesuch. Zehudah schritt zur sörmiichen Belagerung. — -Den Eingeschloffcneu gelang es. Boten durch die nationalen Belagerer hindurch an den syrischen Hof z» entsenden. Aniiochus Epiphanes war von seiner obenerwähnten Reise nicht mehr zurückgekommen» solidern elend in der Fremde gestorben, in bitterer Neue über die den Juden zngesngte Unbill nnd ihm war sein Sah» A n t i o ch » S Eupaior, ein Knabe, unter Leitungdes Reichsverwesers Lysias, gefolgt. Die Vorstellungen der - h> llenlstijcheii Bote» ans der Akra fiilcn auf fruchtbare» Boden. Lysias nnd der junge König brachen mit einem Heer von l20.0»0 SHaiiii und 32 Estphauten in Judäa ein. Jehndah zoc, von der Belagerung der-Akra ablassend, dem königliche» Heere, daS sich vergeblich bemühte, die kleine Festung Beth- Znr zu nehmen, schlennigst entgegen. In eine», Engpaß bei B,th-Sechariah wollte er de», König den Weg nach Jerusalem verstellen. Doch der mächtigen Enlfaliung der königlichen Slreiikräste gegenüber konnte k.ine Todesverachtung, keine Tapferkeit nützen. Es war das erst« Mal, daß Jehndah weiche» mußte;.'er zog sich-nach Jerusalem zurück. Bei dieser Gelegenheit batie er auch feinen Bruder Eleasar, der sich dem Glücke seines Volkes zu opfein meinte, verloren; derselbe hatte einen Elephantcu, ans dem er-de» König veimnthete, was aber nicht der Fall, war, nicde»gestoßen und-war von dem zusainmeilsiiikendcu Thiere ererückt worden. ' - - . Die Hauptstadt ward eingeschlosscn.- Immer mehr wuchs der Mängel an Lebe nsmilieln-ui-der-belog rren-Stabt. (Schluß folg,.) - ■■■■; - Der „^chames." Zur Lhanukahfeier 5646. Strahlt »iir, strahlt acht lichte Engel, Aündet Gottes Güte! Luch zur Seit' der schlanke Stengel Mit der Fiammenbliithe: „Lichtfroh strahlen wir in Näpfen, Wir verkünden Wunder l Was soll abseits uns zu ASpfen Einsam dort der Zunder?" Abseits steht der arme Schaines, Spricht d'rauf zur lllenorah: „Abseits steht auch, ach, so kam es weltglanz-sern die Thora." Heiße Thräiir» weint die Flamme, Alagt: „Ihr Lichtlein sündet l Seid Ihr nicht vom selben Stamme? Wer hat Euch entzündet? . . . . Meiner Flammenblüthe Duft Gab Euch Leben, Licht, Hellte Eure dunkle Gruft — Ach, verdamiiit mich nicht!" Wie das Schaincslicht vom Gel Abseits, dem zun» Spott Stehst Du a r m e s I s r a e l, De» D u lehrtest Gott. Leo Feuerstein. Diagonal-Mthsel. (Hebr.) 9 8 5 4 1 , N | K | 1 n> n "l I ' | ’ | n *1 i > 3 -a 1 0 1 2 10 7 6 3 2 Man ordne die obenstehenven Buchstaben in der Weise, daß sie ergeben: 1—2 Einen biblischen Fraiieiinainen, 3—4 „ „ Männernaineii, 5—6 den Namen eines berühmten Profeten, 7—8 einen biblischen Männernameii, 9—10 den Namen eines Hohenpriesters, SL—c und b—d die Namen zweier Söhne des Jacob. Pb....Tonflobaby. Silben-Riithsel. Aus folgenden 23 . Silben , sind 6 Wörter zu bilden, deren Anfangsbuchstaben von oben nach unten gelesen den Namen eines Vereines ergeben,' welcher sich bei sämmtlichcn jüdisch-nationalen Vereinen der wärmsten Sympathie» eras, bad, cob, descb, en, i, ja, jar, jon, ko, ia. le, ma, mi, mik, on, ra, ri, ri, schon,;si, ti, zi. 1. Name eines jüdisch-nationalen Vereines/ 2. „ „ jüdischen Monats, ■ 3. einer Colonie in Palästina, 4. cinrs Patriarchen, 5. Benennung einer, moralischen Modeepidcmie unter den Juden, 6. Nanie eines Cnrortes in Böbinen. Rata ei 2evei ben

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