Die Wahrheit
- Journal
- Die Wahrheit
- Volume
- 1929
- Issue
- Heft 35 (30.8.1929)
- Date
- 1929-08-30
- Page
- – (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 96% known words query
- IRI
…/3062972-3064197-3064231--17433-3087556- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Seite 14 DIE WAHRHEIT J%m,V%JteZu1Docke Die israelitische Kultusgemeinde und die Chewra Kadischa in Nikolsburg veranstalteten am Sonntag, den 18. August 1929 am Grabe des Oberlandesrabbiners von Mähren, Rabbi Mordechai Benet, eine Feier, da sich am 19. August I. J. zum 100. Male der Tag jährte, an dem dieser große Mann in Karlsbad gestorben ist. Zu dieser Totenfeier hatten sich sehr viele ausländische Gäste, insbesondere eine sehr starke, zirka 150 Mann zählende Vertretung der Aguda Jisroel eingefunden. Selbstverständlich waren, wie alljährlich, am Jahrzeittage dieses großen Mannes in Israel die Nachfahren desselben in Nikolsburg erschienen. Der Vorsteher der israelitischen Kultusgemeinde Nikolsburg, Herr Viktor Spitzer, begrüßte in einer warm gehaltenen Ansprache die erschienenen Gäste, zu denen u. a. Herr Reg.-Rat Dr. Emil Adler als Vertreter der Wiener Kultusgemeinde gehörte, auf das herzlichste. Sodann würdigte Herr Dr. Alfred Willmann als Rabbiner der Nikolsburger Gemeinde in einer formvollendeten Rede das Leben und Schaffen Mordechai Benets und entwarf ein herrliches Bild der Charaktereigenschaften dieses großen Mannes. Herr Oberrabbiner Dr. Löwy aus V, «bÄ* "* "4 auf die Vergangenheit, das Verständnis für die Ideale des Judentums möge alle Nikolsburger belehren, daß die Erhaltung der jüdischen Kulturdenkmäler, die Fortpflanzung echt jüdischen Geistes in den Herzen der Kinder eine Ehrenpflicht jedes Juden bedeute. Rabbinerjubiläum. Am 1. September sind es fünf Jahre, seitdem Dr. Artnr P o s n e r Rabbiner der Israelitischen Gemeinde Kiel ist. Es ist ihm in dieser Zeit gelungen, den Kultus, die Schule, das geistige Leben und das Ansehen der Gemeinde außerordentlich zu heben. Er ist auch literarisch hervorgetreten und ist Mitarbeiter jüdischer Zeitungen des In- und Auslandes. Auch bei unserem Blatte ist Herr Rabbiner Dr. Artur P o s n e r ein geschätzter Mitarbeiter und wir freuen uns deshalb der Erfolge, die er in seinem nunmehr fünfjährigen Wirken verzeichnet. Todesfälle. Am 24. d. M. verschied nach kurzem Leiden Herr Hermann Ehrenfeld, langjähriges Vorstandsmitglied des Tempelvereines „A e s c h e 1 Awrohora" im 76. Leüggicnisdies KönifislkM Seit vielen Jahren das anerkannt beste J$&arcn$ Hfcf*4>ict,~.,, .* *f%* > ' £ ^f^f':^l-^r:-- ' & -i *&7~^~azr f . —'TTj^rro^nn^^^Tftaajpwp :tp ms. ^«q^^^f^^^ Brünn gedachte ebenfalls in warmen Worten der Leistungen Rabbi Mordechai Benets für das mährische Judentum. Namens der Aguda sprach der Oberrabbiner aus Galanta, welcher mit seinen, von Herzen kommenden und zu Herzen gehenden Worten alle Anwesenden begeisterte. Er verstand es, durch eine reiche Fülle von Bibel- und Talmudzitaten alle Zuhörer in seinen Bann zu ziehen, und es gab keinen unter den Anwesenden, in dem diese, von wahrhaft jüdischem Sinn und von jüdischer Begeisterung getragene Rede nicht einen tiefen Widerhall gefunden hätte. Nach ihm sprachen noch zwei Ururenkel Rabbi Mordechai Benets und mehrere Rabbiner von mährischen Judengemeinden. Das Leben und Treiben, das an diesem Tage in den Straßen der altehrwürdigen Stadt Nikolsburg herrschte, glich wohl sehr dem Bilde, das die Stadt in jener Zeit geboten haben mochte, als sie als Zentrum jüdischen Wissens und jüdischer Kultur die prominenteste Gemeinde Mährens bildete. Es ist der Wunsch aller jener Juden, die mit ganzem Herzen an unserem Judentum hängen und mit voller Begeisterung für die Ideen des Judentums eintreten, daß der tiefe Nachhall, den diese Feier im Herzen aller Anwesenden hinterließ. Früchte tragen möge. Der Stolz Irzii M^TIbW Man achte auf die ges. gesch. Marke ,Hygien. Königslicht' und Name Schulz Fabrik und Büro- Wien XIV., Braunhirschengass« 3 Telephon P 33-1-87 Den allgemeinen Wünschen des konsumierenden Publikums Rechnung tragend, bringe ich unter der Bezeichnung „Hygienisches Königslicht" Nummer 2 ein kleines Jahrzeitlicht in den Verkehr, das garantiert 24 Stunden brennt und sich im Preise bedeutend billiger stellt als das bisherige Nummer 1. Bei dieser Gelegenheit wird vor Fälschungen und Nachahmungen meines Produktes gewarnt. Emanuel Schulz.