Programm
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- Volume
- 1904
- Date
- 1904-01-01
- Page
- Seite 9 (sequence 15)
- Language
- German
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- Rashi 1× ep/1002670
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(5vun6ung bes pfytlarttfyropins. 9 beißt - „mit vereinten Jfträften unb aus retner 2lbficbt bloß bas (Düte 3ubeförbem, eine/Schul* unb Cr^iehungsanftatt für arme jübifdpe Jftinber 3U grünben, biefer 2tnftalt por^uftebn unb fie empor3ubringen." Don biefen Pier Portern mar ber ältefte, (Seifenl)eimer, 28 Jafyxe alt; er mürbe 3um Oorftigenben unb Ke^nungs^ fül)rer gemäht, 1. TU. Ueis mürbe Jftaffierer, D. jMp Ökonom, ber jüngste, 22jährige 1. Stiebet mürbe (Degenfdpreiber. Die pier jungen TTTäuner gingen fofort ans TDerk. (Dleich in ber erften TDoche bes 3auuar 1804 mürben noch 3mei ^ieftge arme TDaifenbnaben im 2ltter pon 10 unb 11 Jafyxen aufgenommen. Der Ökonom forgte für bie Unterkunft unb Derpflegimg ber 3 Zöglinge in geeigneten Samitien unb propiforifd) aud? für beren Unterricht. TPie ber Unterricht befinitip 3U regeln fei barüber mürbe eingehenb beraten. Utan kam 3U bem (Entfehtuß, bie Zöglinge an altem Unterricht, mit Ausnahme bes Religionsunterrichts, in ber .hier por kurgem pon (Mnberrobe unb Hufnagel begrünbeten, unter Ceitung bes UTagifters _Jftlitfd?er eröffneten unb gleich anfangs auch pon jübifchen J^inbem befugten Bürgerfchute (TTIufterfchule) teilnehmen 3U laffen, für fie aber noch eine befonbere Schule einzurichten, in ber fie einen ausgiebigen hebrdifdpen Unterricht unb ebenfo einen befonbern Schreibunterricht erhalten unb unter fteter 2luffid)t eines Cehrers befchdftigt merben follten. Der Schreib* Unterricht (beutfehe Kalligraphie unb jübifche Jfturrentfchrift) mürbe bem bamats bier bekannten Scbreibmeifter Vdavcus Cobtenj übertragen, als , jilbifcher £el)rer" mürbe ber megen feiner grünbtichen hebräifd?en Jftenntmffe unb feines Charakters gut empfohlene TIT e 1? e r £ a m b e r t aus TTIe% angeftettt. (Er foHte mit ben Jitinbera 3mei Stunben täglich bie Bibel im Urtert lefen unb fie burch bie Kenntnis ber* (Elemente ber hebräifchen (Grammatik unb mit Benu^ung ber TTienbelsfohufchen Überfeigung 3U beren Derftänbnis befähigen, ben Sortgefchrittenen auch bie Benü^ung ber hebräifd) gefchriebenen 15ibÜkommentaxe (Raschi, Brar) ermöglichen. 3n feine &anb mürbe bie gefamte (Erziehung ber Änber gelegt, er fottte auf ü?r moratifches Betragen unb ihre anftänbige Haltung achten1 unb an Sabbaten unb Seiertagen 2tbfchnitte aus erbaulichen Schriften porlefen laffen. Campes Sitten* büf^tein für Jftinber, ferner ein naturl)iftorifches .Bitberbuch mit (Erklärungen mürben angefchafft unb bitbeten ben 2lnfang einer Bcbülerbibtiothek. 3n freien Stunben foHte ber £ef)rer mit ben Mindern Spaziergänge machen. (Es wuxben für bie 3öglinge pid^e in ber Synagoge gemietet unb für regelmäßigen Befucb bes (öotfeshaufes unb angemeffene Haltung bei ber 2lnbacht geforgt. Der Unterricht mürbe anfangs in ber TPolmüng ber Center erteilt, JTIitte Sebruar 1804 konnte aber bas in^mifchen gemietete Schullokal belogen merben. Diefes erfte SchuHokat bes jübifchenPhilanthropins befanb fich auf bem TDottgrabenl4. (Es beftanb aus-einem geräumigen, mit ben erforberlichen S.chulutenfilien ausgerüfteten Simmer. (Es reichte etma für 6 (b. i. für bie boppelte Sohl ber 3. 3. porhanbenen) Sogtinge aus, portäufig biente es zugleich als TDofmung für ITTeper Cambert ben erften Cehrer bes Ph^™^0?™5* Die Ceiter unb Jnfpektoren biefer kleinen Schulunb <Er3iehungsanftalt maren bie pier Dorfteher. Sie fteßten bie &ausorbnung unb ben Stunbenplan