Programm
- Journal
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- Volume
- 1905
- Date
- 1905-01-01
- Page
- Seite 26 (sequence 25)
- Language
- German
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— 26 - Diorytporphyr gehoben wird. Auf dem Sockelstein ist die Widnmngsschrift: „Dem geliebten Lehrer, dem unvergesslichen Kollegen, dem treuen Freunde" angebracht; der eigentliche Grabstein trägt die Inschrift: „Hier ruht Hermann Dobriner, T)r. phil., Oberlehrer am Philanthropin. Geb. 5. November 1857. Gest. 25. .November 1902." Über, diesem Stein befindet sich als Grabessymbol eine gelbgestreifte marmorne Vase mit eingesetzter Flamuie aus weissem Karrara-Marmor. Auf dem obersten Steinbalken liest man das Ibsensche Wort: „Ewig besitzen wir nur das' Verlorene." Eine Veränderung in den Unterrichtsgegenst än den oder dem Unterrichtsziel ist in diesem Jahr nicht erfolgt, auch nicht zu erwarten oder zu wünschen. Es muss in den kommenden Jahren unsere ernste Aufgabe sein, immer tiefer in den Geist der Lehrplane von 1901 einzudringen und ihre Anregungen und Bestimmungen zum Heil unserer Anstalt zu verwerten. Die Schlussprüfung für die Zöglinge des vergangenen Schuljahres fand am 24. März unter dem Vorsitz des Direktors, der zum staatlichen Commissarius bestimmt war, statt. Als Vertreter der Patronatsbehörde wohnte der Vorsitzende des Schulrats, Herr Stadtrat a. D. A. Horkheimer, der Prüfung bei. Von 29 Schülern, die sich der Prüfung unterzogen, erhielten 28 die Eeife für die Obersecunda der Oberrealschule und damit die Berechtigung zum einjährig freiwilligen Dienst, 13 konnten von der mündlichen Prüfung befreit werden. Am 21. und 22. Oktober unterzog der Dezernent der Anstalt, Herr Provinzial- Schulrat Dr. Kaiser, den Unterricht in einigen Klassen der Real- und höheren Mädchenschule einer Revision. Der Gesundheitszustand unserer Zöglinge war im Berichtsjahr im ganzen ein günstiger, nur in der untersten Klasse der Mädchenschule erkrankte Ende Mai eine grössere Zahl von Schülerinnen an Masern; glücklicherweise ging die Erkrankung bald ohne jede Schädigung der Kleinen vorüber. Leider hat uns das Schuljahr noch in seinem letzten Teile einen schmerzlichen Verlust gebracht: Die Schülerin der 4. Klasse, Erna Beckhardt, ein liebenswürdiges, ebenso begabtes wie fleissiges Kind, erlag der schweren Erkrankung, die sie kurz vor Jahresschluss befallen hatte, am 24. Januar. Möge Gott der schwergeprüften Mutter Trost und Wiederaufrichtung aus ihrem Leid gewähren! 2. Schulfeste. Beteiligung nach aussen. Die nationalen Gedenktage wurden an der Schule in herkömmlicher Weise begangen. Das Maifest wurde am 25. Mai bei prächtigem Wetter durch Ausflüge der einzelnen Klassen gefeiert. Am 3. Juni hatten die Schüler der oberen Klassen die hohe Freude, sich an der Spalierbildung bei der Ankunft der Kaiserlichen Majestäten in Frankfurt beteiligen und dem Kaiserpaar ihre Huldigung darbringen zu dürfen. Der Tag von Sedan wurde in üblicher Weise durch Ausflüge der einzelnen Klassen in den Stadtwald, den Taunus, den Odenwald und das Rheingaugebirge gefeiert. Der 27. Januar vereinigte Schüler und. Schülerinnen, das Lehrerkollegium sowie Mitglieder des Schulrats und Gemeindevorstands in der Turnhalle der Anstalt zur Feier