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Einladungsschrift zu der am ... stattfindenden öffentlichen Prüfung der Real- und Volksschule der Israelitischen Gemeinde zu Frankfurt am Main · 1876-01-01 · 1876 · page 17

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Journal
Einladungsschrift zu der am ... stattfindenden öffentlichen Prüfung der Real- und Volksschule der Israelitischen Gemeinde zu Frankfurt am Main
Volume
1876
Date
1876-01-01
Page
– (sequence 17)
Language
German
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IRI
…/9643684-3089702--0575-3090379
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— 16 — Wellen der Geschichte davongetragen, denn so sehr sie auch an dem Ererbten und Herkömmlichen festgehalten, so wurden sie doch von den Umwälzungen im Reiche des Geistes, die auch zu ihnen den Weg gefunden, oft gar hart mitgenommen. Kein Feuerstrahl nationaler Begeisterung entrang sich je einem Samaritaner mit solcher Gewalt, daß er alle Herzen traf und zu gemeinsamen Wünschen und ThcZen entflammte. Keine wehmüthige Erinnerung an die Geschichte und die Geschicke der Vorzeit, keine ideale Verherrlichung derselben, weckte in ihnen den Antrieb zu geistiger Verjüngung, die Kraft zu politischer Wiedergeburt. Sie entbehren eines festen innern Haltes, um ein Princip des Fühlens und Handelns aus sich herauszubilden und mit einer gewissen Ueberzeugung festzuhalten und weiter zu tragen. Nur in Inda, welches mit unauslöschlicher Sehnsucht nach seiner Heimath schmachtete, das mit jeder Faser seines Herzens und mit jeder Empfindung seiner Seele an seiner Geschichte hing, konnte ein lebendiger Drang nach drr Wiedererlangung des Verlorenen, nach der Begründung eines festen, für die Zukunft dauernden, von den Bewegungen der Geschichte getragenen und auch in ihnen nicht untergehenden Principes erwachen, und Tausende mit freudigen Hoffnungen, mit edlen Vorsätzen erfüllen. Die Samaritaner haben, weil sie sich selbst nicht als Sekte, sondern als das eigentliche israelitische Volk betrachteten, auch ihre Geschichte mit den ersten in dem Pentateuche vorhandenen Erzählungen begonnen. Ihre Darstellung derselben, erst in späterer Zeit entstanden, durch viele eingewebte Fabeln und bewußte Fälschungen erheblich von der, von den Juden allgemein recipirten abweichend, enthält auch Manches Richtige, das der Beachtung Werth ist. So, um nur ein Beispiel anzuführen, zählen die Samaritaner vom Wegzuge Abrahams aus seinem Heimatslande bis zum Auszuge der Israeliten aus Aegypten 430 Jahre, nach einer in ihrem Pentateuche vom massoretischen Texte vorhandenen Abweichung, wonach sie Exod. 12, 40 für „die Zeit aber, da die Kinder Israel in Aegypten gewohnt haben" „die Zeit aber, da die Kinder Israel und ihre Väter in dem Lande Kanaan und in dem Lande Aegypten gewohnt haben" lesen. Es ist beachtenswerth. daß nicht nur die alexandrinische Pentateuch-Uebersetzung und das Jonathan-Targum mit den Samaritanern hier übereinstimmen, sondern daß sogar der Schrifterklärer Rabbi Nathan, der von dieser anderen Lesart Kunde gehabt haben muß, dieselbe als sehr bedeutungsvoll bezeichnet^). Nach dieser Auffassung dauerte der Aufenthalt Abrahams und seiner Nachkommen in Kanaan zweihundert und fünfzehn Jahre und ebenso lange der Aufenthalt ^) Ich gebe hier die Zusätze im Hebräo-Samaritaner zu Exod. 12, 40 in runden, das Fehlende in eckigen Klammern: -N2W Nlttv PINM MW O'w'^w s^ttH) IM' Iwtt (ONNttl) ^"»w' '22 I^XX.: 'II 5s X«7vixi?<7t5 T)tl»v 'Il7^« X«rt»'x7?s«v 5V?H A^DirrvT) x«t ev?A x«v««v eri? rsr^«xo'<7t« r^«xo'vr«. Targum Ion.: 7'2 p'22 1O'QN2 N'vZ) ttNpw?Q ON'Ott'? 7Q 7')w?'N^M NW 7')N 'V'^QQ IPSN NOI' Gen. r. Sect. 63.: > O'w^w s^N21?P22 s?1X2'» O'1^O2 NW' ILM ^w' '22 tt'N ttNP'vp ttN^l'v Ivtt?M '21 MW

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