Programm
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- Volume
- 1904
- Date
- 1904-01-01
- Page
- Seite 93 (sequence 99)
- Language
- German
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<Dbeulel)rcr Di\ Jäefj unb feine mitarbeitet-. Schule erfüllt waren, aber bod? dud? gugteid) pon bem beftimmten TDillen, überaE il)re eigenen 2lnfchauimgen geltenb 3U machen. VOoty fyatte i>eß einen richtigen Begriff pon ben unerläßlichen Befugniffen nnb ber notwenbigen Autorität eines Schulbirektors; aber fo wenig wie feine 5d)ulbeT?örbe wollten in ben erften Ja^e^nten feiner amtlichen (Tätigkeit bie Tehrer feine Ceitung anerkennen, fie fafyen in ihm nur ben erften unter (gleichberechtigten. JHes kam auch in ben Ce^rerfeonferengen 3um 2lusbruck, beren Porfit^enber nicht ber (Dberle^rer, fotibern ein 56ulratsmitglieb war unb im Jntereffe georbneter Perhanblungen au$ fein-mußte, wie benn dud) ftets nicht bas Potum bes (D.berlefyrers, fonbern ber Befehluß ber Jftonferen3 für ben Schutrat maßgebenb war. Unmögliches würbe von ihm verlangt: 26 Stunben wöchentlichen Unterricht foßte er geben unb babei 3ugteich bie Pünktlichkeit unb ben Unterricht ber £el)rer beaufftchtigen. 3ebe feiner Jalagen über Unpünktlic^keit würbe mit bem gleichen Porwurf gegen ilpn felbft beantwortet. Unb weil biefe Porwürfe nicht immer unbegrünbet waren, fo würben 1817 jwei Cehrer mit ber JaoniroÜe ber Pünktlichkeit bes (Öberlefyrers beauftragt, 3U ber fid) balb jeber ein3elne £el)rer berechtigt I)iett. - Bei all feinen mannigfachen Arbeiten unb Sorgen befanb er ftd) oft genug in bebrdngten äußeren Perhättniffen. €r trat feine Stellung mit einem behalt pon 400 fl. an, bas fich jwar rafch ftetgerte — feit 1814 bejog er 1200 fl. —, bod) reichte es nicht aus, unb er war nod) lange auf pripatünterricht angewiefen. Sein (Einkommen perbefferte fich einigermaßen auch baburch, baß feine Srau feit 1813 als &anbarbettslehrerin befd?äftigt war unb bafür jährlich 250 fl. Honorar be3pg. Seine Dienstwohnung im Jftornpoftetl war burd)aus un3ureichenb, erft in feinem 64. Cebensjahre bekam er 1845 im neuen Schülgebdube eine ftanbesgemäße IPohtiung. Bei altebem waren aber bod? ber Oberlehrer, bas Cehrerkollegtum unb ber Schutrat burd) bas Bewußtfein gemeinfamer Arbeit für , basfetbe 3tel, bie Befferung ber Cage ihrer (Sfaubensgenoffen burd? rationellen 3ugenbunterricht, eng perbunben. Setbft bie Eigenmächtigkeit ber eisernen Cehrer unb ihr TPiber* ftreben gegen bie Autorität bes (Dbertehrers hatten 3um Ceit ihre (Öuelle in ihrem hohen Pflichtbewußtsein unb im (Defühl ber Perantwortttchkeit jebes eisernen für bas (5an3e. Ü>eß unb. feine (Senoffen aus ber Seit bes Philanthropins, 3U benen bann Jk>htfon, Crei3enach unb 3oft als bie h^orragenbften h^utratim,hoben in ber erften Hälfte bes porigen \3ahrhunberts bie Schule 3U einer folgen Bebeutung unb folgern 2lnfef)en empor, baß keine anbere jübtfehe Schule 2)eutfchtanbs fid) mit ihr pergteichen konnte. So ftrömten ihr benn auch Schüler aus aßen (öegenben 3U, unb tyvvoxvaQmbe Jlldnner, bie fid) für bie Jftultur ber 3uben intereffterten, unterließen es bei ihrer 2lnwefenheit in Srankfurt nicht bie Schule 3U befuehen unb ihre (Einrichtungen kennen 3U lernen; als ber berühmtefte pou aßen h<*t -&bofyty Cremieur (geb. 1796, geft. 1880) auf feiner Hückreife aus bem (Drient, wohin er fich mit Sir HTofes TTTontefiore unb