Programm
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- Volume
- 1905
- Date
- 1905-01-01
- Page
- Seite 29 (sequence 118)
- Language
- German
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— 29 — Seilschaft erworben hat, wurde durch die Verwaltung der Gesellschaft bald nach Blums Hinscheiden die Aufstellung seiner Marmorbüste im Senckenbergianum angeregt und zur Beschaffung der Mittel ein Comite, dem auch Mitglieder des Sehulrats und Lehrercollegiums des Philanthropins beitraten, gebildet. Die trefflieh modellierte Büste, ein Werk des hiesigen Bildhauers Franz Krüger, konnte nunmehr am 18. Dezember in Anwesenheit von Angehörigen und Freunden des Verewigten und unter Teilnahme auch zahlreicher früherer Schüler wie des Schulrats und Lehrercollegiums unser Anstalt enthüllt werden. Einen Gipsabguss der Büste hat der Sohn Blums, Herr Dr. Ferd. Blum in pietätvoller Gesinnung der Schule überwiesen. 3. Der Schulrat. Aus dem Schulrat trat nach Ablauf seiner Wahlperiode Herr Dr. 'Alfred Günzburg; in anerkennenswerter Weise hat sich indes Herr Dr. Günzburg bereit erklärt, um sein Interesse an der Anstalt, der er selbst als Schüler angehört hat, zu betätigen, die Obliegenheiten des Schularztes auch weiter zu versehen. An Stelle des Herrn Dr. Günzburg ist wiederum ein früherer Schüler des Philanthropins, Herr J. Ed. Goldschmidt getreten, der bereits vor 20 Jahren Mitglied der Körperschaft war und seine Anhänglichkeit an die Stätte seiner Vorbildung noch gelegentlich der Jubelfeier in eifriger Tätigkeit als Vorsitzender des Ausschusses für den Jubiläumsfonds erwiesen hat. Mitglieder des Schulrats sind demnach gegenwärtig die Herrn: Stadtrat a. D. Horkheimer (Vorsitzender), Max Dann (stellvertretender Vorsitzender und Oeconom) Heinrich Emden (Kassenführer), Direktor Karl Herzberg und Heinrich Wiesloch (Kassenrevisoren), Rechtsanwalt Dr. Blau, J. Ed. Goldschmid, Direktor Z. Hochschild, Sanitätsrat Dr. Jaffe. Synclicus des Schulrats ist Herr Rechtsanwalt Dr. Ernst Auerbach. 4. Der Jubiläumsfonds. Um die Jubelfeier auch nachkommenden Geschlechtern in lebhafter Erinnerung zu erhalten und die Liebe und Anhänglichkeit früherer Zöglinge sichtbar zum Ausdruck zu bringen, hatte sich, wie aus dem beifolgenden Bericht näher ersichtlich ist, ein Ausschuss zur Begründung eines Jubiläumsfonds gebildet, der eine eifrige Tätigkeit entwickelte. Die Sammlungen der Mitglieder des Ausschusses und ein Aufruf, der an auswärtige ehemalige Schüler und Schülerinnen erlassen wurde, hatten das erfreuliche Ergebnis, dass der Vorsitzende des Ausschusses am Jubeltage der Schule die stattliche Summe von 100000 Mark überreichen konnte, die sich inzwischen noch durch nachträgliche Gaben und Zinseingänge auf 107 000 Mark erhöht hat. Zur zweckdienlichen Verwendung des Fonds traten Delegierte des Ausschusses mit dem Schulrat zu mehrfachen Beratungen zusammen, deren Ergebnis in folgenden Beschlüssen niederlegt ist: 1.-Der Jubiläumsfonds wird am 1. Januar 1905 der Realschule der Israelitischen Gemeinde (Philanthropin) zu Eigentum und dem Sehulrat zur Verwaltung und freien Verfügung, jedoch nach Massgabe und unter Beobachtung' der folgenden Bestimmungen überwiesen.