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Programm · 1890-01-01 · 1890 · p. Seite 25

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Journal
Programm
Volume
1890
Date
1890-01-01
Page
Seite 25 (sequence 24)
Language
German
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— 25 — Der 9. Dezember, der Tag, an welchem ^e. Majestät der Kaiser die Stadt Frankfurt mit Seinem Besuche beehrte, war auch für die Schule ein Festtag; der Unterricht siel aus. Das Maisest wurde in der üblichen Weise durch Ausflüge in den Wald, den Taunus und die Bergstraße gefeiert. Mittwoch den 26. Juni feierte unser Kollege, der Zeichenlehrer Herr Alexander St ix seinen 70. Geburtstag. Der Schulrat begrüßte den Jubilar durch eine Deputation und der stellvertretende Vorsitzende desselben, Herr vr. Cohn, überreichte mit einer herzlichen und ehrenden Ansprache einen kunstvoll gearbeiteten silbernen Pokal als Ehrengabe; die Schüler spendeten Blumen, das Lehrerkollegium aber, zum Teil mit den Frauen und erwachsenen Töchtern, vereinigte sich mit dem Jubilar an dein schulfreien Nachmittage in dem benachbarten Wilhelmsbad zu einem ländlichen Feste, das allen Teilnehmern durch den Frohsinn, der alle belebte, und insbesondere durch die frische und würdevolle Haltung des Jubilars eine schöne Erinnerung bleiben wird. 4. Der Schulrat. Aus dem Schulrate schied am Schluß des Schuljahres 1388/89 Herr Philipp Bonn, an seine Stelle wurde Herr Heinrich Cahn gewühlt und von dein Königlichen Provinzial^Schutkollegium bestätigt; es schied ferner der Delegierte des Ausschusfes der israelitischen Gemeinde, Herr Anton Goldschmidt, und es wurde an dessen Stelle Herr Ferdinand Eduard Schwarzschild delegiert. Der Schulrat bestand demnach im Schuljahr 1889/90 aus den Herren A- Durlacher (Vorsitzender), vr. insä. E. Cohn, Adolph Doctor, Victor Ullmann, Julius Angelheim und Heinrich Cahn, serner aus den Delegierten des Gemeinde-Vorstandes, den Herren I o s ep h Bner, Jgnaz Creizenach, Emil Rosen t ha t und dem Delegierten des Gemeinde-Ausschusses, Herrn Ferdinand Ed. Schwarz schild. Aktuar des Schulrates ist Herr Rechtsanwalt Or. Ernst A u e r b a ch. An dieser Stelle gedenken wir des am 15. September 1889 im 8-3. Lebensjahre hergegangenen Herrn Adolph Samuel Maas. Er gehörte zu den ältesten Schülern unserer Schule, in welche er am 1. Juli 1811 aufgenommen wurde, und hat derselben bis an sein Lebensende die treueste Anhänglichkeit bewahrt und bethütigt. In dem Zeitraum von 1842 bis 1882 war er mit verhältnismäßig kurzen Unterbrechungen amtlich für die Schule thätig. Er gehörte zuerst als Mitglied des Gemeindevorstandes zur Baukommission unseres in den Jahren 1842—45 errichteten Schulhauses und war zuletzt als Delegierter des Gemeinde-Ausschusses in der Baukommission für den zur Erweiterung der Schulräume in den Jahren 1880—1882 errichteten Neubau. Zwischen diesen beiden Epochen liegt seine Thätigkeit als Mitglied und Vorsitzender des Schulrates, dem er mit Unterbrechungen von April 1849 bis April 1872 angehörte, und in welchem er, getragen von Anhänglichkeit und Liebe zu unserer Schule, mit der ihn auszeichnenden Pflichttreue und Arbeitssreudigkeit die ersprießlichste Thätigkeit entfaltete. Herr Adolf S. Maas gehört zu den trefflichen Männern unserer Gemeinde, die sich ein Anrecht auf die dauernde Dankbarkeit unserer Schule erworben haben. Diesem Danke hat der Direktor an der Bahre des Heimgegangnen herzlichen Ausdruck gegeben. „Um das Andenken an ihren Heimgegangenen Vater zu ehren, und dem von demselben stets bethätigten warmen Interesse an der Realschule der israelitischeil Gemeinde gerecht zn werden" haben die 4

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