Die Wahrheit
- Journal
- Die Wahrheit
- Volume
- 1929
- Issue
- Heft 37 (13.9.1929)
- Date
- 1929-09-13
- Page
- – (sequence 13)
- Language
- German
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DIE WAHRHEIT Seite 13 agadischen Stoffes für die Geschichte der jüdischen Religion in Betracht kommt. Seine Religiosität stand nicht hoch. Sein Bestreben, den Römern/selbst auf Kosten der historischen Wahrheit, zu gefallen, ist längst bekannt. G. Baur-Fischer-Lenz. Menschliche Erblichkeitslehre, München. 1927, J. F. Lehmann, 18 Mark. Baur schreibt (S. 73): „Es kann nicht scharf genug betont werden, daß das. was einem Volke gemeinsam ist und es als Volk eint, nicht eigentlich die „Rasse", sonäeirn in erster Linie die gemeinsame Sprache und Kultur ist." Fischer konstatiert (S. 91), daß durch Heimatwechsel und andere äußere Umstände, z. B. bei den in Amerika eingewanderten Ostjuden, die Schädelform sich ändert, betont aber das Vorhandensein einer Erbmasse. „Ein unverhältnismäßig großer Teil der berühmten Musiker, schreibt Lenz 539, sind Juden oder Halbjuden." (Bizet war Nichtjude.) „Die musikalische Begabung hängt eng mit der Fähigkeit der Einfühlung in andere Seelen zusammen. Auch die Neigung zu Sinnlichkeit und Grausamkeit, die man dem Vorderasiaten nachsagt, hat wohl etwas damit zu tun. Die seelische Einfühlung ermöglicht es einerseits, fremdes Leid als eigenes mitleidend zu erleben, aber auch, es in wollüstiger Grausamkeit zu genießen. Einen extremen Typus dieser Art hat Shakespeare in seinem Shylock gezeichnet. Anderseits ist das Gebot „Du sollst nicht töten", ein typischer Ausdruck vorderasiatischen Geistes. Der nordische Mensch ist darin naiver." (Bekanntlich hat Shakespeare seinem Publikum zuliebe den Tatbestand der Shylock-Geschichte zu Ungunsten des Juden, der in Wahrheit der Schuldner war. ins Gegenteil verkehrt.) Noch deutlicher als an der körperlichen Erscheinung ist der Jude an seiner seelischen Eigenart zu erkennen. „Ich bilde mir ein, jüdische Literaturerzeugnisse (einschließlich der wissenschaftlichen) an der Art der Gedankenführung und des Ausdruckes der Gedanken erkennen zu können. Die Erfahrung, daß jüdische Autoren sich vorzugsweise gegenseitig zitieren, dürfte hauptsächlich darauf zurückzuführen sein, daß die Gedanken ihrer Stammesgenossen am besten ihrer eigenen Eigenart entsprechen" (S. 557). Lenz selbst zitiert Chamberlain. Sombart, Ford, der bekanntlich längst öffentlich widerrufen hat und — Fritsch. Er weiß nichts von den hünenhaften jüdischen Hafenarbeitern Salonikis, von den jüdischen Schwerhandwerkern Osteurooas, aus denen ein Breitbart gezüchtet wurde, nichts von den jüdischen Bauern in Rußland, dem alten Oesterreich und Südamerika usw. Daß sie von den meisten Berufen durch Gesetz und gesellschaftlichen Boykott ausgesperrt waren, gilt ihm nichts. Sie hätten ja zum Beispiel — sie, die ausgemergelten Pogromopfer — in Amerika Farmer werden können. In Palästina „bat sich die interessante Tatsache ergeben, daß die Siedler meist nicht jüdisch aussahen: *ie rekrutieren sich meistens aus anderen Rassenelementen" (S. 559). Erstaunlich ist es, daß im ganzen Buche nicht auch der Stifter des Christentums ü la Chamberlain für die nordische Rasse reklamiert wird. Die jüdischen Schüler sind begabter, wobei allerdings zu berücksichtigen ist. daß sie früher reifer sind. Trotz Chamberlain ist Spinoza bei Lenz ein Genie, auch Einstein. Aber ..vermutlich" sind sie nicht ..Vorderasiaten, sondern Orientalen. Allerdings könnten die Germanen auch ohne die Juden auskommen, nicht aber die Juden ohne Germanen." (Dann kann freilich nichts aus Palästina werden.) „Und daß die Juden dem .geistigen Leben der Nation' in der Weise ihren Stempel aufdrücken, wie es tatsächlich der Fall ist, ist ein Zustand, über den auch aufrichtige Juden sich nicht freuen können" (S. 565). Diese Zitate genügen. Das Urteil über den wissenschaftlichen Ernst, der aus ihnen spricht, kann man getrost dem Leser überlassen. Günstige Gelegenheit für Kongreßteilnehmer der Agudas-Jisroel! 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Taglicht; Ferner: Mitwirkung des Judischen Gesangvereines unter Leitung des Herrn Prof. A. Dzimitrofsky. Anmeldungen wegen Einladungen an das Sekretariat der ..Union ' erbeten. Sauberes, Uchtes Kabinett in ruhigem Haus, an anständigen Herrn in vermieten