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Die Wahrheit · 1929-06-28 · Heft 26 (28.6.1929) · page 13

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Journal
Die Wahrheit
Volume
1929
Issue
Heft 26 (28.6.1929)
Date
1929-06-28
Page
– (sequence 13)
Language
German
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DIE WAHRHEIT Seite 13 UmWochezu IDxke Das Programm der Kenessio Gedaulo. Die zweite Kenessio Gedaulo (Weltkongreß der Agudas Jisroel) findet vom 5. bis 12. Elul 5689 (10. bis 17. September 1929) in den Sophtensälen zu Wien statt. Die Tagesordnung ist vorläufig wie folgt in Aussicht genommen: a) Thora: Referat über Stand und Entwicklung des religiösen Lebens m der Kulturmenschhieit im allgemeinen und innerhalb des jüdischen Volkes im besonderen. Referate über den Stand der Thorapflege und des religiösen Erziehungswesens im Kreise der Judenheit, Erziehungskonferenz der rabbmiseben und pädagogischen Leiter von Chinuch-Institutionen. Hieran anschließend Beschlußfassung über die Weiterentwicklung der einschlägigen Aguda-Institutionen und die Gründung neuer; b) Organisations-, Verfassungs- und Finanzfragen; c) Erez Israel: Die Agency: die politischen, ökonomischen und kulturellen Aufgaben in Erez Israel; d) Sabbat und religiöses Leben: Das Problem der Versicherung gegen Arbeitslosigkeit, Probleme des Familienlebens; e) Oekonomische und soziale Fragen: Nutzbarmachung des Versicherungsgedankens für das Jeschiwah-Studium und für die Töchterversorgung, bzw- Frühehe. Agudistischc Zentralbank; f) Politische Fragen: Rechtsstellung der Juden. Parlamentarismus, Gemeindepolitik: v) Neuwahlen. Im Rahmen der zweiten Kenessio Ged'aulo findet eine Sondertagung aller Keren Hathora-Landesverwaltungen statt, ferner eine ErziehungskonfieTenz mit den Leitern der mit der Keren Hathora verbundenen Erziehungsanstalten. Jahrzeitfeier. Am 19. d. M. fand im Pazmanitentemn'el in Anwesenheit des Gesamtvorstandes und zahlreicher Tempelbesucher eine Gedächtnisfeier anläßlich des ersten Jahrzeittages für den verstorbenen Rabbiner Dr. Salomon F u n k s. A. statt. Unter dien Erschienenen bemerkte man den Vizepräs, der Kultusgemeinde Dr. Josef Löwenlierz. die Kultnsrp> Pör^rirot .1 n 1 ück. D. Dotian. Kom.-Rat Markus, die Rabbiner Dr. Baue r. Dr. Melirer. Dr. Schwarz, Vertreter efes Misrachi und verschiedener Temnelvereine. Nach' dem von Oberkantor J. L. Müller meisterhaft vorgetragenen Psalm 49, welcher vom T-emnelchor vorzüglich bereitet wurde, hielt Rabb. Prof. Dr. Jul. M. Bach eine tiefer^reifende Gedenkrede, in welcher er die hervorragenden Eigenschaften des Verstorbenen als Mitglied des Rabbinatskollegiums der Knltuseremeindc wie auch in seiner Gemeinde sehr treffend schild^'-fe. Hierauf rezitierte in gewohnt gefühlvoller Weise Oberkantor Müller das El Mole Pachamim. — Ar»-? 20. d. M. versammelten sich am Grabe des verstorbenen Rabbiners Dr. Salomon Funk der Vorstand und die Beamtenschaft des Tempelvereines Aeschel Awrohom unter Führung dos Obmannes Oskar Schramek, die Familie des Verstorbenen, wie auch viele Verelnsmitglieder. Vorsteher S. L e e nmann gedachte im Narrten des Vorstandes mit dankbarer Verehrung der ersprießlichen Leistungen des teuren Verblichenen. Sehr eindrucksvoll wurde nachher das El Mole Rachamirn von Kantor Armin Stift vorgetragen. Ehrung. Der Verein „K u r f ü r s o r g e" veranstaltete am 22. d. M. im Restaurant G u t h eine Festsitzung anläßlich der feierlichen Ueberrerchung eines Ehrendiploms an sein verdienstvolles Ehrenmitglied, Herrn Kassier Samuel1 W e c h s I e r. Den Festsitzung wohnten sämtliche Vorstandsmitglieder und zahlreiche Mitglieder des Vereines mit dessen Obmann Herrn Med.