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Einladungsschrift zu der am ... stattfindenden öffentlichen Prüfung der Real- und Volksschule der Israelitischen Gemeinde zu Frankfurt am Main · 1876-01-01 · 1876 · page 30

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— 29 — Maximilian Schulz. Ich bin geboren zu Lobsens in der Provinz Posen am 23. October 1841. Vorgebildet in der Stadtschule zu Wirsitz, sowie durch Privatunterricht, ging ich behufs Ausbildung zum Lehrerberuf im Jahre 1860 auf das Seminar zu Paradies (Posen). Hier blieb ich bis 1863, zu welcher Zeit ich nach Berlin auf die Kgl. Central-Turn-Anstalt einberufen wurde. Von Berlin nach Beendigung des Cursus zurückgekehrt, wurde ich alsbald zum Militärdienst einberufen. Nach abgeleisteter Dienstzeit vertrat ich Jahre lang einen Lehrer der Stadtschule in Margonin. Im April 1866 wurde ich an's Kgl. Gymnasium zu Gnesen berufen. Hier ertheilte ich Jahre hindurch den gymnastischen Unterricht in sämmtlichen Gymnasialklassen und unterrichtete außerdem in der IV, V, VI und der Gymnasialvorklasse, deren Ordinarius ich war. Außerdem unterrichtete ich auch mehrere Jahre an der höheren Töchterschule zu Gnesen. Michaeli 1872 ward ich als Lehrer und Turnlehrer an die Schulen der Polytechnischen Gesellschaft zu Frankfurt a. M. berufen, am 1. April 1875 trat ich in mein jetziges Amt. Im October 1875 traten die Candidaten des höheren Schulamtes, die Herren Julius Bornstein aus Berlin und vr. Isidor Kracauer aus Breslau zur Ablegung des vorschriftsmäßigen Probejahres ein. Von den bereits früher an der Schule beschäftigten Lehrern wurde Herr Heinemann als außerordentlicher Lehrer angestellt. Herr vr. Philipp son verblieb nach Bollendung seines Probejahres der Schule als wissenschaftlicher Hilfslehrer. Das Lehrercollegium besteht gegenwärtig außer dem Director (nach der Anciennität) aus den Herren: vr. Zirndorfer, vr. Auerbach, vr. Lehmann, Allenberger, Teblee, Müller, Schoenhof, Blum, Schlimbach, vr. Neubürger, vr. Roeder, Kunkel, Stix, vr.Trieber, vr. Epstein, Wertheim, vr. Brüll, Herz, vr. Stern, vr. Steinhard, Heinemann, vr. Mannheimer, Frank, vr. Emil Philippson, Maximilian Schulz, vr. Ferwer, Jacob Scherer, ferner aus den eanä. prod. Julius Bornstein und vr. Kracauer und den Damen: Wolter, Beer, Stern, Schierholz, Meier, Fischer. In dem Lehrplan ist seit Ostern 1875 die Veränderung eingetreten, daß der französische Unterricht in IV und V um je eine Stunde, und zwar auf 7 re8x. 6 Stunden wöchentlich vermehrt, dagegen in VI der Unterricht in Geschichte und Geographie von 4 auf 3 und in V der Schreibunterricht von 3 auf 2 Stunden wöchentlich vermindert worden ist. Seither waren die IV. III. und II. in je 2 Parallelklassen getheilt, mit dem Beginn des Schuljahres konnten auch die über die Normalfrequenz angewachsenen I. und V., endlich mit dem Beginn des Winter-Semesters die VI. getheilt werden, so daß nunmehr die sämmtlichen Klassen der Realschule in je 2 Parallelklassen getheilt sind. Die für den Unterricht und die Disciplin wohlthätigen Folgen dieser Einrichtung sind unverkennbar. Obgleich bei der Aufnahme neuer Schüler mit der größten Vorsicht verfahren wurde und nicht wenige Anmeldungen unberücksichtigt geblieben sind, ist die Frequenz dennoch wiederum gestiegen. Die höchste Frequenz betrug im Sommer-Semester: 865, im Winter-Semester: 847, gegen 840 und 822 im Schuljahre 1874/75. Die Vertheilung auf die Knaben- und Mädchenschule gestaltete sich für die beiden Semester folgendermaßen:

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