Einladungsschrift zu der am ... stattfindenden öffentlichen Prüfung der Real- und Volksschule der Israelitischen Gemeinde zu Frankfurt am Main
- Journal
- Einladungsschrift zu der am ... stattfindenden öffentlichen Prüfung der Real- und Volksschule der Israelitischen Gemeinde zu Frankfurt am Main
- Volume
- 1872
- Date
- 1872-01-01
- Page
- – (sequence 46)
- Language
- German
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— 47 — schen Substantive von I. Schäfer. G. van Berg's praktischer Lehrgang der englischen Sprache I. Cursus, durchgesehen von L. Herr ig. Englische Schulgrammatik von G. Gurcke: Die wichtigsten Familien des Pflanzenreich von M. Dorner. vr. C. Vogel's Germania. Von unserem Collegen Herrn Blum: eine kleine Sammlung technologischer Gegenstände. Von unserem Collegen Herrn vr. Epstein: Ein Gyrotrop und eine Nachtigall. Von den Schülern Max und Martin Fuld: Ein Modell einer Locomotive, ein Modell eines Morse'schen Telegraphen, eine magnet-elektrische Inductionsmaschine. Von dem Schüler der VI. Klasse Heinrich Fuld-Trau mann: eine Anzahl von Incrustationen. Von dem Schüler der VIl. Klaffe Eugen Selig mann: die Haut einer Riesenschlange. Von dem Schüler der IV. Classe Karl Weinschenk: eine Probe eingewachsenen kalifornischen Goldes. Von dem Schüler der I. Klasse Louis Ochs: 2 geschliffene Achate. Von Herrn Leopold Kopp: eiye Sammlung südamerikanischer Käser und Schmetterlinge. An dieser Stelle erwähnen wir noch zweier dankenswerter Gaben: 1. Der hiesige Kaufmann Herr Johann Jonas Maas schenkte der Schule das von Professor Oppenheim in Oel gemalte, wohlerhaltene Bild des ehemaligen Lehrers an unserer Schule Johlson. 2. Die Herren Gebrüder Bingen aus Genua, ehemalige Schüler unserer Schule, übergaben nns 100 fl. für die G. E. Lessing-Stiftuno/). Für alle diese Zuwendungen sprechen wir im Namen der Schule unfern wärmsten Dank aus. Die Treizenach-Stistnng. Wir müssen diesmal mit Nachdruck die Aufmerksamkeit auf die Cr eizenach-Stiftung lenken welche durch ihre neue Organisation eine erhöhte Wichtigkeit für unsere Schule gewonnen hat und die deshalb von jetzt an mehr noch als bisher der besonderen Beachtung und Theilnahme aller Freunde unserer Schule auf das Eindringlichste empfohlen zu werden verdient. Gründer der Stiftung ist Herr B. H. Goldschmidt. Derselbe überreichte am 2. April 1838, beim Austritt seines ältesten Sohnes aus unserer Schule, dem Oberlehrer Or. Heß mit einem Schreiben, in welchem er sämmtlichen Lehrern der Schule seine Anerkennung und Dankbarkeit aussprach, mehrere Werthpapiere als „Fond zur Begründung der längst beabsichtigten Wittwenkasse." Sein Beispiel fand Nachahmung, der Fond wurde durch Gaben beim Ein- und Austritt von Zöglingen und Geschenke von ehemaligen Schülern und Freunden der Schule vermehrt. Indem man dann an die Berathung der Statuten ging, faßte man neben der Wittwenkasse auch die Gründung einer Hilsskasse für die Lehrer und Lehrerinnen der Anstalt in Fällen der Erkrankung und körperlicher Leiden in's Auge. Kurz vor Beendigung der Statutenberathungen starb am 5. August 1842 vr. Michael Creizenach und auf eine von vr. I. M. Jost am Grabe desselben gegebene Anregung wurde beschlossen, die Stiftung dem Andenken dieses um die Schule so hoch verdienten Lehrers zu widmen. So trat unter dem Namen l) Diese Stiftung, von deren Begründung wir im vorjährigen Programm berichtet und aus deren Zinsen bereits eine Freistelle geschaffen worden ist, hat den Zweck, an unserer Schule Freistellen für arme Kinder ohne Unterschied der Consesston und Heimath zu begründen.