Programm
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- Volume
- 1904
- Date
- 1904-01-01
- Page
- Seite 150 (sequence 156)
- Language
- German
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150 Umimb Tleubautcn. Plan, bie TITdbchenfchuIe uon ber ilnabenabteilung räumlich 3U trennen unb für jene ein befonberes Schulgebdube 3U errieten; biefer Dorfchlag fanb inbes. nicht bte 3ufttmmung bes <öemeinber>orftanbes. TTad) längeren Derhanblungen faxten bie (fkmeinbebehörben ben 25efchluf$, bie im Schulhaus' befmbliche TDohnung bes Direktors in Schulrdume umgumanbeln unb für ben Leiter eine TDo^nung in ber ffäl)e ber itnftalt 3U befdpaffen. 0m (Öktober 1874 konnten baraufhm 4 Jälaffen in ber bisherigen DireMorwohnung untergebracht werben, aber bereits im folgenben Jahre geigte fid? ber piaigmangel aufs neue unb würbe r>on Jahr 3U jal)r fühlbarer. cfrft 1880 entfdjrfofj fid? auf wieberholte t)orfteHungen bes Direktors unb £ehrerkottegiums bie p.atronatsbel?örbe, nachhaltige Abhilfe ju fchaffen unb an ber Stelle, reo feit 1860 bie Cum^aHe ftanb, einen ITeubau aufzuführen, ber außer ber Curnhalle einige Schiu^immer unb bie Direktor*, wof)nung enthalten - follte. Uad) ben planen unb unter Ceitung bes Architekten S. J^U3ni^ki? würbe biefer Bau 1881—82 mit einem Jaoftenaufwanb von 82500 TIXark errietet*); am 1. Juni 1882 konnte bie neue HuxnfyaUe mit einer entfprechenben Seier ber 23enu^ung übergeben werben, halb, barauf aud) bie Porfd)uIe aus bem alten Schulhaufe in bie neuen Hdume überfiebeln. - Die von ber Dorfchule bisher hemmten ldkalMien würben 3ur (Einrichtung von Unter* richtsrdumen für bie üerfchiebenen Zweige bes naturkunblichen Unterrichts t?erwenbet. . , Säbel Blumenthal. £oewe. Diefe Umwanblung, bie ben Unterricht in erfreulicher TDeife fruchibringenber gestaltete, erlebte leiber ber £el)rer nicht, ber feit vielen Jahren ben ph#^a^Wen Unterricht an ber Schule erteilt hatte, Pere3* Säbel; er ftdrb am 30. Vdari 1878, 74 Jal)re alt, naä^bem il)n fchcm 6 Jal?re früher bas ITachlaffen feiner Jftrdfte genötigt ^>atte, nach mehr, als 43 jährigem treuen TCKrken von ber Schule 3U fcheiben. €in echter peftafr^ianer — ber Schüler peftalo33is, be lasvee in Wwsbaben, war fein £el)rer — Tratte fich Säbel allegeit aus bem unmittelbaren Perkehr mit ber TTatur unb ben Tttenfchen bie (Brunbgebanken feiner TDelt* anfehauung gebilbet unb. fie für allgemeine TTTenfchenbilbung 3U verarbeiten unb fruchtbar 311 machen r>erftanben; fem gefamter Unterricht — unb1 er f?at in ber langen Hefye von Jahren, in benen er am Philanthropin tätig war, faft alle Unter* richtS3meige befyanbdn können — mar barauf gerichtet, ben Schüler 3ur Selbft* tdtigkeit 3U er^en unb alle jugenblichen Jftrdfte 3Ü1* (Entwicklung 3U bringen. Befpnbere Derbienfte erwarb fich Säbel burch Einführung bes Turnunterrichts an ber „ ätnftalt; er mürbe nicht mübe, immer unb immer auf bie Bebeutung ber £eibesübungen als <£r3iehungs* unb SÜbungsmittel für bie Schüljugenb hm* 3umeifen unb empfanb es als größten Cohn feines Strebens, baf$ feine Porfchlage bie 3uftimmung ber maßgebenben perfönlichkeiten fanben. Außer burch fein TDirken ift bie (Erinnerung an ben trefflichen £el)rer burch bie Pere3 unb 2tugufte Sabel'Stifiung in bankbarem Ttnbenken erhalten, welche bie Jftinber nach bem *) Vtf. Seite 90.