Programm
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- Volume
- 1904
- Date
- 1904-01-01
- Page
- Seite 148 (sequence 154)
- Language
- German
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148 llrfad)en öes .Stuckganges in ber Srequenj. Beftimmenb für piele (Eltern war auch ber Umftanb, baß bas £e1)r3iel bes Philantfyrojrins ft<h ünperrückt in bem Hal)men hielt, ben ti)m f<hon bie Begrünber gegeben Ratten, unb ber in erfter #eil?e auf bie Porbilbung für ben kaufmannifchen Beruf gerichtet war. Die JTlufterfchule, bie von jefyer bie gleiten Stele wie bas Pfyilantfyropin perfolgt hatte, ^atte 3ie(ben>u|t €nbe ber fünfsiger /Jahre ben ad)rjdhrigen Jaurfus gleich ben preufjifd^en #ealf<hulen erfter (Drbnung angenommen unb erreichte burd) biefe il)re (Drganifation 1873, " nachbem fie 5 Jafyxe in bem gleichen Hang wie bas pi)ilantl?ro;pin gewefen, bie Anerkennung als Äeatfd)ute 1. (Drbnung unb bamit in pielen Bere<htigungs3weigen bie <5Ieid?= Wertigkeit mit :bem <öt?mnafium. )Tland)e anbere hier beftefyenbe Änffalten, wie bie Jalingerfchule unb bie l)öl)ere <5ewerbef<hule ber Poli?ted)nifchen<öefeIlf<haft, wanbelten ftd? in neunftufige höhere Schulen um — hinter biefen trat nun bas pi)ikntI)ropin mit feinem fed?sjdfyrigen Jaurfus bem Publikum gegenüber 3ürüdt; benn bie oberflächlich urteilenbe JTTengepflegt TDert unb B.ebeutung einer Anftalt nach bem höheren ober nieberen Cef^iel, bas fie perfolgt, 3U fchdijen. ^usbefonbere wanbte ftd) ein großer Cell ber wcfyfyabenbexen jübif^en JSreife von ber Anftalt ab, bie i^nen unb il)ren Dorfafyren Bilbung unb <£r3iel)ung gewährt, ber fie bie (örunblage 3Ü bem TDofylftanb, in bem fie ftd) berauben, perbankten; fie wollten ifyren Jambern eine umfaffenbere Ausbitbung, als fie im Pfyilartthropin erworben werben konnte, qebenmnb il)nen bie Berechtigungen perfd)affen, bie burd? ben . Befud? neunftuftger Anftalten erworben würben. Den TPeg, baß bie Jainber 3undd)ft bie gleiche Bilbungsftdtte> wie fie bereinft, befugten unb bann — was ja ol)ne jebe.Schwierigkeit gerabe bei bem %emein\amen Unterbau fid? ermöglichen liefe — in eine neunftufige 2lnftalt übertraten, fdplugen nur perl)dltnismd§tg wenige ein; bie meiften glaubten bie Jainber pon pom^erein ber Anftalt anper* trauen 3U müffen, bie ifynen bie gefamte Ausbilbung ermöglichte. Die weniger Be* mittelten wieber ^anben in bem fyöhen S<hulgelb, bas am philanthropm erhoben unb bei ben ftd? pon 3äf)x 3U Jafyx fteigernben Ausgaben 1882 nod? auf ben Saig von 150 fllark für bie mittleren unb oberen Jalaffen jdfyrlid? erhöht würbe, ein Mxbernis, il?re Jainber bas Pfyilantfyropin befugen 3U Iaffen,: unb fanbten fie in bie ftdbtifd?en fyöfyeren Schulen, bie - wie bie Jalinger'-®berrealfd?ule, bie #ealfd?ulen unb bie &umboIbtfd?ule — ben geringeren Sa% pon 100 JTTark beanfprud?ten. *Der konfeffionelle (Charakter ber Schule. UTanche Altern hielt aud? ein angeblich :prin3ipieller (Srunb bavove ab, bie Jainber unferer 5d?ule 3U überweifen. Namentlich bie große Sd?ar ber Pon außer* halb 3uge3ogenen, bie von ber Begrünbung unb (Entwicklung ber Anftalt keine Jaenntnis hatten, fal)en in bem Pfyilantfyropin, bas pon ber ifraelitifd?en (Semeinbe unterhalten würbe, o1?ne weiteres eine konfeffionelle Schule, bie fie mit ben aus ber Cagesliteratur gewonnenen Schlagworten als eine nicht mel?r 3eitgemdße 2ln* ftalt, bie ben Schülern eine einfeitige ^5Übunq gewahre unb ^as fo wünfd?enswerte Sufammenwirken ber perfd?iebenen Jaonfefftonen l)inbere, als 3m: <£r3iel?ung