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Jahresbericht über die Real- u. Volksschule der Israelitischen Gemeinde zu Frankfurt am Main · 1882-01-01 · 1882 · page 7

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Journal
Jahresbericht über die Real- u. Volksschule der Israelitischen Gemeinde zu Frankfurt am Main
Volume
1882
Date
1882-01-01
Page
– (sequence 7)
Language
German
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IRI
…/5282534-3089712--08-3090715
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An diese zurückblickenden Bemerkungen knüpfen wir zwei Mitteilungen, welche für die weitere Entwicklung unserer Stiftung von hervorragender Bedeutung sind. 1. Schon vor längerer Zeit wurde an der Hand der im Laufe der Jahre gemachten Erfahrungen das ursprüngliche Statut der Stiftung einer Revision unterzogen. Auf Grund dieses neuen, im wesentlichen von dem Herrn Justizrat vr. Fuld — dem wir hiermit verbindlichen Dank abstatten — abgefaßten Statutes wurden der Stiftung durch Allerhöchste Cabinets-Ordre vom 9. Februar 1881 die Rechte einer juristischen Person verliehen. 2. Herr vr. S. H. Goldschmidt in Paris, der Bruder des sel. Stifters, hat, wie wir bereits im dem Ostern 1880 erstatteten Bericht angedeutet haben, unserer Stiftung ein Kapital von fünfzigtausend Mark zugewendet. Die landesherrliche Genehmigung dieser Schenkung erfolgte gleichzeitig mit der Anerkennung der Stiftung als juristische Person und die Verwaltung hat nicht unterlassen, dem edlen Spender in einer besonderen Zuschrift gebührenden, herzlichen Dank auszusprechen. Dankend erwähnen wir einer Gabe von einhundert Mark, welche die Hinterbliebenen des sel. Herrn Markus Loewenstein unserer Stiftung am 2. Oktober 1881 haben zukommen lassen. In dem Studienjahre 1881/82 hatte die Stiftung siebenundzwanzig Stipendiaten, darunter drei Gymnasiasten, fünf Zöglinge von Lehrer-Seminarien; von den übrigen studierten: zwei Jurisprudenz in Berlin und Heidelberg, zwei Medizin in Straßburg und Marburg, fünf Mathematik und Naturwissenschaften in Gießen, Berlin, Leipzig und Würzburg, fünf klassische Philologie in Würzburg und Berlin, fünf neuere Sprachen in Marburg, Wien, Göttingen und Berlin. Die von den Stipendiaten eingelieferten Zeugnisse und Studienberichte geben die Gewißheit, daß den Intentionen der Stifwng von ihnen entsprochen wird. Die Verwaltung der Stiftung besteht gegenwärtig aus den Herren: Adolph Maas (Vorsitzender), Albert Ochs (stellvertretender Vorsitzender), Felix Frank, Adolph B. H. Goldschmidt, Direktor Prof. vr. Mommsen, Hirsch Weiller und dem Unterzeichneten. 2. Die David und Emanuel Hochbergsche Stiftung gewährte achtzehn Zöglingen unserer Schule Freiplätze. Aus der Verwaltung ist statutenmäßig Herr Cousul Siegfried Löwenstein geschieden und an seine Stelle ist Herr Anton Horkheimer vom Gemeinde- Ausschüsse deputiert worden. Die Verwaltung besteht demnach aus den Herren: Albert Ochs (Vorsitzender), A. Durlacher, Felix Frank, Otto Höchberg, Anton Horkheimer und dem Unterzeichneten. 3. Die Joseph Rüttensche Stiftung. Der Ertrag dieser Stiftung wurde auf Vorschlag des Direktors von dem Schulrat dem ord. Lehrer Herrn Bornstein zu einer Studienreise nach Paris während der Sommerferien gewahrt. 4. Die Amis Maner Maassche Stiftung hatte in dem Schuljahre 1881/82 im ganzen einundvierzig Stipendiaten; von diesen besuchten: einer die Realschule der israelitischen Gemeinde, drei die Schulen der Religionsgesellschaft, einer die Adkerflychtschule, vier die Ostendschule, drei die Petersschule, fünfundzwanzig besuchten hiesige Volksschulen, zwei Mnge Leute erhielten Beiträge zur Bestreitung der Kosten des Privatunterrichtes, für zwei Knaben wurden Beiträge zu den Kosten des Unterrichts gewährt. Die Verwalwng besteht aus den Herren Jacob Phil. Oppenheimer (Vorsitzender), Hermann St. Goar, W. A. Feist, Felix Frank und dem Unterzeichneten.

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