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Die Wahrheit · 1929-04-19 · Heft 16 (19.4.1929) · page 17

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Journal
Die Wahrheit
Volume
1929
Issue
Heft 16 (19.4.1929)
Date
1929-04-19
Page
– (sequence 17)
Language
German
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DIE WAHRHEIT iHiiuiutuutiiuiwmmuamtitwsaittfmifu lltttfflfl««^^ Seite 17 jpioiöioioioioioioioiaaioioioioioioioioioioioioioioioioig ■ _. . . ___.... 5 o ■ o ■ 0 ■ 0 ■ 0 ■ 0 ■ 0 ■ 0 Einzig in Mitteleuropa sind die Vorirefflich-Plazzoih der bestrenoramiertenl.Wr. orthodoxen Ma2zothfabrik, welche unter streng orthodoxer Aufsicht des ehrw. Rabbinates der isr. Kultusgemeinde Wien erzeugt werden- — Atteste der größten OTCIKU — Durch die modernsten technischen und hygienischen Einrichtungen bin ich in der Lage, sämtliche rYI2ß5 und feinsten lichten Qiieß, wie auch die dünnsten Mazzoth aus dem gar an tiert feinsten Nullermehl ODS SO "WD g streng orthodox zu erzeugen. Separate Abteilung unter Aufsicht Sr. Ehrw. Herrn Rabb. H. Schenk (Talmud-Thora). Bäckereien PtDS W in großer Auswahl und bester Qualität zu den billigsten Preisen. Fabrik:!i!fR*iÄ,^?^ II aiaekt'ko^ Teieohon Nr. R 46-3-90 «nd A 47-8-42 ■ Detail? TKaalsstellen In «Hinz Wim an« ft»lCTTPUn. 0 m 0 ö ■ 0 ■ 0 ■ 0 0 Telephon Nr. R 46-3-iw ttnu ä %i-o-i« nciamnaanwciKH ■■» "-»••» •»••— - — CSIOIOIOIOIOIOIOIOIOIOIOIOIOIOIOIOBOIOIOBOIOICDBOBOIOBOBCJ laden sind. Das Reinerträgnis dieses Abends kommt in erster Reihe der Pessach-Aktion und den armen kranken Frauen und Kindern zugute. Beginn präzise 9 Uhr. Entree 3 Schilling. Karten sind bei allen Vorstandsdamen und an der Abend-Kassa zu haben. Die Israelitische Kinderbewahranstalc des Vereines Wohlfahrt hält Montag, den 22. April 1929, 18.45 Uhr, im Anstaltsgebäude, IL, Schiffamtsgasse 15, ihre 86. ordentliche Generalversammlung ab. Im Ausspeisungsverem Ohel-Rachel (IL, Kleine Pfarrsasse 8) werden wie alljährlich auch heuer feierliche Seder-Abende für 100 Personen abgehalten. Der Vorstand bemüht sich, seinen unglücklichen Schützlingen, welche das ganze Jahr von Not und Elend heimgesucht sind, wenigstens an diesen Abenden — durch Darbietung echt jüdischer Seden-Abende — an ihre bitteren Kräuter vergessen zu lassen. Edle jüdische Herzen, helfet uns, dieses schöne Vorhaben zur Ausführung bringen zu können. Infolge des grimmigen Winters, der viel Kohle, Tee und Zucker — außer der normalen Ausspeisung — verschlang, ist unsere Kasse leer, und wir sind auf die Unterstützung der jüdischen Oeffentlichkeit angewiesen. Auf Wunsch werden Erlagscheine zugeschickt. Dfe Vereinsleitung. Todesfälle. Herr Heinrich F e 1 b e r, Vertreter ausländischer Firmen, langjähriges Mitglied des Delegierten Verbandes der Chewra Kadischa, ist am 8. d. M. plötzlich gestorben und Mittwoch, den 10. d. M. unter großer Beteiligung, besonders aus industriellen und kaufmännischen Kreisen zu Grabe getragen worden. Die Funktion versah Oberkantor Frankel mit verstärktem Chor. Herr Rabb. Dr. Bach würdigte den Verstorbenen in gebührender Weise. In Vertretung der Chewra Kadischa waren erschienen Amtsleiter Wilhelm F r e i s t a d t, die Vorsteher Josef D o h a n und Sigmund Ernst. Im Namen des Delegiertenverbandes, in dessen Vertretung die Herren J. Neu mann, Paul Schwarzstein, Friedrich Wechs- 1 e r und viele andere erschienen