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Die Wahrheit · 1928-05-25 · Heft 21 (25.5.1928) · page 14

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Journal
Die Wahrheit
Volume
1928
Issue
Heft 21 (25.5.1928)
Date
1928-05-25
Page
– (sequence 14)
Language
German
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Seite 14 (UlMiOlltuillM DIE WAHRHEIT Wiens betonte Herr D i e 11, daß der Verstorbene einer der wenigen Fabrikanten gewesen ist, der für die Notwendigkeit gemeinsamer Arbeit der Industrie mit dem Handwerk gekämpft und sich schon dadurch allein bei den über 4000 Tischlern Wiens einen unvergänglichen Namen erworben hat. Die kantorale Funktion versah I. Kantor Leo Funke mit großer Assistenz. — Sonntag, den 21. Mai, wurde Herr Richard Bergmann, der im 72. Lebenjahre nach kurzem Leiden verstorben ist, zu Grabe getragen. Der Verstorbene war langjähriges Vorstandsmitglied des Bethausvorsftandes und der Chewra Kadischa für den XVIII. Bezirk und erfreute sich infolge seiner vorzüglichen Charaktereigenschaften allgemeiner Beliebtheit und Wertschätzung., was auch in der Beteiligung am Leichenbegängnisse zum Ausdruck kam. Es hatten sich u. a. eingefunden: Der Gesamtvorstand des Bethausvorstandes und der Chewra Kadischa für den XVIII. Bezirk, in Vertretung des Präsidiums der israelitischen Kultusgemeinde Sekretär Dn. L. Stern, für den Bethaus vorstand und die Chewra Kadischa I. und IL Vorsteher Siegmund Ernst. Herr Rabbiner Doktor Feuchtwang hielt dem Verstorbenen einen Nachruf und würdigte seine großen Verdiente. Herr Dr. Ign. Winter, der Obmann des Bethausvorstandes und der Chewra Kadischa XVIII., nahm namens der Vorstandskollegen von dem Verstorbenen Abschied. Für den Verein „Bikur Chaulim", IX. Bezirk, sprach Vorstandsmitglied S t a g 1, der auch gleichzeitig die letzten Grüße seiner Heimatstadt S c h a f f a überbrachte. Die kantorale Funktion versah Oberkantor D. Groß. Religionsprofessor Markus A. Landau gestorben. Montag, den 21. Mai d. J., ist der emeritierte Rabbinatsverweser und Religionsprofessor der Gemeinde Wiener-Neustadt nach langem, schweren Leiden im 71. Lebensjahre verschieden. Professor Landau entstammt einer altehrwürdigen Rabbinerfamilie in Polen, die ihren Stammbaum vom berühmten Prager Oberrabbiner, Rabbi Ezechiel Landau („Node Biiehuda"), herleitet. Als junger Mann oblag Landau dem Talmudstudium, besuchte später das Gymnasium in Brody als Privatist und lernte hier seine Gattin, eine Enkelin des Gelehrten Abraham Hirsch Chajcs kennen, mit der er 45 Jahre in glücklicher r VA Tcsllzca hluntg« * a Verblüffend billig solid und fein kaufen Sie Im Sanitätshaus Fischer em ■ Wien, II., Taborstrasse 24 a Tal. R 40-5-95 ■ g Wohlfahrtsanstalten hohe^Rabatte! ■ ■ Damen- und Herrenbedienung! ■ " ' llHIIIIIimillllllllllllllllllll WWWWWWVWf yvwwwwuw i (( ,Jüöisd}e Gartendauuntemeffmung Wien, 13- 'Bez.. THragQigasse Hr. 55 Tel. Hr. tg-f~9o üffernimmt Zempelaussd)müc6ung,; 'Baiion und TIeuanlagen, Vmgestaftungen, Henooterungtn, Tiflzgz von Gärten, Tar6- und Sportanfagen, Gräöeraussdjmü&ung SaMatj und Feiertage WrßeitsruQe! Tirma nimmt DeQrlinge auf' Ehe lebte, bis ihm die fürsorgliche Gattin vor einigen Jahren plötzlich durch den Tod entrissen wurde und der regsame und arbeitsfrohe Mann in völliger Gebrochenheit zurückblieb. Der Verstorbene besuchte das Seminar in Krakau, wirkte dann daselbst als Religionslehrer und gab auch hier die „Krakauer Volkszeitung" heraus als Fortsetzung der von ihm früher redigierten „Brodyer Chronik", der damals einzigen deutschen Zeitung in Galizien. Von Krakau folgte er einem Ruf an die alte mährische Gemeinde Butschowitz, wo vor ihm sein Lehrer Rabbiner Löwenstein gewirkt hatte und nach vierjähriger segensreicher Tätigkeit daselbst berief ihn die Gemeinde Wiener-Neustadt. Unter ihm wurde die neue Synagoge erbaut, der Frauen-Wohltätigkeitsverein begründet und die Gemeinde aus bescheidenen Anfängen zu wachsender Blüte gebracht. Nach mehr als dreißigjährigem Dienst trat er im Jahre 1924 in den Ruhestand. Der Verblichene hinterläßt eine Tochter, die an den Arzt Dr. Wilder in Wiener-Neustadt verheiratet ist und einen Sohn, den Wiener Rechtsanwalt Dr. Heinrich Landau, sowie Enkelkinder. Der bekannte Chief-Rabbi Professor Dr. J. L. Landau in Johannesburg (Süd-Afrika) verliert in dem Verstorbenen einen Bruder. Das Leichenbegängnis fand Dienstag, den 22. d. M., unter großer Beteiligung statt. St. Pölten Am 18. Mai wurde das gewesene Vorstandsmitglied und Finanzreferent unserer Gemeinde, Herr Carl B e r g 1 e r, begraben. In der Zeremonienhalle hielt Herr Rabbiner Dr. Schächter einen Nachruf und würdigte in ergreifender Weise die vortrefflichen Eigenschaften des Dahingeschiedenen. Am Grabe schilderte Vorstandsmitglied Julius K o h n die hervorragenden Verdienste des Toten um unsere Gemeinde und sagte u. a., daß nicht Acmter und Würden, Herkunft und Besitz, sondern Charakter, Bildung und selbstloser Arbeitswille, diese Tugenden eines Mannesden Verewigten geschmückt haben. Die kantorale Funktion versah Herr Oberkantor Zimmerspitz in vorzüglicher Weise. Der Verstorbene war Obmann der Ortsgruppe St. Pölten der „Union deutschösterreichischer Juden". '•VWVWAVWMTOf II Uüi'n hrtus Kftnigslicht Seit vielen Jahren das anerkannt beste M^TIÖW Man achte auf die gas. gasch. Marka «Hyglen. Königslicht* und Name Schulz Fabrik und Büro; Wien XIV., Braunhlrschengasse 3 Telephon 83-1-87 «■■■■■■■■■■■■■■■■■ggiiggiggggggggugpjigj

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