Die Wahrheit
- Journal
- Die Wahrheit
- Volume
- 1929
- Issue
- Heft 28 (12.7.1929)
- Date
- 1929-07-12
- Page
- – (sequence 14)
- Language
- German
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Seite 14 DIE WAHRHEIT KONKURS Für eia kleines Altersversorgungshails In Italien wird ein VERWALTER gesucht, dessen Frau imstande ist, die Küche für 12 Personen zu führen. Geboten wird treie Verköstignng, WohnuDg-, Beheizung und Beleuchtung, sowie ein Monatshonorar von Lire 150. Bewerber die auch die Tempeldienerstelle bei der Gemeinde üben ehmen und elementaren Religionsunterricht erteilen können, erhalten ein weiteres Fixum. Streng religiöse Bewerber wollen ihre Gesuche unter Angabe von Referenzen und des Familienstandes bis zum 20. Juli überreichen. Innsbruck, am 7. Juli 1929. Landesrtbbiner Dr. Link. Juden", deren treues Vorstandsmitglied Paul Schwarzstein ist. Seine geistreiche Rede machte auf die Anwesenden besonderen Eindruck. Es brachten sodann die Herren Doktor Rosenbaum (Gewerbeverein), Kommerzialrat E. Stöß 1 er (Union). Dr. Birnbaum (Gewerbevereln). Redakteur L. Hirschfeld, Reg.-Rat Dr. Lenk (Union). Doktor E. Feldsberg (Union). Obmann E. Hof mann (Montefiore) mit großem Beifall aufgenommene Toaste aus. Herr Rudolf F r e i w i r t h, Mitbesitzer des Cafe" Arkaden, rühmte besonders die treffliche Unterstützung. d% der Jubilar in all seinem zielbewußten Schaffen durch seine Gattin gefunden und schloß mit dem Wunsche, daß es dem trefflichen Paare noch lange gegönnt sein möge, ebenso ersprießlich wie bisher zum Wohle der Notleidenden zu wirken. Tief gerührt dankte der Jubilar für die ihm zuteil gewordenen Ehrungen und benützte den schönen Anlaß, für hochherzige Spenden an verschiedene Wohltätigkeitsvereine. Todesfall Am 7. d. M. verschied in Budapest FTau Rosalie Hirschfeld, geb. Spitzer. Das Leichenbegängnis fand unter überaus starker Beteiligung Dienstag, den 9. d. M. statt. Die Funktionen versahen Oberrabbiner Dr. Hevesy und Oberkantor Linetzki. In der Dahingeschiedenen betrauert die Familie unseres Chefredakteurs die edle Mutter und Großmutter, die die Güte selbst war und der als wahrhaft frommen Frau, als Esches Chajil, alle, die sie kannten, ein ewiges Gedenken bewahren werden. Trauerfeier. Montag, den 1. Juli 1. J., veranstaltete der Vorstand des Tenipelvereines für die Bezirke Wieden-Margareten gemeinsam mit dem Vorstande des Frauenwohltätigkeitsvereines für die Bezirke Wieden-Margareten im Gotteshause, V., Siebenbrunnengasse 1 a, eine Trauerfeier für ihren verewigten, unvergeßlichen Ehrenpräsidenten und Obmann, bzw. Ehrenmitglied, Herrn Adolf H o f m a n n s. A., zu der sich eine überaus zahlreiche Trauergemeinde eingefunden hatte. Unter den Anwesenden bemerkte man den Präsidenten der Kultusgemeijide Prot Dr. Alois Pick, den Obmann des Verbandes der vereinigten Tempelvereine Börsenrat Ignatz Glück, den Gesamtvorstand des Tempelvereines Wieden- Margareten unter der Führung ihres Obmann-Stellvertreters Max Spitzer, den Gesamtvorstand des Frauenwohltätigkeitsvereihes für die Bezirke Wieden-Margareten mit der Vizepräsidentin Frau Alice Fischer an der Spitze, mehrere Abordnungen von Tempel- und Bethausvereinen, Bezirkskommission IV, V, X, Kantoren und Kultusbeamte, die Witwe des Verblichenen Frau Karoline Hof mann und deren engere Familienangehörigen. Nach dem von Erstem Kantor Alois Ehrettthai verrichteten Minchagebet rezitierte Oberkantor J. K a t z Adaunoi mo odom. Hierauf hielt Sr. Ehrw. Rabbiner Dr. M. G. Mehrer eine vom Herzen kommende und zu aller Herzen gehende Gedenkrede, in der er ein herrliches ßüd der