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Programm · 1904-01-01 · 1904 · p. Seite 135

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Journal
Programm
Volume
1904
Date
1904-01-01
Page
Seite 135 (sequence 141)
Language
German
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Der üntevTtöt in benttatuxmflenfäaften. 135 3n biefe Der^döntffe braute bas Ja\)v 1870 eine Meine Befferung. VCian begann bie <f>emdd?fe ber Heimat in ben Jftreis ber Betrad)tung 3U gießen, bamit mürbe 3um erften JTtate TTaturgefd?id)te am (Öbjekte felbft betrieben. An bie Stelle bes oben Ausmenbigternens trat bie Anfd?auung. Sreitid? werftet man in bas entgegengefeiate (Ertrem unb fal) bas Siel bes Unterrid)ts barin, bie PfCan3en nad)Cinne beftimmen 3U können. Jn Jfttaffe n bitbete biefe (Tätigkeit gteid)fam ben Abfcfytuß bes Unterrichtes. Bas Softem ftanV immer nod? im TTTtttetpunkt, ürib bafyex kam man über bie morpl)otogifd)en t)erl)dltmffe nid)t hinaus. 3m Anfd)Iuß an bie Zoologie mürbe in Jfttaffe HI bie Anthropologie ein-; gehoben, bie in ber &auptfad?e eine Belehrung über ben Bau unb bie Sunktion ber menfd)tid)en (Örgane mar. Sur bie (Sefunb^eitsle^re mar bie Seit nod) nid?t gekommen, ebenfomenig für bie Cel)re t?on ben (Entmicfeelungsperioben ber TITenfd?heit; auf bie £>erfd?iebenl)eit ber )TCenfd?en ging man nid?t ein, nur bie 25lumenbachfd?e #affentl)eorie mürbe ftüd)tigbe^anbelt Sd)on ein 3al)r nad? biefer Anberung marb biefer £el?rgang mieber per* fd)oben; in Jfttaffe IV marb nun im TDtnter Ph#k gelehrt; in. ber britten klaffe bel)anbette malt bie Reptilien, Amphibien unb 5ifd)e, bie mirbettofen Oere Rieben gan3 aus. Zfn jalaffe II lehrte man TTTineralogie, bie Anthropologie mar -auf* gegeben. Don einer atigemeinen Jaenntnis ber TIatur mar aud) je^t ni*t bie Äebe. c3u biefen TTTdngetn trat nod) bas Sehlen eines feften £el)rplans, es lag pööig in ber ßanb bes einzelnen £el)rers, mas er unterrid)ten motöe. TDoht ftnbet fid? bie kur^e Ski^e eines von HumentJ)at abgefaßten planes, aber fie ift fo altgemein gehalten, baß nur bie burd)gunel)menben Cierunb Pflanjengruppen angeführt finb. TDenn tro^bem etmas geleistet mürbe, fo tag bas mel)r an ber Perfon bes £el)rers als an ber TTTethobe. Ber Unterrid)t tag bis 1875 3ur &auptfad?e in ben &dnben von Dr. (Epftein unb TDert^eim, bie befonbers ber 25otanik il)r Jntereffe jumanbten;. biefer tlnterrid}tsgegenftanb erfuhr benn aud? in biefer Seit eine mächtige Sörberung. Bie große Ummdt^ung im (Sebiete ber bef(^reibenben TIaturmiffenfd?aften, bie ftd? am <£nbe ber fed)giger 0al)re PO%>g, konnit aud) an ber Sd^ute nid?t unbemerkt t)orübergel)en. <£s ift bas große Derbienft Blums, ben Urtterrid^t jeitgemdß umgestaltet 3U haben. <£r erkannte, baß ohne eine gebiegene Sammlung TIaturmiffenfd)aft nid)t geteert merben könne, unb es mar fein unermübtid?es Beftreben, unferer Sd?ute biefe Sammlung 3U t>erfd?affen. 3n muftergittiger TDeife hat er biefe Aufgabe getöft unb ben (Srunb 3U unferem rei$ ausgerotteten naturl)iftorifd)en Kabinett gelegt. 5ortan tritt im Unterrtd)t bie St?jtematik in ben &intergrunb, bas £eben ber <Sefd)öpfe unb ihre merkmürbigen €inrid)tungen merben im Anbtidte bes natürlichen Objektes erörtert, 3ugteid? finbet bie heurifftfdje TTTethobe (Eingang. Ceiber mürbe bie lTaturgef<^i(^te nur bis 3ur britten Jataffe geteert unb fanb l)irc mit ber Anthropologie i^ren Abfd)tuß, aber tro^bem ging eine na^h^tige Anregung pon biefem Unterrid)te aus. Btum r»erjtdnb es t?ör attem, bie Ciebe 3ur TIatur, bie il)n fetbft erfüßte, aud} in bie &er3en ber Stüter

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