Programm
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- Volume
- 1904
- Date
- 1904-01-01
- Page
- Seite 99 (sequence 105)
- Language
- German
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<Öber{ef)rer Dr. Jäefj imb feine ttTttarbeiter. 99 großem Pflichteifer; mit 72 Jahren {tonnte er noch fagen, er ^abe nie gwet aufeinanberfölgenbe Cage ben llnterri<ht perfdumt. (fr ftarb am 12. Januar 1859. Simf on TP eil aus TPalterftein hatte in feiner Jugenb talmubif<hen Stubien obgelegen unb ging" had? autobibaktifd)er Porbereitung auf bie Uniperfitdt. Halbem er als Caubftummenlehrer in München unb \}\tx als triutyx gewirkt hatte, kam er 1854 als £ef)rer bes &ebrdif<hen an . bie 5d?ule. <£r ftarb fd?on 1860 im Hilter von 42 Jahren. Uad) Presburgers (lob hatte er alle Unterrichts» ftunben bes Perftorbenen übernommen. TPenige motten hinter feinem unfdpeiw baren 2lusfel)en unb feiner freuen Zurückhaltung bie bebeutenbe Perfönlid)keit permuten; aber benen, bie ifym ndl)er traten, erfdpien er als ein Vftaxm mit einem reichen Jnnmlebm, mit einer ibealen £ebensanfd?auung unb feinem &umor bzqabi, voü reicher unb tiefer Jftemttnis bes jübifc^en nrie bes profanen TPiffens (f. Progr. 1861, S. 43 f.). Jn ber &anb ber Cehrer, meiere ben Religionsunterricht erteilten, lag gewohnlich autf)bzx beutfä)e Unterricht; insbefonbere finb f^ier &ef$, TIT. Crei^e» nai^, Joft unb Auerbach 3U nennen. D r. £ h e o b o r £xzi$ena<fy mar pon 1839 bis 1854 äeitweife mit wenigen wöchentlichen Unterrichtsftunben als.MfsIehrer für Deutfd? unb (f>ef<hichte befchdftigt. Dr. % einriß Bier hat pon 1845 bis 1857, wo er wegen Kränklichkeit ausfd?ieb (er ftarb 6. TTTai 1862), als £el)rer bes Deutfd^en unb ber <5efd>t<^te, in ben oberen imabew unb TTTdbd)enklaffen vermöge feiner ausgezeichneten dfi^etifd)en Bilbung unb feiner gewinnenben Perfönlichkeit in anregenber TPeife btlbenb ürib e^ielpenb gewirkt. Cr war auch vielfach literarifch tätig, u. a. fdprieb er eine biographifche Skijje (Seifenfyeimers (im Polkskalenber pon Ja. Jftlein 1857,5.195ff.). 3u ben gebiegenften unb äuperldffigften TTCitarbeitem &ef^ ber ihm faft wdf)renb ber ga^en langen Seit feiner Amtsführung $ur Seite ftanb, gehörte Jakob Mrfch 25e<hholb*) (geboren im Tltdrs 1792 3U Bechhofen in Bauern, an ber Schule feit Anfang 1809, emeritiert 1854, geftorben 2. Pegember 1862). (Er ift als ein 17jdhriger Jüngling als Hilfslehrer eingetreten, hat fich f)iet 3U einem ber tüchtigjTen Cehrer dusgebilbet unb 45 Jahre hmburch feine befte Jftraft erfolgreich ber Schule gewibmet, (£r hat anfangs in <£lementarf dchern, fpdter hauptfd<hli<h in Rechnen, kaufmdnnifchem Rechnen unb Buchhaltung, aud? in lTaturgef(hi^te und Hatur* lehre, fowie in allgemeiner kaufmdnnifcher TPiffenfchaft unterrichtet. &ef$ be= 3ei<hnet ihn als einen ber ftrebfamften unb kenntnisreichen bes Cehrerperfonals. Stern rühmt ihm nach, bafj er es wie wenige perftanben habe, feinen (Seift, ben (Seift unermüblichen felbfttdtigen Bilbungsftrebens, auf feine Schüler unb bie Anftalt 3U übertragen, unb nennt ihn einen Cehrer, ber für feinen Beruf leibew f<haftli<h begeiftert war, ber eher fid) felbft unb fein Jntereffe, als feine Pflicht unb fein .2lmt pergaß; er lobt befonbers feinen anregenben Unterricht in ben ITaturwiffenfdpaften. 1823 perträt Bed?holb mit £e1)mann ben erkrankten (Dberlehrer. Pon 1819 bis 1823 erteilte er auch an ber Selektenfchute Rechen- *) So nannte er ftd) fett 1811;. friiJ?er erf^eint er unter bem Hamen 2>ed?bof.