Programm
- Journal
- Programm
- Volume
- 1898
- Date
- 1898-01-01
- Page
- Seite 36 (sequence 35)
- Language
- German
- Belongs to
- journal volume
- OCR quality
- 93% known words query
- IRI
…/3089693-3089744--0556-3091466- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
habe in den Jahren 1810 bis 1819 in der „Philanthropin oder Eeai- -und: Volksschule'* genannten israelitischen Schule zu Frankfurt a. M. unentgeltlichen Unterricht empfangen. Dadurch bin ich iu den Stand gesetzt worden, auf anständige Weise mein Brot zu verdienen und durch meine Arbeit unter Gottes Beistand das kleine Vermögen zu erwerben, welches ich heute besitze. Deshalb vermache ich dieser Schule eine Jahresrente von 2000 Francs . . . Diese Schenkung soll dazu verwendet werden, um für zwei, oder mehrere arme israelitische Knaben das Schulgeld,-die Bücher etc., ferner einfache, aber gute Kleidung und, wenn erforderlich, auch Beköstigung zu beschaffen, sowohl während der Zeit ihres Schulbesuches,-als auch um ihnen nachher während ihrer ganzen Lehrzeit» sei es, dass sie sich einem Handwerk, einer Kunst oder d m Kaufmannsstand widmen, die für ihre Verpflegung und sonstigen Bedürfnisse unumgänglich erforderlichen Mittel darzubieten . . Die Zöglinge sollen immer unter der Bezeichnung „Zöglinge der Jacques Luiterbach genannt Schönwald'sche Stiftung" "in die Schule aufgenommen werden: denn, es-ist mein Wunsch, dass mein Name immer in den Schriften der Schulverwaltung vorkomme: das dient vielIeioht'auch sonst zum guten- BeispielAmx 25. August 1878-starb der Testator, -welcher -den j^amon Jacques Lauterbach gen. Schönewald angenommen hatte, 9 Jahre ..später seine Gemahlin, welche schon im Jahre 1879 nach erfolgter landesherrlicher Genehmigung zur Annahme des Legates die Eintragung einer Jahresrente von 2000 Francs in dasgrosse -französische Staatsschuldenbuch auf den Namen unserer Schute bewirkt hatte. Nicht lange nach-ihrem Tode trat." die-Stiftung, über welche in den Programmen unserer. Schule von 1879 und 1888 eingehend berichtet ist, in Wirksamkeit. . Es wurden damals 4* unbemittelte-Knaben in dieselbe aufgenommen.' In dem Schuljahr 1897/98 hatte die Stiftung drei Zöglinge, von denen einer nach Absolvierung unserer Schule Zögling des Städelscheu Kunstinstituts ist, die beiden anderen unsere Schule noch besuchen. Für einen Schüler dieser letzteren wird genau'nach den oben angegebenen Bestimmangen des Stifters-gesorgt. : Die Zöglinge stehen unter. Aufsicht, der von dem Schulrat für die Verwaltung deiHStiftung eingesetzten Kommission, welche aus dem Schnlratsmitgliede Herrn P a u L K ose n th a 1, dem Direktor der Schule 'und dem Aktuarius des Schulrats, Herrn Rechtsanwalt.Dr. Ernst Auerbach, besteht. , - 1 4. Die-Adofph Samuel IVSaas'sche Stiftung, zum ehrenden Gedächtnis des am l5..Sep- : tember-1889-verstorbenen, durch seine langjährige erspriessliche Thätigkeit als Mitglied desl Schulräis um unsere Schule sehr verdienten Herrn Adolf S. Maas, von dessen Kindernj •miteinem Kapital von Alk. 5000 errichtet, hat den Zweck, rückständige Schulgelder fürf befähigte, .Kinder hier" wohnender Eltern zu bezahlen. Die Stiftung, welche unter dem ■'29.:. Januar 1890 die-: landesherrliche Genehmigung erhajten. hat wird von dem Schnlrafe ' verwaltet und hat auch in diesem Jahr sich als segensreich bewährt. Sie hat im Laufe ..des- Jahres^'Tolgehde^-Zuwendiingen.-erhalten: Von den Jüchen Kindern am 10. August ML 50. Von/denselben am Todestage des "Herrn Adolph S. Maas Mk. 5Ö- An den>| selben Tage;-: von .Frau-: Heinrich Lion Mk. 50, desgleichenvon Frau Div Line 1 Mk. 50 und von den Herren Heinrich und Julius Maas in Berlin Mk. löfo Yon den J sehen Kindern am Todestage ihrer Mütter (9. Dezember) Mk. 50. Ton Frau Heinrier Tji on am Todestage, ihrer Mutter Mk. 25. Wir sagen allen Sendern verbindlichsten .-Dank