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Einladungsschrift zu der am ... stattfindenden öffentlichen Prüfung der Real- und Volksschule der Israelitischen Gemeinde zu Frankfurt am Main · 1873-01-01 · 1873 · page 21

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Journal
Einladungsschrift zu der am ... stattfindenden öffentlichen Prüfung der Real- und Volksschule der Israelitischen Gemeinde zu Frankfurt am Main
Volume
1873
Date
1873-01-01
Page
– (sequence 21)
Language
German
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IRI
…/9643684-3089708--0380-3090181
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— 10 — L. David und Emanuel Hiichverg'sche Stiftung. Diese Stiftung, über deren Begründung wir im vorjährigen Programm berichtet haben, hat durch allerhöchste Verfügung vom 3. September 1872 die landesherrliche Bestätigung erhalten. Ihr Grundkapital von 30,000 fl. ist neuerdings durch eine hochherzige Schenkung wesentlich erhöht worden. Die am 15. Januar c. verstorbene Wittwe des Stifters, Frau Helene Höchberg, geborene Oppenheim, hat in einem vom 15. Mai 1872 datirten Codicill ihres Testamentes Folgendes verfügt: „Ich vermache der für Freistellen von meinem seligen Mann und meinem seligen Schwager an der Real- und Volksschule der hiesigen isr. Gemeinde gegründeten David und Emanuel Höchberg'schen Stiftung zur Vermehrung ihres Kapitals die Summe von fünftausend Gulden, in der Voraussetzung, daß diese Stiftung der Vorschrift meines sel. Mannes gemäß, als eine juristische Person anerkannt sein wird und unter der Bedingung, daß dieses Legat auf deren Namen hypothekarisch angelegt wird." Bis jetzt sind aus den Mitteln der Stiftung 17 Freistellen an unserer Schule geschaffen worden, eine Vermehrung derselben wird sofort eintreten und so der Segen, den die Stiftung dauernd zu schaffen berufen ist, sich weiter verbreiten. — Leider hat die Administration durch den am 27. Mai 1872 erfolgten Tod des Herrn LeopoldHöchberg einen höchst schmerzlichen Verlust erlitten. An seine Stelle ist Herr vr. .juris Schnapper zum Mitglied der Verwaltung gewählt worden, so daß diese gegenwärtig aus den Herren:B. Horkheimer, Adolph Do ctor, Marcus M. Gold schmidt, Jacob Oppenheimer, vr. ^ur. P. Schnapper und dem Unterzeichneten besteht. 0. Louis Mayer MaaslcheMiftung. Durch Statut vom 2. Mai 1872 hat der hiesige Bürger und Rentier Herr Louis Mayer Maas mit einem Grundkapital von fl. 30,000 eine Stiftung begründet, „welche den milden Zweck und die Aufgabe hat, dahier oder in dem Umkreise von vier Stunden lebenden israelitischen jungen Leuten die Wohlthat eines für sie geeigneten Unterrichts zu verschaffen, wenn sie ohne diese Beihülfe desselben völlig oder zum Theile entbehren würden. Demgemäß soll die Stiftung in erster Linie für den Schulunterricht von Knaben und Mädchen durch Gewährung der Schulgelder und der Lehrmittel sorgen, jedoch kann sie auch die Mittel für Ertheilung von Privatunterricht an einzelne junge Leute zur Ergänzung ihrer Ausbildung gewähren." Nachdem diese Stiftung am 15. Juni 1872 die landesherrliche Genehmigung erhalten, hat sie sofort ihre Wirksamkeit begonnen und jetzt schon bestreitet sie das zum Theil recht hohe Schulgeld für 18 arme Schulkinder und gewährt einer Anzahl strebsamer junger Leute die Mittel, die Lücken ihrer mangelhaften Schulbildung in der hiesigen Fortbildungsschule oder durch Privatunterricht zu ergänzen. Zu dem Verwaltungscollegium der Stiftung gehören statutenmäßig ein Mitglied des Schulraths der israelitischen Realschule und deren jeweiliger Direktor. Diesem, der überdies auch nach den Statuten stellvertretender Vorsitzender ist, liegt die Berichterstattung über die eingegangenen Gesuche, sowie die Aufsicht über die Stipendiaten ob; endlich ist es der Wunsch des Stifters, daß diejenigen Stipendiaten, für deren Ausbildung der Besuch einer Realschule zweckmäßig erscheint, wenn irgend thunlich, unsere Schule besuchen. So lehnt sich, wie die B. H. Goldschmidr'sche und die Höchberg'sche, nun auch die Louis Mayer Maas'sche Stiftung an unsere Schule. Es ist aber kein äußeres, willkürlich gewähltes Band, das sie mit uns verbindet, es ist — lediglich in dem Gedanken an die uns Jüngeren daraus erwachsenden Pflichten sprechen wir es aus — es ist der von unserer Schule seit nun bald siebzig Iahren in unserer Gemeinde gepflegte Sinn für humane Bildung in Verbindung mit der hier waltenden Neigung zur Wohlthätigkeit, die in dieser neuen Stiftung wie in den anderen von uns erwähnten Ausdruck und praktische

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