Die Wahrheit
- Journal
- Die Wahrheit
- Volume
- 1929
- Issue
- Heft 36 (6.9.1929)
- Date
- 1929-09-06
- Page
- – (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 14 inonuHänBftnfHinaunHra nnnuiimiinfluiuiiuiiiin DIE WAHRHEIT Skizzenbuche W. Rathenaus und andere Abbildungen erhöhen den Wert des ersten Heftes. Von anderen Beiträgen seien erwähnt: .Willy Mansbach, „Palästina" (Reiseeindrücke). M. Joffe, „Sigmund Freud, Die Erschließung der Seele" und Erich H. Altendorf, „Von der Wollust bis zur Weisheit — des Essens". Die trefflichen „Aphorismen" von Oskar Grün werden einen großen Leserkreis finden; sie verdienen weiteste Verbreitung. Ein Beitrag von Ismar Freund „Fünf Jahre fiakoah", ebenso die „Offiziellen Mitteilungen" des S. C. Hakoah Berlin e. V. werden in jüdischen Sportkreisen viel Interesse finden. Die „Bücherecke" ist vorzüglich redigiert Hingegen hätte der als heitere Ecke gedachte Beitrag von Herrn Paul Morgan: „Böhmische Bäder" in einer ernsten jüdischen Zeitschrift füglich wegbleiben können. Die neue Zeitschrift „Das Jüdische Magazin" führt sich sonst sehr gut ein und sei wärmstens empfohlen. Preis pro Heft RM 1. Zu beziehen durch alle Buchhandlungen und den Verlag Berlin SO. 16, Melchiorstraße 23. Jac Obermayer, Die Landschaft Babylonien im Zeitalter des Talmuds und des Gaonats, Frankfurt 1929, J. Kauffmann. Der Verfasser, der von 1884 bis 1915 als Lehrer an der Wiener Lehranstalt für orientalische Sprachen wirkte und seit 1920 als Privatmann in Berlin lebt, veröffentlicht hier Früchte von Studien, die er bereits in seiner Kindheit begonnen hat. Schon die Anfänge seiner Erziehung legten den Grund zu einer Kenntnis des Talmuds, die er später in Bagdad vertiefte. Eine glückliche Fügung, die ihm im Lande des babylonischen Talmuds eingehende geographische und archäologische Forschungen ermöglichte, ließ ihn das reiche Material sammeln, das er uns nun in einer vortrefflichen Bearbeitung darbietet. Unübersehbar sind die belangreichen Ergebnisse, die mit vielen eingebürgerten Irrtümern aufräumen und zum ersten Male eine sachgemäße Darstellung des auch für den Geographen wichtigen Gegenstandes liefern. Brauer Tb. Der moderne deutsche Sozialismus (Freiburg i. B. 1928, Herder, 10 Mark). Diesem Buche sieht man sofort an, daß es aus öffentlicher Lehrtätigkeit hervorgegangen ist. Wie muß sich noch heute der Student, selbst wenn er Kant, Cohen und andere harte Nüsse geknackt hat, mit „Kapital und Arbeit" abquälen, so ihm nicht ein solcher Mentor zur Verfügung steht Und ebenso sachlich und übersichtlich wie der Marxismus steht hier die Entwicklung seit Marx vor uns. Den Schluß bildet die wohlbegründete Aufforderung, nicht nur zur Abwehr des Sozialismus, sondern um der Rettung von Naturrechten willen, der Entwicklung der Familie, des Privateigentums und des Berufes Aufmerksamkeit und tätige Sorgfalt zuzuwenden. Besonders wer im öffentlichen Leben steht, wird das Buch mit Nutzen Jasen. IhilDxhezulDxke Jüdisch-Theologisches Seminar Fraenckelsche Stiftungen Breslau. Wir lenken die Aufmerksamkeit unserer Leser auf die auf Seite 7 befindliche Anzeige betreffend das 75jährige Jubiläum des Breslauer jüdisch-theologischen Seminars. Da wir wohl mit Recht annehmen, daß auch in Oesterreich viele Interessenten für diese Feier vorhanden sind, wird hiermit auf das Ersuchen des Kuratoriums besonders aufmerksam gemacht. Anschriften demselben baldigst mitzuteilen. Doppeljubiläum. Exporteur Victor Nathansohn begeht in diesem Monat mit seiner Gattin die goldene Hochzeit, außerdem sein 50jähriges Berufsjubiläum. Wir gratulieren herzlichst. Schulbeginn. Die Leitung der Bibelschule des Leopoldstädter Tempelvereines „Aeschel Awrohom". Wien DL. Pazmanitengasse 6. teilt uns mit. daß die Einschreibungen für das Schuljahr 1929/30 an der Bibelschule sowohl für Knaben als auch für Mädchen am Sonntag, den 8. September, von 10 bis 12 Uhr vormittags. Montag, den 9. September, von 2 bis 4 Uhr nachmittags und Dienstag, den 10. September, von 2 bis 4 Uhr nachmittags stattfinden werden. Der regelmäßige Unterricht beginnt am Mittwoch, den 11. September, um 2 Uhr nachmittags. Die d. t Eltern werden aufmerksam gemacht, die Einschreibungstermine pünktlich einzuhalten, da spätere Anmeldungen nur in besonders berücksichtigungswürdigen Fällen entgegengenommen werden. Todesfall. Freitag, den 30. August, ist in K1 a g e n f u r t der langjährige Präses der dortigen Kultusgemeinde, Herr Max S t ö ß I, im 71. Lebensjahre verstorben. Der Verblichene war auch Ehrenpräses der „Ctiewra K a d i s c h a" und des israelitischen Frauenwohltätigkeits Vereines Klagenfurt, sowie Ehrenmitglied verschiedener Wohlfahrtsvereine. Wegen seiner hervorragenden Charaktereigenschaften und der Liebenswürdigkeit seines lauteren Wesens erfreute er sich allgemein der größten Wertschätzung und Beliebtheit. Erst im März dieses Jahres wurde ihm das Goldene Ehrenzeichen der österreichischen Republik in Anerkennung seiner hervorragenden Verdienste um die Interessen des Kultus- und Gemeindewesens in Kärnten verliehen. Die israelitische Kultusgemeinde in Klagenfurt hat der hervorragend umsichtigen Leitung ihres verblichenen Präses viel zu verdanken, der sie auf ein so Achtung gebietendes Niveau gebracht. Das Leichenbegängnis fand Sonntag, den 1. September, auf dem israelitischen Friedhofe in St. Ruprecht bei Klagenfurt unter allgemeiner Beteiligung der Klagenfurter Judenschaft statt. mn mjgicnisdies KOnigsücht Seit vielen Jahren das anerkannt beste KD^-fTÖtM Man achte auf die ges. gesch. Marke »Hygien. Königslicht' und Name Schulz Fabrik und Büro- Wien XIV., Braunhirschengasse 3 Telephon R 33-1-87 Den allgemeinen Wünschen des konsumierenden Publikums Rechnung tragend, bringe ich unter der Bezeichnung „Hygienisches Königslicht" Nummer 2 ein kleines Jahrzeitlicht in den Verkehr, das garantiert 24 Stunden brennt und sich im Preise bedeutend billiger stellt als das bisherige Nummer 1. Bei dieser Gelegenheit wird vor Fälschungen und Nachahmungen meines Produktes gewarnt. Emanuel Schulz. Qfl