hervorragenden Persönlichkeit des Heimgegangenen entwarf. Sein ganzes Leben war ausgefüllt mit gottgefälligen Taten für jüdische Institutionen. Durch beispiellosen Aufwand an Energie und persönlichen Opfern sammelte er Stein um Stein und baute unter den schwierigsten Verhältnissen dieses Gotteshaus, für dessen Erhaltung er bis zu seinem letzten Atemzug sorgte. Dr. Mehrer schloß mit den Worten, daß nicht an ein Abschiednehmen gedacht ist. sondern daß die Gemeinde in dem Geiste Adolf Hofmanns, dessen Programm „Scbulom" (Friede) gewesen, weiter geführt werden soll und sein Gedenken stets ein Gesegnetes bleiben wird. Oberkantor J. Katz rezitierte hierauf besonders eindrucksvoll das Scliiwisi und El mole rachamim und verrichtete schließlich das Maariw-Gebet mit gewohnter Meisterschaft „Union deutscnösterrelchischer Juden." Der für Donnerstag, den 4. d. M., angesetzte Vortrag des Herrn Reg.-Rat Dr. Max Lenk mußte wegen des Wirbelsturmes an diesem Abend abgesagt werden. Die 3. Praterzusammenkunft der „Union" findet Donnerstag, den 18. Juli, 8 Uhr abends, im I. Kaffeehaus (fiauptallee) statt. Mendelssohn-Feier der jüdischen Gemeinde Eerlin. Wie wir erfahren, ist von der Jüdischen Gemeinde /u Berlin die große öffentliche Mendelssohn-Kundgebung, welche die Gemeinde in Gemeinschaft mit der Akademie für die Wissenschaft des Judentums und der Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaft des Judentums veranstaltet, auf Sonntag, den 8. September vormittags 11 Ys Uhr, testgesetzt worden. Von verschiedenen Seiten war eine Verlegung dieser Feier auf einen anderen Tag angeregt worden, am Kollisionen mit der Feier in Dessau zu vermeiden. Dte ßetnühuugen der Jüdischen Gemeinde in dieser Richtung blieben jedoch ohne . Erfolg. Die Feier findet in der Singakademie unter Mitwirkung des Berliner Philharmonischen Orchesters (Leitung Dr. Heinz Unger) statt Die Festrede hält Herr Rabbiner Dr. B a e c k. Bisher haben sich von den eingeladenen Ehrengästen der Reichsinnenminister Herr S e v e r i n g und der Oberbürgermeister Herr B ö ß bereit erklärt, Anspraciiea zu halten. Der Anregung der Israelitischen Kultasgemeiide .Dessau folgend, wird die von der jüdischen Gemeinde und der Preußischen Staatsbibliothek veranstaltete Mendelssohn-Ausstellung erst am Montag, den 16. September, gemeinsam eröffnet werden. Dadurch ist die Möglichkeit geschahen, daß die gesamten Leihgaben, welche in der ßerHner Ausstellung gezeigt werden, eine ganze Woche hindurch auch in Dessau zur Ausstellung gelangen. Prag. Anv Sonntag, den 23. Juni d. J. fand unter zahlreicher Beteiligung aller jüdischen Korporationen, die feierliche Grundsteinlegung des neuen Traktes des jüdischen Vereinshauses ,J3etb Haara" statt. Nacbdehi der Vorsitzende die erschienenen Gäste feierlichst begrüßt hatte, sang Oberkantor Strauß mit schöner Stimme mit Harmoniumbegleitung einen Psalm, worauf Rabbiner Prof. Dr. Sicher die Festrede hielt Nach Vollzug der üblichen Hammerschläge und Versenkung der Pergamentrolle in den Grundstein endete die Feier unter den Klängen der Hatikwah. Jüdische Kriegsgefallene in Italien. Die israelitische Kultusgemeinde Gorizia In Hallen hat sich bereit erklärt, Kriegsgeiallene, die in der nächsten Umgebung von Gorizia begraben sind, auf Kosten der Gemeinde auf dem jüdischen Friedhof Gorizia begraben zu lassen. Angehörige von Kriegsgefallenen werden gebeten, sich unter genauer Angabe von Daten bei der Kultusgemeinde zu melden. TREFFPUNKT AI. CAFEHAUS _ , . . „ „ . _ BERATER CHA1IPYAUEE} der vornehmen judischen Gesellschaft Besitzer: Edelstem & Nato*«. ErsiKlasstge Bedienung