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Die Wahrheit · 1927-05-20 · Heft 21 (20.5.1927) · page 14

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Journal
Die Wahrheit
Volume
1927
Issue
Heft 21 (20.5.1927)
Date
1927-05-20
Page
– (sequence 14)
Language
German
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Seite 14 MH«M^ DIE WAHRHEIT Von Wodke xu Worte )g Das 50jährige Bestandsjubiläum des Linzer Tempels. Donnerstag, den 26. Mai 1927 feiert die Linzer Kultusgemeinde den 50 jährigen Bestand ihrer Synagoge. Aus diesem Anlasse findet an diesem Tage um V2II Uhr vormittags ein Festgottesdienst statt, der folgendes Programm umfaßt: Ma towoh, Ausheben der Thorarollen (Psalm 24), Gebet vor der Bundeslade, Umgang mit den Thorair ollen (Psalm 150), Einrieben der Thorarollen mit Instrumentalbegleitung, Choral (Psalm 19), Festpredigt, Gebet, Schlußgesang (Jigdal). An den Festgottesdienst schließt sich ein Festbankett an, das um 1 Uhr nachmittags im Bildersaale des Kaufmännischen Vereinshauses stattfindet. Konzert des Oberkantor Margulies. Dienstag, den 5. Mai, fand im Zeremonäensaal der Hofburg ein äußerst gelungenes Konzert des Oberkantors Q. Margulies statt Das reichhaltige Programm gab dem Künstler Gelegenheit, sein vielseitiges Können wie auch seine herrlichen Gesangsqualitäten zu zeigen, insbesondere kamen die italienischen Arien und Romanzen durch des Künstlers meisterhafte Technik besonders zur Geltung. Wenn auch manche extremistisch gehaltene moderne hebräische Lieder für dieses Konzert deplaciert waren, ist dennoch speziell unter den jüdischen Liedern das „Wiegerlied" von Schitomirsky besonders hervorzuheben. Das vom Oberkantor ü. Margulies zum ersten Male veranstaltete selbständige Konzert muß als ein großer moralischer Erfolg gewertet werden und die stürmisch verlangten Drauigaben legten Zeugnis von der Zufriedenheit und dem Beifall de^ zahlreich erschienenen Publikums ab. —r. Pesonalnachricht. Herr Dr. Leo Werdish e i m, Kurarzt in Gleichenberg, hat seine Tätigkeit aufgenommen» Auszeichnung. Der Unterrichtsminister hat dem Konzertpianisteu und Leiter einer Ausbildungsklasse an der Akademie für Musik, Herrn Ludwig Czaczkes, den Titel eines Professors verliehen. 90. Geburtstag. Frau Betti Spiel mann, die durch ihren Wohltätigkeitssinn in der Leopoldstadt sehr beliebt und bekannt ist, federte Sonntag, den 15. Mai 1927, ihren 90. Geburtstag Todesfälle. Dienstag, den 9. Mai, starb nach langem, schweren Leiden Herr Julius Löwy, ehemaliger Beamter der „Union deutsch-östereichischer Juden". Das Leichenbegängnis fand Donnerstag, den 11. d. NL. statt und hatten sich u. a. auch der Präsident der „Union", Herr Dr. Jakob O r n s t e i n, deren Sekretär, Herr Oskar Hirschfeld, sowie das Büropersonal der Vereinigung eingefunden. Rabbiner Dr. J. M. Bach würdigte die großen Vorzüge des Verblichenen, der ein guter Mensch, braver Familienvater und pflichteifriger Beamter gewiesen. Präsident Dr. Jakob Ornstein dankte dem Hingeschiedenen für seine langjährige verdienstvolle Tätigkeit in der „Union", die sein Andenken stets in Ehren hallten werde. Die kantoralen Funktionen versah I. Kantor Leo Funke in besonders ergreifender Weise; er rezitierte auch am offenen Grabe ein feierliches .