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Die Wahrheit · 1928-01-27 · Heft 4 (27.1.1928) · page 13

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Journal
Die Wahrheit
Volume
1928
Issue
Heft 4 (27.1.1928)
Date
1928-01-27
Page
– (sequence 13)
Language
German
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DIE WAHRHEIT iii«hiiiiiüiiiiiiuim <sejte J3 ist, sondern auch politischer Wegweiser, hat er im Laufe der letzten Jahre häufig bewiesen. Für uns Juden hat das Buch besondere Bedeutung. Denn er ergründet an dem Beispiel Lord Reading, dem Vizekönig, das Problem des englischen Juden. Ei zeigt die Juden in der englischen Geschichte als die gemäßigten Rebellen und zugleich die gesunden Stützen ihres Landes. Er beweist an dem Lebensschicksal Lord Reading s. der früher einmal Rufus Isaacs hieß, die Vorurteilslosigkeit des englischen Volkes gegen die Juden, und er ist auf dieses Beispiel nicht allein angewiesen. Er weist auf D i s r a e 1 i hin und auf Sir Alfred Mond, den großen Industriellen. Er übergeht nicht, daß auch in England gesellschaftliche Hemmungen für den Juden bestehen. Aber er zeigt die Form und die Reserviertheit, in der sie sich äußern. War diese Reserviertheit einmal überwunden, dann war diese Anerkennung „rapid und umfassend''. Die politischen Folgen dieser Gerechtigkeit Englands gegen seine Juden sind' unabsehbar. Kirchner schildert die enge Verwachsenheit des englischen Juden mit seinem Vaterland. „So werden Hunderttausende jüdischer Staatsbürger immer enger ans britische Reich gezogen und so erwirbt sich England den Beifall von Millionen von jüdischen Menschen in allen Ländern." Dr. Norbert Einstein. „Jung-Juda". Zeitschrift für unsere Jugend, Prag II., Stöpanskä ulice 55. Von diieser Zeitschrift haben wir soeben die erste Nummer des 29. Jahrganges zugeschickt bekommen. Es ist wohl zum erstenmal der Fall, daß eine jüdische Jugendzeitschrift der jüdischen Oeffentlichkeit 28 komplette Jahrgänge überreicht hätte, von denen jeder einzelne, eine Fülle jüdischer Werte unserer Jugend vermittelt; dieser Umstand muß jedermann, besonders aber jene Faktoren, die sich die Pflege der jüdischen Jugend zur Aufgabe machen, interessieren. Wenn wir noch den allgemein fühlbaren Mangel an jüdischer Jugendliteratur in Betracht ziehen, so muß dem Bestände dieser Zeitschrift eine besondere Aufmerksamkeit gewidmet werden. Wenn wir ferner bedenken, daß sie ebenso das Religiöse, wie das Traditionelle, das Geschichtliche wie das Nationale im Judentume gleichmäßig pflegt und überdies dem Hebräischen eine besondere Rubrik widmet, so müssen wir anstreben, daß diese Zeitschrift eine möglichst große Verbreitung findet. Sie hat auch kraft ihrer Leistung alle ähnlichen Unternehmungen, und deren war eine ganze Reihe, überdauert, und wenn sie es imstande war, so muß nicht allein die Zähigkeit der Herausgeberschaft bewundert werden, mit welcher sie ihr Ziel verfolgt, sondern ihre besonderen Eigenschaften, die ihr Erscheinen überhaupt möglich machen. Denn ohne Leser und Abonnenten hätte sie keineswegs so lange Jahre bestehen können. In der Vorkriegszeit war sie irr. ehemaligen Oesterreich-Ungarn, besonders aber in Wien, in vielen tausend Exemplaren verbreitet. Es besteht nunmehr kein Hindernis, daß sie wenigstens in Wien wieder festen Fuß faßt und hier eine annähernd so große Anzahl von Abonnenten gewinnt, wie es einstens der Fall war. Der Bezugspreis von S 5.50 fürs ganze Jahr ist übrigens so geringfügig, daß er für alle Faktoren, die hier in Betracht kommen, nicht in die Wagschale fallen kann, und deshalb empfehlen wir den Bezug dieser Zeitschrift aufs wärmste. Die Jüdischen Künstlerspiele (Variete Reklame, IL, Praterstraße 34) veranstalten Mittwoch, den 1. Februar. 