Programm
- Journal
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- Volume
- 1898
- Date
- 1898-01-01
- Page
- Seite 29 (sequence 28)
- Language
- German
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- - 29 - Der 'Gesundheitszustand uuseier Kollegin Fräulein Emilie Stern war während des ganzen Schuljahres ein schwankender. Die öfteren Vertretungen, die dadurch und zeitweise auch durch Erkrankungen;- der Frl. Emma und Josephine Meier nötig waren, wurden von den Lehrerinnen Erl. Goldberg und Frl. Rosa Lorsch bereitwillig geleistet, wofür wir hier unseren Dank aussprechen. Der:-Kollege Prof. ,W er t h eim, dem auch in diesem Jahre planmäßig nur wöchentlich 5 Stunden überwiesen waren, mußte seit Weihnachten von dem lifollegen Dr. Dobriner vertreten werden. - .... " Die Oberlehrer DDiv Kra cauer und Stein ha rd wurden von dem Herrn Unterrichtsminister zu Professoren ernannt (Diplom vom 1. Juli 1897). An dem von' dem hiesigen physikalischen Verein veranstalteten Ferienkursus haben die Kollegen Prof. Dr. Epstein und Oberlehrer Dr. Dobriner, ebenso hat an dem von dem Verein für Volkswirtschaft und Gewerbe veranstalteten nationalökonomischen Kursus Prof. Dr. Kracäuer teilgenommen. . . ... Oberlehrer Dr. Do brincr besuchte um die Pfingstzeit die Hauptversammlung des Vereins .zur Förderung des Unterrichts in Mathematik und Physik, der wissenschaftliche Hülfslehrer Dr. Grafen b er g machte während der Sommerferien eine Studienreise nach England; beides geschah mit Unterstützung aus den Mitteln der Joseph Rüttensehen^ Stiftu ng. . Um den botanischen Unterricht mit Anschauungsmaterial zu versehen, ist an der vorderen Umzäunung unseres Schulhofes ein Deot angelegt und mit 32 HolzgewäGhsen und 40 Stauden bepflanzt worden. Die Kosten wurden durch das Entgegenkommen des Schulrates aus der Julius May'sehen Stiftung bewilligt. Zur -Förderungdes Gesangunterrichtes genehmigte der Schulrat aus den Mitteln derselben Stiftung die Anschaffung eines großen Schiedmayerschen Flügels, der (urtan.uns auch bei unseren. Schulfeierlichkeiten erwünschte Dienste leisten wird. In Übereinstimmung mit. den hiesigen städtischen höheren Schulen war die Unterrichtszeit in unseren-beiden; Schulen im Sommer von 7—12 und (wo erforderlich) von 3—5, im Wintervon 8—rl und 3—5. Der Gesundheitszustand unserer Zöglinge war ein günstiger. Leider aber haben : wir zwei schwere.Verluste zu verzeichnen. Während der Osterferien, am 11. April 1897, starb im Alter von ll1/^ Jahren Rob ert Ko ch, ein sehr begabter, fleißiger Schuler, der eben als einer der besten nach Quarta versetzt war. Am 12. Dezember 1897 verloren wir unseren freundlichen, ebenfalls durch Fleiß und Begabung ausgezeichneten Schüler der Quinta Bertram Simon im Alter von 11 .Jahren. Mit den Eltern beklagen wir den.Verlust dieser hoffnungsvollen Kinder. Möge - Gott den schwer geprüften Eltern Seinen Trostgewähren!*•"/-_