Die Wahrheit
- Journal
- Die Wahrheit
- Volume
- 1927
- Issue
- Heft 44 (28.10.1927)
- Date
- 1927-10-28
- Page
- – (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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DIE WAHRHEIT Seite 13 OS Jhcatex, Jiunst u. Mtecatm J>< gC Von Wodke xu Woche ♦»♦»t»»»»«»t»t»>»#«»wttit<M>>tiit«ttiiti>*»wmti»i»*tttwiinwwimii*—»——^ - ^p*' '»Mnniniin<inimiM»iH»w«ww«wiMimiMiMwiiwiw»i.....iimwiwiwmwtWKNt „Fragen des israelitischen Religionsunterrichts." Von Regierungsrat Direktor Dr. Salomon Krenberger. In kurzer Zeit erscheint im Verlage: „Die Wahrheit" diese Schrift des bekannten Pädagogen. Sie ist dem Andenken an Theodor Herzl und Israel Zangwill gewidmet und will die Grundlagen angeben, auf denen unsere Jugend zur sittlichen Vollkommenheit heranzubilden wäre, auf daß sie jederzeit bereit wäre, gleich Herzl und Zangwill ihr Herzblut für Judentum und Judenvolk herzugeben, und daß verhütet werde, Abfall und Verrat in unseren Lager zu finden. Unsere Jugend soll die Freude und der Stolz aller Nationen sein. Mit wissenschaftlicher Begründung strebt der Verfasser diesem hehren Ziele zu. Es ist wohl die erste wissenschaftliche Erörterung dieses Erziehungsproblems durch einen Juden und darum sei die Schrift weitesten Kreisen empfohlen. Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde. In Nummer 1 des „Jüdischen Archivs" wird Seite 3 von „dem Aufhören" der „Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde" Dr. Max Grunwalds gesprochen. Wir sind von zuständiger Seite ermächtigt, zu erklären, daß diese Angabe jeder tatsächlichen Begründung entbehrt und daß der 30. Jahrgang dieser Zeitschrift In den nächsten Tagen bei J. Kaufimann, Frankfurt a. M„ erscheint. Kunstkalender für das Jahr 5688. Der jüdische Kunstkalender, der heuer zum ersten Male erschienen ist und sich zum Ziel gesetzt hat, durch erlesene Bilder die Kunde vom jüdischen Leben, seinem Glauben, seinem Geist und seinen Tätigkeiten in der Vergangenheit und Gegenwart zu verbreiten, ist eine Meisterleistung auf diesem Gebiete. Der vom Verlag (S. Müller. Heidelberg) mit aller Sorgfalt durchgeführte Kunstkalender soll durch den stetigen Anblick seiner Bilder — geschieden nach den Werktagen und Festen — dem Erlebnis des jüdischen Jahres auf seine, Blatt für Blatt bedachte und noch mehr empfundene Weise dienen. Die Schülerausspeisung an der Jüdischen Volks- und Hauptschule mit Oeffentlichkeitsrecht, Wien IL, Malzgasse 16, vertreibt nun diesen Kunstkalender, dessen Bilder mit erläuterndem Text des Wiener Universitätsprofessors für Kunstgeschichte Dr. Max Eisler versehen sind. Die Weiterführung der Schülerausspeisung an der Jüdischen Volks- und Hauptschule, IL, Malzgasse 16, soll durch die Eingänge für diesen Kunstkalender erreicht werden. Im verflossenen Jahre haben hundert arme jüdische Schulkinder mit einem Kostenaufwand von 20.000 Schilling eine kräftige, gesunde Mittagskost erhalten. Wir schließen uns dem Appell der Verwaltung der Schülerausspeisung, diesen Betrag durch Bestellungen des Kalenders aufbringen zu helfen, um so mehr an, als der Kalender tatsächlich eine Zierde für jedes jüdische Haus bildet. Werbet Abonnenten für „Die Wahrheit"! ■ ■ j Herren^ und Damenkleider 1 ■ S nach Maß sowie fertig lagernd, nur Qualitätsware, billigste Preise. Even-; tnelle langfristige, bis zu einem Jahre währende Zahlungserleichterungen S Kleider-Erzeugungs-Union, Wien VI., Kaserneng. 