Programm
- Journal
- Programm
- Volume
- 1898
- Date
- 1898-01-01
- Page
- Seite 28 (sequence 27)
- Language
- German
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Sammelwerk „Führende Geister", herausgegeben von A. Bettelheim. Der Jubilar dankte tief bewegt. Auch die Schüler ließen es an Dank- und Ehrenbezeigungen nicht fehlen. Mögen dem verehrten KolLegen noch lange Jahre fortgesetzter gedeihlicher Thätigkeit zum Segen unserer Schule beschieden sein! Mit dem Schluß des. Schuljahres 1896/97 schied der wissenschaftliche Hülfelehrer Dr. Max Joel aus dem Lehrerkollegium. Wir sagen ihm auch an dieser Stelle im Namen der Schule herzlichen Dank für die Bereitwilligkeit, den Eifer und die Treue, mit der er die ihm im Laufe der Jahre-auf den verschiedensten Unterrichtsstufen übertragene Lehraufgaben, insbesondere in "der Mathematik und im Rechnen mit Lehrgeschick und Erfolg erfüllt hat. \ Dem Direktor-wurde die von ihm mit Rücksicht auf seine Gesundheit nachgesuchte Erleichterung in den Dienstgeschäften von dem Schulrat und dem. Königlichen Provinzial-Schulkollegium (Verf. vom 7. April 1897) gewährt; er hat während des Schuljahres 1897/98 regelmässigen Schulunterricht nicht mehr erteilt. — Vom 3. bis 10. Mai, ebenso vom 22. Juni bis 3. Juli 18^7 war er beurlaubt. Auf Antrag des Direktors hat der Schulrat in dankenswertem Entgegenkommen den Oberlehrer Dr. Dobriner vom Oktober 1897 an zum Direktionsgehülfen bestellt. Nachdem von dem Herrn Minister der geistlichen, Unterrichts- und Medizinalangelegenheiten diese Bestellung auf Bericht des Königlichen Provinzial-Schulkollegiums bestätigt und die im Einverständnis mit dem Direktor von dem Schulrat aufgestellte Instruktion für den Direktionsgehülfen genehmigt worden war (Ministerialerlaß vom 2. Dezember 1897), wurde Oberlehrer Dr. Dobriner von dem Herrn Schulratspräsidenten J. Angelheim und dem Direktor in sein Amt eingeführt Dank der ihm durch diese Maßnahme gewordenen Erleichterung konnte der Direktor in dem ganzen Wintersemester, unbehindert von Gesundheitsstörungen, seinen Berufsarbeiten nachgehen. Seit dem Schuljahre 1894/95 hatte unser ehemaliger Schüler Wilhelm Müller an Stelle seines damals erkrankten, später pensionierten Vaters, unseres Kollegen Georg Müller, den Schreib Unterricht und Gesangunterricht an unserer Schule mit ausgezeichnetem Erfolge erteilt. Als er uns im October 1896 verließ, um sich ziir Lehrei-prnfung vorzubereiten, hofften wir ihn. im Frühjahr 1897 wiederum bei uns eintreten zu sehen. Da befiel ihn eine gefahrvolle Krankheit. Der Schreibunterricht an der Mädchenschule wurde mit Beginn des Schuljahres 1897 dem Lehrer an der Geliertschule Herrn Pörtneiy in der Vorschule und 2 Klassen der Kealschule dem Lehrer an der Battonschule Herrn Wilhelm Schmidt übertragen. Wiiholm Müller ist am 27. October 1897 zu Karlsruhe, wohin seine Eltern übergesiedelt waren, gestorben. Eeiche Hoffnungen sind mit ihm zu Grabe getragen worden; Die Schule, die in ihm viel verloren hat, und die mit den Eitern seinen allzufrühen Heimgang beklagt war bei seiner Beerdigung durch den Kollegen Prof. Di\ Kracauer Vertreten^ .Ehre Die Pflichtstunden des Kollegen Stein hard mußten während des ganzen Schuljahres auf Grund ärztlichen Zeugnisses auf 17 : Stunden wöchentlich beschränkt werden^