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Programm · 1908-01-01 · 1908 · p. Seite 24

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Journal
Programm
Volume
1908
Date
1908-01-01
Page
Seite 24 (sequence 24)
Language
German
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klassen ist indes mit vollem Recht: von der Schulverwaltung auch im neuen Gebäude nicht in Aussicht genommen; schon jetzt stellen die 9 Klassen der Knaben- und 10 Klassen der Mädchenabteilung an den Leiter und die Lehrkräfte die größten Anforderungen, um die für die Erziehung so sehr notwendige Gesamtübersicht nicht zu verlieren; vor allem aber würde eine noch weitere Ausgestaltung der Schule ihr die familiäre Erziehungsweise nehmen, die ihr von ihrer Begründung an zum Heil der zahlreichen in ihr ausgebildeten Schüler und Schülerinnen eigentümlich gewesen ist. Bei der Eröffnungsfeier des neuen Schuljahres begrüßte der Direktor die zur ordentlichen Lehrerin ernannte bisherige Hilfslehrerin Fräulein Betty Henschel*) sowie den zur Ableistung des vorschriftsmäßigen Probejahres der Anstalt überwiesenen Kandidaten des höheren „Schulamts Herrn Felix Hentschel. Mit freudiger Teilnahme hat der Schulrat wie das Lehrerkollegium am Beginn bezw. gegen den Schluß des gegenwärtigen Schuljahres des Tages gedacht, an dem zwei bewährte Lehrer unserer Anstalt, die Herren Professoren Dr. Bernhard Kuttner und Dr. Ferdinand Michel vor fünfundzwanzig Jahren in das Kollegium des Philanthropins getreten sind. Den verehrten Kollegen, die der Schule allezeit ihr vollstes Interesse zugewandt haben, seien noch viele Jahre gleich gedeihlicher Wirksamkeit beschieden! . Die an der Schule bestehenden Stiftungen zur Förderung der wissenschaftlichen Ausbildung der Lehrer und Lehrerinnen, die Kütten- und die Jubiläumsstiftung, haben auch im Berichtsjahre mehreren Mitgliedern unseres Kollegiums Gelegenheit zu wissenschaftlicher und pädagogischer Fortbildung wie zum Besuch von Lehrerversammlungen geboten; u. a. hat die Oberlehrerin Frl. Stern und die Lehrerin Frl. Epstein mehrere Wochen in Frankreich zu Fortbildungszwecken zubringen können, und die Fachlehrerin Frl. Heimann konnte vom August ab sich in Berlin der Vorbereitung für die Turnlehrerinnenprüfung widmen, die sie dann am 30. November vor der Königlichen Prüfungskommission für Turnlehrerinnen zu Berlin abgelegt hat. Die Vertretung der Lehrerin während ihrer Beurlaubung übernahmen in liebenswürdiger Weise die Handarbeitslehrerin Frl. Auguste Meyer und für den Turnunterricht Frl. Florie Horkheimer; die Schule bleibt beiden Damen hierfür zu aufrichtigem Dank verpflichtet. Die Wiederkehr des Sterbetages des früheren Leiters der Anstalt, Dr. Hermann Baerwald, vereinigte am 9. Februar Angehörige, Lehrer und die Schüler der obersten Klasse, die der Heimgegangehe noch in dem letzten Jahre seines Wirkens an der Schule aufgenommen hatte, zu einer Gedenkfeier an seinem Grabe. Mit warmempfundenen Worten legte namens der Schule Herr Professor Dr. Kracauer als äußeres Zeichen des Dankes für die Verdienste des Verstorbenen um das Philanthropin einen Lorbeerkranz auf . das Grab des unvergeßlichen Toten. i *) Betty Henschel, geboren am 15. Juni 1873 in Dresden, vorgebildet auf dem Lehrerinnenseminar der Elisabethensehule zu Frankfurt am Main, war 1901—1904 als Lehrerin an verschiedenen Unterriehtsanstalten in England und Frankreich tätig, trat im Oktober 1904 zunächst als Hilfslehrerin in das Lehrerkollegium des Philanthropins und wurde im März 1907 zur ordentlichen Lehrerin ernannt.

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