Programm
- Journal
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- Volume
- 1894
- Date
- 1894-01-01
- Page
- Seite 37 (sequence 36)
- Language
- German
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nach, erfolgter landesherrlicher Genehmigung zur Annahme des Legates die Eintragung einer Jahresrente von 2000 Francs in das große französische Staatsschuldenbuch auf den Namen unserer Schule bewirkt hatte. Mcht lange nach ihrem Tode trat die Stiftung, über welche in den Programmen unserer Schule von 1879 und 1888 eingehend berichtet ist, in Wirksamkeit. Es wurden damals 4, unbemittelte Knaben in dieselbe aufgenommen. In dem Schuljahre 1893.94 hatte die Stiftung zwei Zöglinge, von denen der eine nach Absolvierung unserer Schule das Städelsche Kunstinstitut, der andere unsere Schule besucht. Die Zöglinge stehen unter Aufsicht der von dem Schulrat für die Verwaltung der Stiftung eingesetzten Kommission, welche aus dem Schulratsmitgliede Herrn Paul Eosenthai, dem Direktor der Schule und dem Aktuarius des Schulrats, Herrn Eechtsanwalt Dr. Ernst Auerbach besteht.~ 4) Die Adolph Samuel Mäas'sche Stiftung, von den Kindern des am 15. September 1889 verstorbenen, durch seine langjährige ersprießliche Thätigkeit als Mitglied des Schulrats um unsere Schule sehr verdienten Herrn Adolph S. Maas, zu dessen ehrendem Gedächtnis mit einem Kapital von Mk. 5000 errichtet, hat den Zweck, rückständige 'Schulgelder befähigter Kinder hiesiger oder fremder, hier wohnender Eltern zu bezahlen. Die Stiftung, welche unter dem 29. Januar 1890 die landesherrliche Genehmigung erhalten hat, wird von dem Schulrat , verwaltet und hat auch in diesem Jahre sich als segensreich bewährt. Sie hat im Laufe des - Jahres folgende Zuwendungen erhalten : Yoh H. L. bei Gelegenheit seiner silbernen Hochzeit Mk. 50, von den J'schen Kindern am 10. August Mk. 50. Von denselben am Todestage des Herrn Adolph S. Maas Mk. 50. An demselben Tage von Frau H. L. Mk. 50, desgleichen von Frau Dr. L. Mk. 50 und von den Herren Heinrich und Julius Maas in Berlin Mk. 100. Von den J'schen Kindern am Todestage ihrer Mutter (9. Dezember) Mk. 50. Wir sagen den Spendern verbindlichsten Dank. 5) Die Joseph Rütten'sohe Stiftung, von dem am 19. Juni 1878 dahier verstorbenen . Verlagsbuchhändler, Herrn Joseph E litten, mit einem Kapital von Mk. 10,000 errichtetT hat den Zweck, die Lehrer unserer Schule, der er, wie es in seinem Testamente heißt, seine Schulbildung verdankte, und an welcher er 18 Jahre im Schulrat thätig war, in ihren Bestrebungen, sich wissenschaftlich und pädagogisch fortzubilden, zu ermuntern und zu unterstützen, und zwar sollen a) die Zinsen in erster Eeihe dazu verwendet werden, einem Lehrer der französischen oder englischen Sprache die Möglichkeit zu gewähren, während der Ferien seinen Aufenthalt in Frankreich oder England zum Zweck von Sprachstudien zu nehmen, b) es können aber in gleicher "Weise auch die Lehrer der naturwissenschaftlichen und historischen Fächer, sowie überhaupt die anderen Lehrer zu ähnlichen Zwecken unterstützt werden; auch Lehrerinnen sind von der Unterstützung nicht ausgeschlossen, c) endlich können auch die Zinsen dazu verwendet werden, einem Lehrer oder gleichzeitig mehreren Lehrern den Besuch' von wissenschaftlichen Wanderversammlungen zu ermöglichen oder auch von Ausstellungen von Lehrmitteln oder von sonstigen Ausstellungen, welche geeignet sind, den Gesichtskreis zu erweitern und den wissenschaftlichen Sinn zu beleben. In diesem Jahre wurden aus den Zinsen der Stiftung zwei Lehrern unserer Schule die Mittel dargeboten, während der Sommerferien in Genf an den an der dortigen Universität . für Lehrer der französischen Sprache eingerichteten Kursen teil zu nehmen.