-Rat I. L. Braun an der Spitze bei. Auch zahlreiche Gäste hatten sich zu der schönen Feier eingefunden, so bemerkte man u. a. den Vizepräsidenten der Kultusgemeiude und Präsidenten der „Union deutschösterreiehischer Juden'*, Dr. Jakob O r n s t e i n, den Vizepräsidenten der „Union", Hefrat Ing. Joser Löwy, für die Chewra Kadischa die Herren Josef Dohan und Dr.Ernst Feldsberg, für die Ortsgruppe Lcopcldstadt der demokratischen Partei Obmann Reg.-Rat Dr. Max Lenk, für die Zentralstelle für jüdisch-soziale Fürsorge Amtsieitter Dr. Löwy, zahlreiche Vorstandsmitglieder des Tempelvereines Aeschel Awrohom mit Obmann Oskar Seh r amek an der Spitze, für die Redaktion der „Wahrheit" Schriftleiter Oskar Hirschfeld, für die Mariahilfer Jugendhi.He Obmann Dir. Otto Reich- Fischer u. v. a. Nach Begrüßungsworten des Vorsitzenden Herrn Med.-Rat I. L. B r a u n nahm Frau Vizepräsidentin Dr. Kr f. es das Wort, um in treffender Rede die Verdienste des Jubilars um den Verein und dessen Ausbreitung zu schildern und ihm namens desselben das künstlerisch ausgeführte Ehrendäplom zu überreichen. Hofrat Ing. Josef Löwy sprach namens der „Utüondeutschösterreichischer Juden", deren treues Mitglied Herr S. Wechsler ist, eine herzliche Glückwunschrede, wobei er in gediegener Weise allgemeine Betrachtungen 'über den Sinn der jüdischen Wohltätigkeit einflocht. Dr. Ernst Felds ber g übermittelte die Grüße der Chewra Kadischa, Amtsleiter Dr. Löwy den Dank der Zentralstelle für jüdisch-soziale' Fürsorge. Namens der Ortsgruppe Leopoldstadt der demokratischen Partei hielt Regier-ungsrat Dr. Max Lenk eine sehr launige Ansprache, in der er insbesondere die Mitwirkung der Frau Irene Wechsler; an der zielbewußten Tätigkeit ihres Mannes hervorhob. Herr S. Wechsler dankte tiefbewegt für die ihm zutcilgewordeue Ehrung, sprach! seinen Mitarbeitern seinen Dank für ihre Mithilfe bei dem schönen Werke aus und versprach, auch in Zukunft nach Kräften das Seinige für dessen Gelingen zu tun. Kantor Roseuwald, begleitet von Frau Gewürz, erfreute die Festgäste mit Vorträgen heiterer und ernster jiddischen Lieder: besondere Beifallsstürme löste. Oberkantor I. Müller vom Pazmanitentempel mit dem ausgezeichneten Vortrage eines Mischeberach und der gelungenen Wiedergabe der Arie aus „Boheme" aus. Bis in d e späten Abendstunden nahmen die Festgäste an der Ehrung des Herrn S. Wechsler teil, die einem Manne dargebracht wurde, der in der jüdischen Wohltätigkeit schon oft Ersprießliches geleistet hat. O. H. 70. Geburtstag. Ein in weitesten Kreisen seiner Branche, in der er seit 57 Jahren tätig ist, und auch bei seinen zahlreichen Gästen hochangesehener Wiener Cafetier. Herr Eduard H e r 1 i n g e r, Besitzer des Cafe Carltheater, ieierte am 27. Juni seinen 50. Geburtstag. Seit 40 Jahren ist er in Wien als Wirt und Kaffeesieder tätig, vor ungefähr 35 Jahren leitete er das damals besonders bekannte Schwender-Kolosscum, in dem alle großen Tanzveranstaltungen stattfanden. Seit zehn Jahren ist Herr Eduard Herlinger Besitzer des Cafe TREFFPUNKT A L CAFEHAUS i. -j. i. „ , V PRATER (HAUPTAEftEE) der vornehmen jüdischen Gesellschaft Be8itzer: Edelatelit Ersthlassigc DcfUcnaiig

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