148 Uhr abends, aus Anlaß des 50jährigeTi Bühnenjubiläums des Herrn Hermann Weinberg, des Gründers der „Jüdischen Bühne" in Wien, eine Festvorstellung. VonlDockezu IDockc Der Talmudtund im Linzer Landesarchiv. Wie berichtet, ist vor etwa Monatsfrist im Linzer Landesarchiv vom dortigen Rabbiner Dr. V. K u r r e i n ein Handschriftenfund aus dem Talmud gemacht worden, dessen Untersuchung nunmehr ergeben hat, daß das Blatt aus einer Handschrift eines dem achten Jahrhundert angehörigen Uidisch-theologischen Werkes, der sogenannten Scheeltot des R. Acha aus Schabcha in Babylonien, stammt. Vollständige Handschriften dieses Werkes besitzen nur die größten Bibliotheken Europas Der Stadtschulrat für Wien hat mittels Dekretes vom 19. Dezember 1927 Herrn Rabbiner Professor Doktor Moritz Lewin, Wien XIII., zur Kenntnis gebracht, daß derselbe laut Zuschrift des Vorstandes der israelitischen Kultusgemeinde vom 4. Dezember 1927. Z. 8053, als Vertreter des mosaischen Glaubensbekenntnisses im Sinne des § 9 des Schulaufsichtsgesetzes vom 25. Dezember 1904, L.-G.-Bl. Nr. 97, in den Ortsschulrat des XIII. Bezirkes entsendet wurde. Amtsjubiläen. Der verdienstvolle A m t s 1 e i t e r in der Stauereinhebungsstelle der israelitischen Kultusgemeinde, Herr Oskar Mautner, sowie der allgemein geschätzte Verwalter des Spitals der israelitischen Kultusgemeinde, Herr Hugo Weiß, begehen am 1. Februar ihr 30jähriges Amtsjubiläum. Zur Trauung des rräul'ein ür. Marie Kraus mit Herrn Dr. Rene H e i m b e r g haben wir noch nachzutragen, daß im Hause des Herrn Professor Dr. S. Kraus ein Empfang stattgefunden hat, an dem auch das P r ä s i d i u ni der Wiener israelitischen Kultusgemeinde, sämtliche Rabbiner und viele Sanitätshaus Fischer Wien, 13. Bez., Taborstraße Tetephon 40-5-95 .................................. ersucht unsere Redaktion um Mitteilung, daß es durch besondere erstklassige Fabriksverbindunsen, durch das Vermeiden von Regien und durch die vollkommen fachmännische Leitung in der Lage ist. unter Berufung auf JDie Wahrheit" auf die in Ziffern sichtlich gemachten Warenpreise an Funktionäre und Beamte der Israelitischen Kultusgemeinde und Tempelvereine. der jüdischen Frauenvereine, den Bund jüdischer Eltern, kurz allen Wohlfahrtsvereinen nachstehende Rabatte zu gewähren: 10 Prozent bei Bruchbändern. Bauchbinden. Busenhaltern, Bidets. Gummistrümpfen. Gummischläuchen. Hüftenhaltern. Herren- und Frauenschutzmitteln. Hosenträgern. Sockenhaltern. Monatsbinden. Schlüpfern. Suspensorien, elektrische Thermophore usw. 5 Prozent bei Bettüchern. Bettlehnen. Badeschuhen. Schneeschuhen. Galoschen. Turnschuhen. 2 Prozent bei Watta. Verbandartikeln. Verleihung von Heißluitapparaten. Bettlehnen. Jaschke-Pumpen. Waagen usw. Fixangestellte erhalten solideste Zahlungserleichterungen. Bei Anruf — Tel 40-5-95 — werden die Gegenstände zur Auswahl ins Haus gesandt. FEntg.l Bolllnger-Elskasten sind seit 1870 die besten Fabrik: Wien XV„ Staglgasse Nr. 10, Telephon B 38-4-19 Filiale: VII., Burggasse Nr. 17, Telephon B 32-3-80 ■ 5 [ Herren- und Damenkleider I s : S nach Maß sowie fertig lagernd, nur Qualitätsware, billigste Preise. Even- 5 S tuelle langfristige« bis zu einem Jahre währende Zahlungserleichterungen 5 5 Kleider-Erzeugungs-Union, Wien VI., Kaserneng. 6 ■; Telephon 2-15 ■ Sorgfältigste Lieferung in plombierten Säcken von 1 Sack — 50 kg angefangen franko Haus, ebenso in Fuhren und Waggons * JULIUS HABER Kohlen- und KoksgroBhandlung Für Tempel- und Wohlfahrts vereine Ausnahmspreiae Nordbahnrutschen 1 3. Kohlenhof Nr. 372-376 Wien II.. Taborstraße 9 Fernsprecher Nr. 41-0-22

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