Die Wahrheit
- Journal
- Die Wahrheit
- Volume
- 1927
- Issue
- Heft 6 (4.2.1927)
- Date
- 1927-02-04
- Page
- – (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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eine gemütliche Zusammenkunft mit Vorträgen und Tanz. In Anbetracht der edlen Zwecke, denen der Reingewinn aus dieser Veranstaltung zufließt, wird um recht zahlreiches Erscheinen gebeten. Karten zum Regiepreise von S 1.— bei den Vorstandsdamen und in der Redaktion der „Wahrheit" erhältlich. Festgottesdienst. Der Bethausvorstand für den XVIII/XIX. Bezirk und die Chewra Kadischa für den XVIII. Bezirk veranstalten Samstag, den 5. Februar, 8 Uhr 30 vorm., im Gemeindetempel XVIII., Schopenhauerstraße 39, anläßlich des 70. Geburtstages ihres Vorstandsmitgliedes und vierjährigen Schriftführers Herrn Richard Bergmann einen feierlichen Gottesdienst. Barmizwahfeier. Samstag, den 22. Jänner, fand im großen Leopoldstädter Tempel die Konfirmation des Studenten Peter Fried mann, des Sohnes des Herrn Kurt Friedmann und seiner Gattin Johanna, geb. Oppenheim, statt. Der zum ersten Male vor der Thora Erschienene ist ein Enkel des bekannten und in weitesten Kreisen geschätzten Möbelfabrikanten Siegmund Oppenheim und seiner Gattin Regine, einer sehr wohltätigen und seit vielen Jahren im Vorstände Frauenvereines Leopoldstadt Rabbiner Da Max Grunwald hielt an eine eindrucksvolle Ansprache, in der er bewährten Vorbild sedner Eltern und Großeltern nachzueifern. Den Barmizwant sowie seine Eltern und Großeltern wurden nach dem Gottesdienst von den zahlreich erschienenen Freunden und Bekannten herzlichst beglückwünscht. Oberkantor Fischer rezitierte einen feierlichen Segensspruch. Trauung. Montag, den 7. Februar d. J., findet in Breslau die Trauung des Fräulein Rosl Löwit (Albach), Tochter des Präsidenten des österreichischen Kantorenvereines Herrn Oberkantor J. Löwit und seiner Gattin Josef ine, geb. Aibachary, mit Herrn Dr. Fritz Gerstel, Zahnarzt, statt. Silberne Hochzeit Wie wir erfahren, feierte vor kurzem in aller Stille Herr Direktor Karl Ehrenzweig mit seiner Gattin Seraphine, geb. Schraraek, das schöne Fest der silbernen Hochzeit. Wir gratulieren Herrn Dir. Ehrenzweig, dem verdienstvollen Vorstandsmitglied des Tempelvereines „Aeschel Awrohom", und seiner Gattin auf das herzlichste. des Jüdischen wirkenden Dame, den Barmizwanten ihn ermahnte, dem Todesfälle. Am 30. Jänner wurde unter großer Beteiligung die am 27. v. M. im 73. Lebensjahre verstorbene Frau Eva Dicker, geb. Lindner, die Mutter des bekannten Lederhändlers Leopold Dicker, zu Grabe getragen. Die Verstorbene war eine wahrhaft jüdische Frau, die ihr ganzes Leben dem Wohle ihrer Kinder und ihrer Familie gewidmet hatte. Rabbiner Dr. Rosenmann hielt eine zu Herzen gehende Trauerrede, in welcher er die Tugenden der Verewigten würdigte. Er sprach sodann von der Dankbarkeit der Kinder (Herr Dicker und Frau Grünspan), die die Liebe ihrer Mutter dadurch vergalten, daß sie ihr den Lebensabend verschönerten. Die kantorale Punktion versah I.Kantor Leo Funke — Am 11. v. M. ist in B r e s 1 a u Frau Marie K o h n, geb. Stahl, gestorben. An ihrer Bahre trauern gramgebeugt ihre Töchter Frau Olga Rosenthal und Frau Gertrude Just, Gattin des Wiener Weingroßhändlers Theodor Just. Das Leichenbegängnis, das am 14. v. M. stattgefunden hat, gab Zeugnis von der großen. Wertschätzung, deren sich