6 Telephon 2-15; 75. Geburtstag. Dr. Alexander L e d e r e r, der allgemein geschätzte Präsident der Pester israelitischen Religionsgemeinde feierte in vollster Rüstigkeit und geistiger Frische vergangenen Samstag seinen 75. Geburtstag. Der Jubilar ist, wie wir wiederholt festzustellen Gelegenheit hatten, einer der prominentesten Führer der Judenschaft und hat sich besonders in den letzten, für das ungarische Judentum so tristen Jahren durch sein eminentes Wissen und sein mannhaftes Eintreten für die bedrohten Rechte seiner Glaubensbrüder hohe Verdienste erworben, die ihn nicht nur in der Pester Religionsgemeinde, sondern auch über deren Rahmen hinaus in der ungarischen Judenschaft besonders beliebt und geschätzt gemacht haben. Zu seinem Jubeltage haben sich sowohl die bewährten Vertreter der ungarischen Judenschaft als auch die Regierung, das ungarische Kultusministerium, der Oberbürgermeister der Stadt Budapest und verschiedene sonstige Behörden und christliche Körperschaften mit überaus herzlichen Glückwünschen eingestellt, in denen der ersprießlichen Tätigkeit des Jubilars in anerkennenden Worten Rechnung getragen wird. Weiters wurden aus diesem Anlasse in den Synagogen der Pester Gemeinde, wie auch in 200 Provinzgemeinden Festgottesdienste veranstaltet. Zahlreiche Freunde des Jubilars spendeten aus diesem freudigen Anlasse große Summen für Wohlfahrtszwecke. Bajs Jakob Schule. Sonntag, den 23. Oktober, fand in den Räumen der Toynbee-Halle die feierliche Eröffnung der ersten Wiener Bajs-Jakob- Schule für den XX. Bezirk statt. Das Bedürfnis nach einer Erziehungsanstalt für die weibliche Jugend dieser Gegend hat sich besonders in den letzten Monaten fühlbar gemacht und so hatte sich zur Eröffnungsfeier ein zahlreiches Publikum aus den Kreisen der Eltern eingefunden. Der Vorsitzende des Kuratoriums, Herr Wolf Pappenheim, begrüßte in herzlichen Worten die Erschienenen, vor allem die anwesenden Vertreter der Kultusgemeinde und wies auf die Bedeutung des Bajs Jakob-Werkes hin, das zur Zeit bereits 100 Schulen im Osten mit elftausend Schülerinnen umfaßt. Nun ist auch in Wien die erste Bajs Jakob-Schule begründet. Herr Rabbiner Flesch erörterte in eindrucksvoller Rede die Stellung der Frau im Leben des jüdischen Volkes. Die Vertreter der Kultusgemeinde, Vizepräsident Dr. O r n s t e i n und Vorsitzender des Unterrichtsausschusses Dr. Josef Ticho. überbrachten die Glückwünsche des Kultusvorstandes und sprachen über die Bedeutung des religiösen Erziehungsideals. Nach ihnen beleuchtete Dr. Deutschländer das Programm der Bajs Jakob-Schule. Reden der Herren Rabbiner Blech und H a 1 p e r n, die einen Appell an die Eltern richteten, das große Werk mit allen Kräften zu fördern, beschlossen die eindrucksvolle Feier. Auszeichnung. Der Bundespräsident hat dem Großkaufmann Simon R e n d i, Inhaber des weltbekannten Tuchhauses S. Rendi in Graz, den Titel eines Kommerzialrates verliehen. Diese wohlverdiente Auszeichnung hat in weiten 4SI Boiiinger-Eisätasfen sind seit 1870 die besten Fabrik: Wien XV., Staglgasse Nr. 10, Telephon 38-4-19 Filiale: VII., Barggasse Nr. 17, Telephon 32-3-80