Programm
- Journal
- Programm
- Volume
- 1905
- Date
- 1905-01-01
- Page
- Seite 20 (sequence 76)
- Language
- German
- Belongs to
- journal volume
- OCR quality
- 95% known words query
- IRI
…/3089693-3089762--1082-3091999- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
— 20 —; Nun ergriff clor Vorsitzende des Schulrats, Herr Stadt-rar a. D. A, Hork- "heimer das Wort, um dem Dank der Schule Ausdruck »u gehen: , Hoehansehnliehe Festversammlung! Im Nainen des Sehulrats der Realschule der israelitischen Gemeinde spreche irh_.ihnen allen, die Sie heute die .Schule an ihrer Jahrhundertfeier mit freundlichen Worten hegrüsst haben, insbesondere den Vertretern der staatlichen ' und' städtischen Behörden, wärmsten Dank aus. Es wird uns immer unvergessen' bleiben, dass Mitglieder iler freistädtischen Verwaltung*- " und Sclvulliohövden an der Wiege unserer Anstalt gestanden haben. Ich darf die Versicherung hinzufügen, dass. unsere Schule in dein bisherigen Sinne weiter, bestrebt, sein wird, ihre Zöglinge zu tüchtigen Menschen heranzubilden, die auch in dem zweiten Jahrhundert seines Bestehens dem Phiianthropin zur Ehre gereichen werden. Wie wir diese Erfolge in erster Linie den an der Schule tätigen Lehrkräften unter ihren trefflichen Leitern verdanken, ist Ihnen allen bekannt. Es* gereicht' mir datier zu g*re>ser Freude, an dem heutigen Tage der dankbaren Gesinnung des Schulrats. gegen den Mann - Ausdruck geben zu dürfen, der über 30 Jahre lang an der Spitze dieser Anstalt gestanden und sie in jeder Hinsicht gefördert hat. Der Sehulrat hat beschlossen, zur Erinnerung an den heurigen Tag. Ihnen, hochgeehrter Herr Direktor Dr. Baorwald, die Jubiläums-Medaille in Gold, 'las einzige Stück' dieser Art-, zu überreichen. Möge sie Ihnen noch lange, gesegnete Jahre hindurch ein freundliches Gedenken an den heutigen Tag und an Ihre erspriessiicho Tätigkeit an dieser Schule sein! . . Von lebhaftem Beifalle begrüsst, betrat alsdann Herr Direktor Dr. Baervvald die Rednerbühne zu folgender Ansprache: Ich danke Ihnen allen für den freundlichen Zuruf 1 .Überrascht und tief ergriffen von der an diesem festlichen Tage von Ihnen, hochgeehrte Herren des Schulrats, mir gewordenen hohen Auszeichnung, vermag ich hier meinen dankbaren Empfindungen nicht vollen Ausdruck zu geben, ich kann nur sagen: Ich danke Ihnen von ganzem Herzen! Dem Sehulrat und den israelitischen Gemeindebehörden verdankt das Philanthropin Dasein und Unabhängigkeit, den ehemaligen und jetzigen L e h r e r n und L e h r e r in n en verdankt es seine infffassende bildende und erzieherische Wirksamkeit, seinen ihm allezeit in Liehe und Treue ergebenen Zöglingen verdankt es den in der Heimat und Ferne dies- und jenseits des Oceans in vielen Kreisen verbreiteten guten Ruf. Und so segnen wir heute den Wandel der Zeiten, wenn wir sehen, wie neben den zum Teil aus weiter Ferne hier versammelten ehemaligen Schülern und Schülerinnen die obersten Vertreter der staatliehen und städtischen Behörden, der gesamten Schulen und aller Lehrervereinigungen Frankfurts heute an der Jahrhundertfeier dieser aus .geringen Anfängen hervorgegangenen jüdischen Sehlde erschienen sind, um durch ihre Anwesenheit und durch freundliche, herzliche. Begrüssuug die Ehre dieses Tages zu erhöhen.. Wahrlieh, dieses ist ein Tag, den Gott geschaffen, uns zur Erhebuug und zur Freude, ein Fest, aus dem wir Antrieb- und neue, frische Kraft schöpfen wollen zu freudig fortschreitender Arbeit. So möge es. denn innerhalb der hiesigen israelitischen. Gemeinde niemals au Männern fehlen, die sich mit voller Hingebung der--idealen Aufgabe unserer Schule widmen, und möge es dem Philanthropin, wie bisher, so auch in Zukunft heschieden sein, die ihm anvertraute Jugendzu gottesfürchtigen, duldsamen, pflichtbewußten, tüchtigen und guten Menschen zu erziehen zum Segen - des Vaterlandes, zur Ehre unserer schönen -Vaterstadt. Das walte Gott! Nach diesen, mit grosser Begeisterung aufgenommenen, Worten sehloss- Herr F. Auerbach "die akademische Feier im Namen des Centraiausschusses: Hochansehnliche Fest versa mmluug! Hochgeehrte Damen und Herren! Aus berufenem'Munde ist der. Dank denen ausgesprochen worden, die heute in Wort und Schrift dem Philanthropin zu seinem Jubelfeste Glück- und Segenswünsche dargebracht haben. Gestatten Sie mir,, ehe wir zum Schlüsse dieser Feier schreiten, auch namens des iVntralausschusses es auszusprechen, wie sehr;wir Ihnen allen, die Sie zur Weihe und Erhöhung dieses Festes beigetragen