Programm
- Journal
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- Volume
- 1905
- Date
- 1905-01-01
- Page
- Seite 19 (sequence 74)
- Language
- German
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…/3089693-3089762--1080-3091997- Visual Library
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- Seesen 1× ep/1048106
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— 10 — in Seesen leitet, -war iKTsönlich erschienen, um im Kreise der alten Freunde und Kollegen die schöne Feier vax begehen und - überbrachte in wurmen Worten seine und seiner Anstalt herzlichste (Uüekwünsehe. Hierauf tibennirtelte Herr Dr. Mehler die wärmsten Glückwünsche des Vereins ehemaliger Schüler des Philanthropins und teilte mit, dass diese, als äusseres Zeichen ihrer Dankbarkeit an die ehrwürdige Stätte ihrer .Bildung, der -Jubilarin eine Ansicht von Frankfurt, Zeichnung nach' der Natur von-A. B. Sö hn g en, widmeten. — - Es folgte sodaim die Verlesung der ausserordentlich grossen Zahl von 'Beglück mmsedum^ reiben und Telegrammen, die von allen Seiten eingelaufen waren, durch den Vorsitzenden. An sie schloss sich folgende Ansprache des Vorsitzenden des Jubiläums-Ausseluisses. Herrn J. Eduard Goldschmid: Hochgeehrte Mitglieder des Se.hulrates! Als die Sammlung* eines Jubiläums-Fonds von uns in die Wege geleitet wurde, waren wir voller Zweifel, ob es uns gelingen könnte, eine Summe zusammen zu bringen, gro.-s genug,- um die Erreichung unserer Ziele z-u ermöglichen, oder wenigstens stattlieh genug. um -aueh nach, aussen hin Zeugnis abzulegen von den Gesinnungen, die uns beseelen. Wie konnten wir im voraus ermessen, ob die früheren Schüler — zerstreut weit über alle Laude, in fast, allen Teilen der Erde, der Sehlde meist schon seit manchem Jahrzehnt entwachsen — in ihrem Herzen der Heimat Anhänglichkeit, der Schulzeit freundliche Erinnerung und der Schule selbst genug Dankbarkeit bewahrt hätten V 1 DO Ferner galt es, - die Ungunst der Zeiten und vielfache^Schwierigkeiten, die sich uuserem Unternehmen entgegenstellten, zu überwinden. Frischen-Mutes gingen wir dennoch an die Arbeit, und so sahen wir bald mit Freuden, dass ein warmes Interesse sich für unsere Sache regte. Es bildeten sich Loealconiites au einigen Plätzen. Das Interesse wuchs von Tag zu Tag. von Woche zu Woche, ja, unsere Idee wurde vielfach mit Begeisterung aufgenommen. Zum Zeichen dessen habe ich Ihnen als Festgruss zwei Adressen, .die eine aus New York, die andere aus San Francisco, zu übergeben, mit welchen -ehemalige dankbare Schüler ihre namhaften Geldspenden begleiten.- Auch, bin ich vom Am-Hmss für den Jubiläums-Fonds beauftragt. Ihnen heute eine Urkunde über die gesammelte Summe zu überreichen, und bitte ich, mir zu gestatten, "dieselbe zur Verlesung zu bringen. (Hier folgt Verlesung der Urkunde.*) Dieser Fonds soll nicht etwa dazu dienen, anderen Verpflichtungen abzunehmen, sondern Sie, meine Herren, werden in Gemeinschaft mit unserem Aussehuss zu beraten und zu bestimmen haben, welchen edlen Zwecken zum Besten der Schule der Fonds dienstbar gemacht, und wie ermöglichst sicher gestellt werde. Wenn ich an den Tag zurückdenke, da sich mir als kleinem Jungen zum ersten Male die O O Pforten dieser Schule auf taten, so darf ich mich wohl glücklich schätzen, dass es mir an ihrem Ehrenta"*c vergönnt ist, in dieser feierlichen Stunde vor Ihnen zu stehen. O ~ -. . Wie diese Anstalt es von jeher verstanden hat, nicht nur Wissen, sondern Bildung zu verbreiten, nicht nur Schüler, sondern Menschen heranzuziehen — wie sie aus kleinen Anfängen heraus sich zu hoher, weittragender Bedeutung entwickelt und allen Stürmen zum Trotz ein Jahrhundert kraftvoll überdauert, hat — so möge sie aus diesem Jubiläums-Fonds neue Nahrung ziehen, in ihm neue Stützen finden, um auch noch späten Geschlechtern reichen Segen zu spenden! *) S. Anhang: Urkunde nebst Adressen aus New York und San Francisco.