£1 mole Rachamim" für die „Union". An der Bahre trauern die gramgebeugte Witwe sowie Töchter und Söhne des Verblichenen. — Am 6. Mai verschied nach längerem schweren Leiden Herr Jacques Mayer, Inhaber der „Exzelsior"-Papier- und Druckwerke, im 50. Lebensjahre. Der Verstorbene war langjähriges Mitglied der Freien Vereinigung der österreichischen Papierwaren-Erzeuger, des Nieder österreichischen Gewerbevereines und bekleidete Ehrenstellen in mehreren WohJtätigkeitsvereinen. Aus kleinen Anfängen hatte er sich durch Fleiß und Ausdauer zu einer angesehenen industriellen Stellung emporgearbeitet. Gestützt auf seine in Deutschland und Belgien gemachten Erfahrungen, wirkte Herr Mayer gewissermaßen als Pionier für die Einführung der Maschäienklebung bei der Tütenfabrikation. Die große Zahl der Trauergäste, die dem Verewigten die letzte Ehre erwiesen, gab überzeugenden Beweis für die Sympathien!, deren sich der Verewigte in weiten Kreisen erfreute. Dies betonte auch Herr Rabbiner Dr. M. J. Bach in seiner gehaltvollen Trauerrede, in der er auch davon sprach, wie der Dahingeschiedene Zeit seines Lebens ehrlicher, aufopfernder Arbeit ergeben war. Die kantoralen Funktionen versahen die Herren Oberkantor I. Müller und I. Kantor A. Stift in erhebender Weise. In Vertretung des Leopoldstädter Tempelvereines „Aeschel Awrohom", dessen langjähriges Mitglied der Verstorbene war, erschien Herr Obmannstellvertreter I. S c hö n h e tr z. — Am 9. d. M. ist der Matnikelführ-er i. R. der israelitischen Kultusgemeinde, Herr Michael Brosler. im 71. Lebensjahr verschieden. Das Leichenbegängnis fand Mittwoch, den 11. d. M., 12 Uhr mittags, am Zentralfriedhof, 3. Tor, statt Rabbiner Dr. T a g 1 i c Ii t hielt dem Verblichenen einen herzlichen Nachruf. Der Präsident der israelitischen Kultusgemeinde Prof. Dr. Alois Pick sprach innige Worte im Namen des Vorstandes der israelitischen Kultusgeineindie für seine treuen Dienste. Am offenen Grab sprach im Namen der Beamtenschaft Regieiungsrat Amtsdirektor Dr. Emil Adler Worte des Abschiedes. Jlfifgfieder der „Union"? Werbet neue JITifglieder für die „Union"? ISRAELITISCHE HULTUSGEPIEINDE WIEN Z. 2564 ex 1927 KONKURS Im Spltale der israelitischen Kultusgemeinde Wien, XVIII., Währinger Gürtel Nr. 97, wird ein Focharil als Leiter des Augen-Ambulatoriums bestellt. Nähere Auskünfte bei der Spitalsdirektion. Mit den Persona'dokumenten (Diplom, Geburtsschein, Nachweis der Österreich. Bundesbürgerschaft, Zeugnisse über bisherige fachärztlicbe Tätigken) belegte Gesuche sind an den Vorstand der Israelitischen Kultusgemeinde Wien, i., Seitenstettengasse 4, bis längstens 3*.!<*■«■■ lOSV, TO EJlaar mUitatfs zu richten. Der Vorstand der Wien, 10. Mai 1927 Israel. Kultustfemeinde Wien FLEISCH HAUEREI^ SIEGMUND KORNMEHt WIEN IX., BERGGASSE NB. 19 FiLBALEi XVIII., WAHRINGER STRASSE KR. 97 Telephon Nr. 17-3-99 und 16-9-34 Lieferant für Heilanstalten Abteilung für Koscherfleisch IX., ÜErggassB IS und XVUI., RaliPingepstFBlB 97 unter Aufsicht des ehrar. Rabbinates der Isr. Kulfusgemeinde Wien. Sämtliche Fleischsorten von ausschließlich Prima- Qualität zu den billigsten Marktpreisen

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