die Verstorbene in weiten Kreisen der Breslauer Bevölkerung erfreute. Der funktionierende Rabbiner hielt einen ergreifenden Nachruf, in welchem er die Verstorbene als musterhafte Gattin, liebevolle Mutter und Großmutter, sowie als Wohltäterin würdigte. St. Pölten. Am 25. d. M. verschied Herr Samuel Mandl, Vorstandstellvertreter der Kultusgemeinde und gewesener Obmann der Chewra Kadischa. Mit dem Dahingeschiedenen verband mich eine jahrzehntelange Freiundschaft und Mitarbeit an dem Werdegang unserer Gemeinde, daher weihe ich dem toten Freunde und Mitarbeiter besondere Worte der Erinnerung. Er erfreute sich allgemeiner Wertschätzung in allen Kreisen der Stadt. Seine menschlichen Eigenschaften waren Geradheit, Offenheit und Charakterfestigkeit. Sein Verdienst lag in der jahrzehntelangen hingebungsvollen Arbeit, seiner religionstreuen Gesinnung und seiner strengen Pflichterfüllung. Arbeit und Gerechtigkeit waren seine Leitsterne, in denen er die Grundpfeiler einer gedeihlichen und gerechten Gemeindeverwaltung erblickte, und so hat er sein Talent und seinen Kenntnisreichturn in den Dienst der Gemeinde gestellt So möge sein Herz in Frieden ruhen, das so treu für seine Gemeinde geschlagen, ich aber gedenke schmerzvoll des Dahingeschiedenen und schließe mit d©m Spruche: Secher Zadik Liwrocho. Das Andenken dieses Gerechten wird ein gesegnetes bleiben. Julius Kohn, Kultusrat Widdig für Kultusslenerpfliditige! Wir erhalten folgende Mitteilung: G. Z. 439/1927. Israelitische Kultusgemeinde Wien. Gemäß § 96 des staatlich genehmigten Statutes besteht für jeden Angehörigen der Kultusgemeinde, welcher ein Vermögen besitzt, einen Erwerb hat oder ein Einkommen bezieht, die Pflicht, sich zur Kultussteuer zu melden. Alle nach der vorstehenden Bestimmung kultussteuerpflichtigen, bisher aber noch nicht der Besteuerung unterzogenen Personen werden hiermit dringend aufgefordert, sich bis längstens 28. Februar 1927 beim Steueramte, I., Seitenstettengasse 2, mündlich oder schriftlich unter Darlegung der Einkommens-, Erwerbs- und Vermögensverhältnisse zu melden. Falls diese Anmeldung termingemäß erfolgt, wird von einer Nachbesteuerung abgesehen; unterbleibt Jedoch die Anmeldung ohne triftigen Grund, dann werden die Steuerpflichtigen für die letzten drei Jahre nachbesteuert werden. Wien, im Jänner 1927. Der Vorstand der Israelitischen Kultusgemeinde Wien. [ Bedeutungsvolle Neuerscheinungen: ■ inuuiuuuniimmniinTiiiiminminiiiHnniiiniiinntrmifflia iiiiitmiiiimiiiiimwimuuiuii wuiwummiuiiii j 0 Jüdische Welt- und Lebensperspektiven [ Abhandlungen über alte und neue Judentumsfragen ■ ii!!>i!ii[iimiiiiiiiiiiiiniiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiii]iniiiiiiiiiiiiiiiiiiii[iiiiiiiiiiiin j 2) rWöi rbby ibd j Aehren und Beeren ■ Homiletische Weckrufe an die zeitgenössische Judenheit j Beide Werke von Oberrabbiner Dr. A. ALTMANN j » in Trier \ ■ Aus den Aeußerungen von Kennern der jüdischen 'Literatur S ■ und der Lage des Judentums der Zeit, die die Manuskripte der 5 ■ beiden Altmann'sehen Werke gelesen: 3 ■ ......von besonderer Aktualität und Wirkungsmöglichkeit." g ■ «--greift eine Reihe fesselnder Problemtypen heraus......... 2 S »Weitesten Kreisen des Judentums, besonders der Jugend, \ : können diese beiden Bücher Wegweiser werden." ■ 5 Preis von Nr. 1) 240 S, broschiert Mk 6.—, eleg. geb. 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