Einladungsschrift zu der am ... stattfindenden öffentlichen Prüfung der Real- und Volksschule der Israelitischen Gemeinde zu Frankfurt am Main
- Journal
- Einladungsschrift zu der am ... stattfindenden öffentlichen Prüfung der Real- und Volksschule der Israelitischen Gemeinde zu Frankfurt am Main
- Volume
- 1873
- Date
- 1873-01-01
- Page
- – (sequence 20)
- Language
- German
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II. Bericht Aber einige mit der Schule in Verbindung stehende Stiftungen. ^. B. H. Goldschmidtlche Stipendienstiftuug. In dem verflossenen Jahre, von April 1872 bis dahin 1873, hatte diese Stiftung sechs Stipendiaten, von denen uns leider einer, ein begabter, hoffnungsvoller junger Mann, ein ehemaliger Schüler unserer Schule, der eben im Begriff war die Universität zu beziehen, um sich dem Studium der Naturwissenschaften zu widmen, durch den Tod entrissen worden ist. Die übrigen sünf besuchen theils das hiesige (> ymnasium, theils die Universität und ihre uns regelmäßig zugehenden Zeugnisse geben uns die Ueberzeugung, daß ihre Unterstützung dem Zwecke der Stiftung entspricht. Mit großer Befriedigung knüpfen wir an diesen Bericht die Mittheilung einer wesentlichen Erweiterung, welche unsere Stiftung im Laufe dieses Jahres erfahren hat. In den sechszehn Iahren, die seit der Begründung der Stiftung verflossen sind, hat es sich Herr B. H. Goldschmidt angelegen sein lassen, durch wiederholte ansehnliche Schenkungen das Grundcapital der Stiftung zu vermehren; neuerdings hat er durch ansehnliche Zuwendungen den Reservefond der Stiftung erhöht. Dies ist ausdrücklich in der Absicht geschehen, um jetzt schon eine Bestimmung der Statuten (Z. 13) Platz greifen zu lassen, nach welcher, sobald der Reserve-Fond die Höhe von fl. 10,000 erreicht haben würde, über Verwendung der Zinsen desselben im Geiste der Stiftung von dem Verwaltungskollegium mit Hinzuziehung des Stifters beschlossen werden solle. Es ist demnach eine Zusatzbestimmung zu denStatuten beschlossen worden, nach welcher die Zinsen dieses Reservefonds als außerordentliche Stipendien zur Unterstützung junger Leute jüdischer Religion, ohne Rücksicht auf deren Heimath, zu verwenden sind, welche sich an einer Universität für dashöhereLehramt vorbereiten oder dem Studium der jüdischen Theologie widmen, wobei diejenigen, welche die Vorlesungen an der Hochschule für die Wissenschaft des Iudenthums zu Berlin als regelmäßige Hörer besuchen, besonders berücksichtigt werden sollen. Schon in diesem Jahre konnte ein solches außerordentliches Stipendium einem jungen Philologen, der noch an der Universität mit den Vorbereitungen zum Examen pro kaeultate äoeenäi beschäftigt ist, gewährt werden. Das Verwaltungscollegium der Stiftung ist dasselbe geblieben; es besteht außer dem Herrn B. H. Goldschmidt aus den Herren: Sigm. Cohn-Speyer, A. Durlach er, I. Königswarter, Sigmund Lion, Gymnasialdirector Professor vr. Mommsen, Hirsch Weiller und dem Unterzeichneten. II