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Die Wahrheit · 1928-12-07 · Heft 49 (7.12.1928) · page 13

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Journal
Die Wahrheit
Volume
1928
Issue
Heft 49 (7.12.1928)
Date
1928-12-07
Page
– (sequence 13)
Language
German
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DIE WAHRHEIT ßllfflfflllil nuiiiJiiiHHiiriiininmTnimftnnTTTrniniiTninniiimnii! Seite 13 BETTFEDERN En gros SPEZIALHAUS en detail Leo Schotten, Wien XIV., Braunhirsehengasse Nr. 21 Telephon R 38-3-83 — Provinzversand — Samstag geschlossen Zentrale: Mattersburg, Burgenland. sen der Wiener Judenschaft und durch die Anwesenheit der hervorragendsten Vertreter der jüdischen Qeisteswelt, unter welcher Dr. H. P. C h a j e s zahlreiche Freunde und Verehrer hatte, einen eindrucksvollen Verlauf nahm. In Vertretung der israelitischen Kultusgemeinde erschien Präsident Univ.-Prof. Dr. Alois Pick mit den beiden Vizepräsidenten Dr. Jakob 0 r n s t e i n und Dr. J. L ö \v enherz und den Vorstandsmitgliedern; für die türkisch israelitische Gemeinde Vizepräsident A. S u s s i n. Nachdem Oberkantor M. M ä t y ä s einen Trauerpsalm zum Vortrage gebracht hatte, hielt Rabbiner Dr. F e u c h t w a n g die Gedenkrede, in der er unter anderem sagte: „Ein Zeuge soll dieser Grabstein sein für die Größe des Mannes, der unter diesem Stttn liegt. Und was auf diesem Denkmal geschrieben steht, enthält in kurzen, kraftvollen und tiefempfundenen Worten das, was Dr. C h a j e s im Leben gelebt, gedacht, gewollt und geleistet hat." Sodann sprach Präsident Professor Dr. A. P i c k und führte aus, daß für Dr. C ha j e s keine Anerkennung zu groß sein könne. Er betonte, daß der Verstorbene jeden Schlag seines Herzens, jede Frucht seines Geistes, jeden Tag seines Lebens dem Wohle des Judentums und der Gemeinschaft sowie dem Gedeihen der Gemeinde voll und ganz gewidmet hatte. Am Schluß der Feier stimmte Oberkantor Mätyäs das „El mole rachamim" an und die Anwesenden gedachten in stiller Trauer und Andacht des großen Toten. * £ Mittwoch, den 5. Dezember, wurde um 6 Uhr abends im Gemeindetempel der Inneren Stadt die erste Jahrz*eit nach dem sei. Oberrabbiner Professor Dr. Hirsch Perez C h a j e s absehalten. Die kantoralen Funktionen versahen die Oberkantoren M at y ä s und F i s c h e r in überaus würdiger Weise. iimiiiiiiiniiiiiiniiiiiiinimiM^^ ■Zugunsten der Sdiflleransspeisang f g an der jüdischen Volks-und Hauptschule, I M Wien IL, Malzgasse 16, veranstalten hervori H ragende Kantoren und Künstler am 9. Dezember d. J., ff | um 8 Uhr abends, im Festsaale des Hotel Continental, § Wien IL, Taborstraße 6, einen | Kantorenabend j §§ Ihre Mitwirkung haben bisher zugesagt: Die Herren § H Oberkantoren Frankel, Margulies, Müller und n §§ Weiß, ferner Herr Oskar B e r e g i und Herr Ernst § s F r i e d I ä n d e r. Karten sind in allen jüdischen Buch- §§ §§ handlungen sowie in der Schülerausspeisung, IL, Malz- §§ H gasse 16, Tel. R 45-4-94, zu haben. H llMiM^ VcnlDscka zu IDcchz -v^tpnt Generalversammlung der Adas Jisroel. Sonntag, den 25. November, fand im Turnsaale der Talmud Thorahschule, Wien IL, Malzgasse 16, die Generalversammlung der Adas Jisroel statt. Nachdem ipan das Minchahgebet verrichtet hatte, eröffnete der Obmann der Adas Jisroel. Herr Siegmund Bondi, die Generalversammlung. Er gedachte der Heimgegangenen Mitglieder, zunächst des Vorstandsmitgliedes Ignatz Back, dessen Liebe und Anhänglichkeit zur Adas Jisroel er rühmte. Er erwähnte ferner den verstorbenen Lehrer Oesterreicher, der durch 30 Jahre hindurch in geradezu idealer Weise seinen Lehrerberuf erfüllte. Er nannte ferner die Namen Adolf F i g d