Programm
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- Volume
- 1905
- Date
- 1905-01-01
- Page
- Seite 12 (sequence 11)
- Language
- German
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- 12 — Technischer Unterricht. a. Weitere Mitteilungen über den Unterrieht im Turnen. Die Anstalt besuchten (mit Ausschluss der Vorschulklassen) im Sommer 1902: 199, im Winter 1902/1903: 195 Schüler. Von diesen waren befreit: Vorn Turnunterricht überhaupt Von einzelnen Übungen Auf Grund ärztlichen Zeugnisses .... Aus anderen Gründen im S. 13 im W. 18 im S. 2 im W. 2 Zusammen . . Also von der Gesamtzahl der Schüler . . 13 6,6% 18 9:3°/0 2 l°/o 2 l°/o Jede der 6 Klassen der Realschule wurde gesondert in 3 Stunden wöchentlich unterrichtet, die stärkste Turnklasse hatte 44, die schwächste 25 Schüler. I, iV, V, VI Schulz. II, III Rothschild. Die .erste Vorschulklasse (45 Schüler, Lehrer: Rothschild) und die zweite (36 Schüler, Lehrer: Schulz) hatten wöchentlich 2 Turnstunden. In der Vorschule waren 2 Schüler dispensiert. In unmittelbarer Nähe der Schule befindet sich die ihr ausschliesslich gehörige, gut ausgestattete Turnhalle mit daran grenzendem Turnplatz. Den Turnspielen wurden, so oft das Wetter das Turnen im Freien gestattete, in der Regel die letzten 20 Minuten der Turnstunde gewidmet. Ausserdem wurden vom 1. Juli ab einmal wöchentlich Turnspiele auf dem Mainwasen in 3 Abteilungen veranstaltet. Eine Vereinigung von Schülern zur Pflege von Bewegungsspielen und Leibesübungen existiert nicht. Von den 195 Schülern der Realschule waren 39,3°/0 Freisehwimmer; von diesen haben 19das Schwimmen erst im Sommer 1903 erlernt. b. Gesang. Am Gesangunterricht beteiligten sich alle Schüler von der 2. Vorschulklasse ab bis zur Klasse IV der Realschule, soweit sie nicht durch ein ärztliches Attest dispensiert waren; die 2. und 1. Vorschulklasse sowie die Klasse IV der Realschule hatte je eine Stunde, die Klassen VI und V je zwei Stunden. VI, V und IV waren Ausserdem, verstärkt durch tiefe Stimmen aus der III., II. und I. Klasse, zu einem drei resp. vierstimmigen Knabenchor vereinigt, der wöchentlich einmal unterrichtet wurde. Das Ziel des Gesangunterrichtes war, den Schüler im Singen selbständig zu machen, d. h. denselben in stand zu setzen, ein mittelschweres Lied unter Beachtung einer guten Textaussprache und Tongebung möglichst vom Blatt zu singen. Zu diesem Zwecke wurden die ersten 15_ Minuten jeder Geangstunde zu theoretischen Übungen Anwendet; im Anschluss daran erfolgte dann in den Klassen bis VI der Realschule die Einübung einer grösseren Anzahl einstimmiger, in den Klassen V und IV zwei- und dreistimmiger und im Knabenchor drei- und vierstimmiger Lieder. Rothschild. c. Sehreiben. a) Vorschule. 3. Klasse. Mit dem Leseunterricht verbunden. Gut. 2. Klasse. 4 St. Das kleine und grosse Alphabet mit Rücksicht auf angemessene Verteilung von Haar- und Grundstrichen. Buchstabenverbindungen, Wörter.. Heine m a n n. 1. Klasse. 3 St. Deutsche Schrift in mehrsilbigen Wörtern. Englische Schrift in grösserem Massstabe. Taktschreiben. Rothschild. b) Realschule. Klasse VI. 2 St. Die deutsche und englische Schrift auf vereinfachter Liniatur; Taktschreiben. Klasse V. 2 St. Die . deutsche und englische Schrift in grösseren Sätzen auf einfachen Linien. Klasse IV. 2- St. Fortgesetzte Übung in der deutschen und englischen Schrift mit Sätzen geographischen und geschichtlichen Inhalts. Klasse III. l St. Übungen zur Erzielung einer hübschen und fliessenden Schrift mit Zugrundelegung aus dem Geschäftsleben entnommener Begriffswörter, Briefe. Adressen. Rundschrift. Kl. VI bis III He ine mann. d. Handfertigkeit^ - Unterrieht. 2 Abteilungen, jede wöchentlich 2 Stunden (wahlfrei). Am Handfertigkeitsunterricht nahmen teil aus den Klassen: IV im Sommer 20, im Winter 14; HI im Sommer 7, im Winter 10; II im Sommer 2, im Winter 7, in Summa 29 bezw. 31 Schüler. Den Papp arbeiten wurde der von dem „Deutschen Verein für Knabenhandarbeit" herausgegebene Lehrgang zugrunde gelegt. Als Hauptaufgabe des Unterrichts galt die Anfertigung praktisch verwendbarer Gegenstände in geschmackvoller Ausstattung. — Seit Michaelis 1903 wurden ferner 5 Schüler der Klasse II mit Holzarbeiten beschäftigt. Die Knaben lernten zunächst den Gebrauch der wichtigsten Schreinersverkzeuge, insbesondere cier Säge und des Hobels und beginnen nunmehr einfache Gebrauchsgegenstände (Schlüssel-, Handtuch-, Kleider- Eckbrettehen, Rahmen) anzufertigen, die mit Schnitzereien, unter Anwendung der Holzbildhauereisen, verziert werden; für das verzierende Schnitzen werden natürliche oder kunstgewerbliche Vorbilder, möglichst nach Entwurf der Schüler, benützt. Galliner.