Die Wahrheit
- Journal
- Die Wahrheit
- Volume
- 1929
- Issue
- Heft 16 (19.4.1929)
- Date
- 1929-04-19
- Page
- – (sequence 18)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 93% known words query
- IRI
…/3062972-3064197-3064213--17123-3087214- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Seite 18 DIE WAHRHEIT r u n g e n hervor. Es ist daher mit Bestimmtheit zu erwarten, daß die Palästina-Mazzoth zu ihren zahlreichen Freunden in Wien jetzt viele neue gewinnen und die Mazzoth aus Erez Israel, welche sich auch durch vorzüglichen Geschmack auszeichnen, in jedem jüdischen Heim zu finden sein werden. Musik ist das geeignetste Mittel, um die im Kampf um den Lebensunterhalt angestrengten Nerven zu beruhigen. Deshalb lohnt sich die Anschaffung einer Sprechmaschine. Diese mit Hilfe der neuesten elektrisch aufgenommenen Schallplatten ermöglicht zu Hause jederzeit gesellschaftliche Unterhaltungen. Alle bekannten Musikgrößen und Künstler sind zu jeder Tages- und Nachtzeit zu hören, bei Tanz und leichter Unterhaltungsmusik können wir neue Kräfte für den Alltag sammeln. Das Zahlungserleichterungssystem ermöglicht es jedem, sich eine Sprechmaschine zu beschaffen. Das Musikhaus Excelsior, Wien I., Adlergasse 5, Telephon R 23-4-90, IL, Kleine Pfarrgasse 28, Telephon A 41-6-24 und in der Passage, II., Taborstraße 46, hat in seinen Schaufenstern und im Lokale Adlergasse 5, eine für jedermann ohne Kaufzwang frei zugängliche Schaustellung von nur erstklassigen Apparaten (jedes Stück mit dem Kostenpreis bezeichnet) arrangiert. Zahlungserleichterungen bis zu 18 Monatsraten. Amerikanisiert sich Wien wirklich? Diese Frage, die immer wieder in der Oeffentlichkeit gestellt wird, kann, heute auch von den heftigsten Gegnern dieser Amerikanisierung nicht mehr verneint werden. Wenn diese auch mit Recht alte Kulturgüter verteidigen, so kann doch kein vernünftig denkender Mensch die Tatsache übersehen, daß das junge Amerika auf dem Gebiete der Industrie unübertroffen ist und daß es sich allmählich Europa erobern muß. Alle Wissensgebiete stellen sich in den Dienst einer Fabrikation wie die der Manischewitz Mazzos. Vom Mehl bis zur Verpackung ist alles aufs feinste und hygienischeste bereitet. Mehr als drei Millionen Juden kaufen die Produkte der größten Mazzosfabrik der Welt, kaufen die Manischewitz Mazzos, Gries, Farvel und ihr neuestes Erzeugnis, die Manischewitz Crackers. Kundmadiung. In der heute abgehaltenen Generalversammlung der Aktionäre der gefertigten Anstalt wurden folgende Beschlüsse gefaßt: 1. Ueber Antrag des Revisionsausschusses wird der Rechnungsabschluß pro 1928 genehmigt und dem Verwaltungsrate das Absolutorium erteilt. 2. Von dem Reingewinn per S 10,493.378.99 werden dem allgemeinen Reservefonds S 800.000.—, ferner tantiemefrei dem Fürsorgefonds für Angestellte S 70.000.— zugewiesen. 3. Die Dividende für das Jahr 1928 wird mit S 4.— pro Aktie festgesetzt. Die Auszahlung derselben erfolgt vom 16. April a. c. ab gegen Einziehung des Aktien-Coupons Nr. 3*). Die vorgenommenen Wahlen ergaben folgendes Resultat: Zu Verwaltungsräten wurden gewählt die Herren: Willy Ginzkey, Franz Hardegg, Anton Knips, Dr. S. M. Singer, Sir Henry Strakosch. In den Revisionsausschuß wurden gewählt die Herren: Richard P o 11 ak, Wilhelm D od e r e r, Dr. Fritz Carus, und als Ersatzmänner die Herren: Richard Rosenbacher, Herbert Zucker, Christoph Reisser. *) Die Coupons, auf deren Rückseite der Name des Einreichers ersichtlich zu machen ist, sind bei der Depositenabteilung (Couponkassa) der Anstalt, Wien L, Am Hof Nr. 6, vormittags von 9 bis 12 Uhr mit Begleitscheinen einzureichen, wozu Blankette in der Anstalt unentgeltlich verabfolgt werden. Wien, den 15. April 1929. Oesterreichische Credit-Anstalt für Handel und Gewerbe. wmmmmmmmmmmmmmmwmmmmmmmmmmm In beziig auf Kaschruth übernimmt die Redaktion keine Verantwortung ~ — — — t Jos. Scfjfesinger fleitejte Qeöräisdje Verlagsunb Sortiments&udMIanölung Wien /., Seitenstetteagasse $ E. Wiener Bank-Verein. Zufolge Beschlusses der am 16. April d. J. abgehaltenen neunundfünfzigsten ordentlichen Generalversammlung der Aktionäre des Wiener Bank- Verein wird die Dividende für das Jahr 1928 mit S 1.50 vom 17. April 1. J. ab gegen Rückstellung des die Erträgnisse des Jahres 1928 betreffenden Kupons Nr. 3 der Aktien ä Nom. S 20.— ausbezahlt. E. Niederösterreichische Escompte-Gesellschaft. Zufolge Beschlusses der sechsundsiebzigsten ordentlichen Generalversammlung der Aktionäre der Niederösterreichischen Escompte-Gesellschaft wird der Aktien-Kupon Nr. 28 pro 1928 mit S 1.50 vom 12. April 1. J. an bei der Liquidatur der Gesellschaft eingelöst. Wien, am 11. April 1929. Niederösterreichiche Escompte-Gesellschalt. (Nachdruck wird nicht honoriert.) Union deutschösterreichischer Juden Wien IX., Berggasse 4 Tel. A 19-2-77 Der 9. Sprediohcnd der „Union findet Samstag, den so. April 1029,8 libr abends, im großen soale des COLOHHÜDEH CAFE, 1„ Battiausplatz Hr. (nicht Arh aden-Cafe) statt, wozu hiermit die höfliche Einladung an alle Freunde der „Union", sowie an die Mitglieder, insbesondere auch an die Damen ihres Familien- und Bekanntenkreises ergeht. Tagesordnung: Professor JulIUSI WOltSOhn „Die Juden in der Musih" Anschließend Diskussion GÄSTE WILLKOMMEN! Das Präsidium der „UNION DEUTSCHÖSTERREICHISCHER JUDEN"