o r, Michael L. F r e istadt, Meschulem Friedmann, Wilhelm Kaufmann, Michael Lazar Löwy, Moritz Löwy, Hermann Pollak, Hermann Schacherl, Isak Schi sc he, Gustav Wesel, die innige Freunde und Weggenossen der Adas Jisroel waren und nach besten Kräften an dem Gedeihen der Adas Jisroel arbeiteten. Allen wird ein ehrendes Angedenken bewahrt werden. Sedann begrüßte der Obmann die erschienenen Gäste. Zunächst die Vertreter der Kultusgemeinde Herrn Dr. Josef T i c h o und Kommerzialrat Bernhard B u c h w a l d. Ferner die Vertreter der verschiedenen Bethausvereine. Herrn Bernhard H o f b a u e r (Lazenhof), Leopold Hirsch (Talmud Thorah), Isidor Frommer (Thorah Ez Chaim), Rudolf K o h n (Achdus Jisroel), Jakob Weiß (Montefiore), Moritz Gang (Adas Jeschurun), Markus Kamm (Zanser Kiaus). David Wcnkcrt (Emes Wescholem), Moritz Nagel (Marpe Lanefesch) und Moritz Felsenburg (Stumpergasse). Ferner begrüßte er Herrn Chefredakteur Hirschfeld und Dr. Pollak als Vertreter der Presse. Zunächst erhielt Herr Pappenheim das Wort. Er setzte in seinen allgemeinen Ausführungen die grundsätzliche Haltung der Adas Jisroel zu den Tagesfragen auseinander. Hierauf erstattet Herr Stern den Bericht über die Kassagebarung. Er erläuterte die angeführten Ziffern und machte auf die notwendige Erweiterung des Budgets aufmerksam. Herr L e i t n e r stellte namens des Vorstandes den Antrag, bei Bestimmung des Jahresbeitrages ebenso vorzugehen, wie im Vorjahre. Namens der Revisoren teilte Herr Siegmund F i gd o r mit, daß die genaueste Ueberprüfung der Bücher und Belege die vollkommene Richtigkeit des Berichtes ergebe und er beantragte die Erteilung des Absolutoriums. Herr Dr. Josef T i c h o brachte den Dank und die Anerkennung der Kultusgemeinde an die Adas Jisroel, die ihren Namen mit Stolz trägt, was besonders in einer Zeit hervorzuheben ist, in der man den Ruhmestitel Israel, Gotteskämpfer, minder einschätzt und hämisch nennt, neben der Bezeichnung Juden. Adas Jisroel und israelitische Kultusgemeinde führen stolz diesen Nanun. Es wurde hier gesagt, die Adas Jisroel hat eigentlich in der Kultusgemeinde nichts zu suchen, die Adas Jisroel will nichts von der Kultusgemeinde, die Kultusgemeinde hat aber von dieser Tätigkeit großen Nutzen. Der Vertreter der Adas Jisroel, Herr Pappenheim, kann mit Recht Führer und Weiser des Vorstandes genannt werden und wird ihm die größte Verehrung entgegengebracht. Herr Kommerzialrat Buchwald spricht seine Freude über du - Zusammenhalten des orthodoxen Judentums aus. Es sprachen noch Herr Frommer und Dr. F r e u d m a n n. Der Obmann dankt Herrn Pappenheim für das glänzende Referat und spricht den Wunsch aus. daß wir noch viele Jahre das Glück haben mögen, unserem verehrten Führer zu folgen. Dem Vertreter der Kultusgemeinde dankt er für die freundlichen Worte. Es wurden gewählt: die Herren Siegmund Bondi. Michael Sternfeld, Salomon Schreiber, Berthcld Stroh, Franz Neumann, Julius S t e i n f e I d, Evnil K r i t z 1 e r, Dr. Isidor Reiniger, Artur Feigelstock für eine sechsjährige Periode und Herr Josef Herzog für eine dreijährige Periode. Zu Revisoren wurden gewählt: die Herren Geza Braun, Siegmund F i g d o r und Artur Sputz. Herr Bondi dankt im Namen der Gewählten und spricht sein tiefstes Bedauern darüber aus, daß Herr Jakob Stern aus dem Vorstande ausscheide. Herr Stern hat in uneigennütziger und vorzüglicher Weise mit besonderer Aufopferung zwanzig Jahre hindurch sein Amt versehen, insbesondere während der schweren Kriegszeiten hat er der Adas Jisroel unschätzbare Dienste geleistet. Herr Bondi erklärte die Sitzung für geschlossen. M,

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