Jahresbericht
- Journal
- Jahresbericht
- Volume
- 1913/14 (1914)
- Date
- 1914-01-01
- Page
- – (sequence 29)
- Language
- German
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— 30 — im dritten Obergeschoss b) die Abteilung für Physik mit Hörsaal, Vorbereitungsratim und Sammlungsraum. Im Vorbereitungsraum steht ein Transformator, der den städtischerseits. gelieferten Wechselstrom für Experimentierzwecke in Gleichstrom umformt. Diese Anlage wird durch die Akkumulatorenbatterie, welche gleichfalls im Vorbereitungszimmer steht, und durch einen umfangreichen Schalttafelaufbau im Hörzimmer ergänzt. Auch im Hörsaal für Physik sind alle Vorkehrungen für Bildprojektionen getroffen, c) Der Zeichensaal befindet sich im zweiton Obergeschoss und ist nach Norden gerichtet. Er nimmt 40 Zöglinge äuf. Jeder Zögling erhält einen besonderen Tisch, der durch Stellvorrichtungen für alle Zwecke des Zeichenunterrichts nutzbar gemacht werden und dessen Tischplatte in aufgeklapptem Zustande als Tafel für das Zeichnen mit Kreide benutzt 'werden kann. Die Reissbrett-und Materialienschränke sind im Zeichensaal selbst untergebracht. Jede Klasse verfügt über eine besondere Schrankabteilung. Die Fenstervorhänge im Zeichensaal sind von oben nach unten und umgekehrt stellbar. Unmittelbar an den Zeichensaal schliesst sich d) die Modellierklasse an, die mit durchgehenden Tafeltischen ausgestattet ist. Joder Teilnehmer an diesem Unterricht erhält ein eigenes verschliessbares Fach für seine Materialien. Zeichensaal und'Modellierraum sind mit Abwaschungstischen versehen, ersterer auch mit einem Wandgestell für lebende Blumen, e) Das Handarbeitszimmer ist mit den nötigen Nähmaschinen und Zusehneidetischen ausgestattet, f) Der Gesangsaal, gleichfalls im dritten Obergeschoss, enthält einen Flügel und ein Harmonium. Von der nach E 10 Absatz 1 der Bestimmungen vom 12. Dezember 1908 gestatteten Befreiung vom Unterricht in einer der beiden Fremdsprachen hat keine Schülerin Gebrauch gemacht. ' Die Beteiligung der Schülerinnen in der Nadelarbeit hat sich im Schuljahr 1912/13 folgendermassen gestaltet: Klasse I bei 5 Schülerinnen: 0°/0. Kl. II bei 11 Schülerinnen: 47.06%, Kl. III bei 17 Schülerinnen: 76.93%, Kl. IV bei 18 Schülerinnen: 83.14%, Kl. V bei 35 Schülerinnen: 97.04°/0, Kl. VI bei 33 Schülerinneu: 96,97 u/0, Kl. VII bei 27 Schülerinnen: 100 u/0, Kl. VIII bei 36 Schülerinnen: 100%, Kl. IX bei 24 Schülerinnen: 100%. Die Befreiung vom Turnuntericht zeigt folgende Tabelle: Befreit waren Auf Grund ärztlichen Zeugnisses . Aus anderen Gründen..... Vom Turnunterricht überhaupt im S. 12 im W. 15 15 6,2 % Von einzelnen Übungen im S. j im W. - i 4 4 1,6 % Zusammen . . 12 Also von d. Gesamtzahl d. Schülerinnen 4,9 % Besondere Spielnachmittage und Vereinigungen zur Pflege von Leibesübungen bestehen am Lyzeum nicht; den Schülerinnen stand im Sommer der Tennisplatz der Anstalt zur Verfügung, im Winter wurde er zur Eisbahn umgewandelt. Schau- und Wettturnen fanden in diesem Jahre nicht statt. Vom Zeichenunterricht waren im Lyzeum befreit in: Klasse II 4 Schülerinnen, Kl. III 7 Schülerinnen, Kl. IV 4 Schülerinnen, Kl V 1 Schülerin, Kl. VI 1 Schülerin; zusammen IT Schülerinnen 7%. Vom Singen befreit waren: Klasse 1 2 Schülerinnen, Kl. 2 4 Schülerinnen, Kl. 3 5 Schülerinnen, Kl. 4 4 Schülerinnen, Kl. 6 2 Schülerinnen, Kl. 7 1 Schülerin, zusammen 18 Schülerinnen 7,3%. Unterricht in der Handelslehre (wahlfrei). Kl. III. (1 St.) Einfache Buchhaltung, Wechsellehre., Kl. H. (1 St.) Doppelte Buchhaltung, Elemente des kaufm. Rechnens. Seelig. Kl. I. (3 St.) a. Kaufm. Rechnen. Wiederholung der Kurs- und Zinsrechnung; Termin- und Diskontrechnung (Reichsbauk), Kontokorrentrechnung nach der progressiven, retrograden und Saldo Kontokorrent-Methode, Effektenrechnung, b. Buchhai t ung und Handelsbetriebslehre. Doppelte Buchhaltung einer Einzelfirma und einer offenen Handelsgesellschaft, dargestellt zum Geschäftsgange eines Warengeschäfts. Desgl. die eines Fabrikgeschäfts in amerik. Form für die Betriebsform der G. m. b. H. Abschluss einer A.-G. (Bank). — Daneben Belehrungen über die wichtigsten Fragen der Wechselkunde, Firma, Handelsregister, die verschiedenen Gesellschaftsformen und Hilfspersonen des Handels, die Arten des Bankgeschäfts, Geld- und Kreditverkehr nebst einschlägigem Briefwechsel. . Keuch el.