waren, richtete der Obmann Josef D o h a n herzliche Worte des Abschiedes an den langjährigen verdienstvollen Mitarbeiter. — Am 8. d. M. verschied im Wiener Rothschild-Spital Herr Oberkantor H. Abraharasohn im 72. Lebensjahre. Der Dahingeschiedene — ein Onkel des Wiener Oberkantors Gerson Margulies — war 32 Jahre lang Oberkantor der alten, ehrwürdigen Gemeinde H o I i c s und wirkte auch einige Jahre in T y r n a u. Er erfreute sich nicht nur in seiner Gemeinde des besten Rufes, er galt auch in Fachkreisen als Vorbild und Meister seines Standes. — Bei der am 10. April 1929 am Neuen Friedhof erfolgten Beerdigung versah Herr Oberkantor E. Frankel (Leopoldsgasse) tiefergreifend die kantorale Funktion, während Herr Rabbiner Dr. D. Feuchtwang die Tätigkeit des Verblichenen als wahren Scheliach Zibur würdigte. Die Kultusgemeinde Holics war durch eine Delegation vertreten und namens dieser Korporation nahm Herr Kultuspräses Dr. Revesz von dem Jahrzehnte lang überaus ersprießlich wirkenden Oberkantor Abschied. Er rühmte dessen vorbildliches Wirken, seine gesangliche und musikalische Begabung und versicherte, daß das Andenken des Verblichenen in Holics immer gewahrt bleiben wird. Die gesamte Wiener Kantorenschaft gab Oberkantor H. Abrahamsohn das letzte Geleite; namens der Kollegen sprach Oberkantor E. Frankel, der des Verblichenen Nachfolger in Tyrnau war, am offenen Grabe herzliche Worte des Abschiedes und schilderte das segensvolle Wirken dieses braven Kollegen. Emil F a n t o. Vierzigjähriges Dienstjubiläum. Am 15. April waren es 40 Jahre, seit der Chordirigent Gustav E r b e r im Tempel Wien, VI., Schmalzhofgasse, tätig ist. Herr Gustav Erber hat seine Anfänge als Solosopranist noch unter der Leitung von Oberkantor Sulzer gemacht und dankt sicher dieser Schulung sein hervorragendes Können. Später kam er vermöge seiner prachtvollen Baritonstimme u. a. an das Theater nach Stuttgart, wo er gleichzeitig auch am Tempel wirkte. 1887 vertauschte er diese Stelle mit einer solchen an der Wiener Hofoper und am 15. April 1888 trat er, vorerst als Sänger, einige Jahre später aber als Chorleiter in die oben genannte Stellung. G. Erber ist nicht nur wegen seiner geradezu vorbildlichen Pflichterfüllung hochgeschätzt, sondern auch wegen seiner Zuverlässigkeit, seiner Güte, seines stets hilfsbereiten Wesens von Kollegen und Vorstand in gleicher Weise geehrt. Daher beabsichtigt der Tempelverein, am Samstag, den 20. April, eine Feier im Tempel zu veranstalten, wobei sicherlich die Sympathien für den verdienstvollen Jubilar zu vollem Ausdruck kommen werden. Die körperliche und geistige Frische Erbers läßt aber noch eine lange Reihe von Arbeitsjahren erhoffen. Möge es ihm beschieden sein, diese Hoffnung zu erfüllen. J. H. Herr Rabbiner Schenk, Raw der „Talmud Thora" in Wien, wurde über Veranlassung des Herrn Nathan Brod e t z k y, Generalrepräsentanten für Oesterreich der Mazzoth- Fabrik in Palästina, zur Besichtigung der palästinensischen Mazzoth-Fabrik „Grand Molino Palestine" eingeladen und ist von dem dort Beobachteten sehr befriedigt. Herr Rabbiner Schenk hebt neben der Großartigkeit des mit den modernsten maschinellen Neuerungen und Verbesserungen in hygienischer Beziehung ausgestatteten Riesenbetriebes insbesondere die unbedingte Verläßlichkeit der den strengsten Anforderungen an das Kaschruth vollauf genügenden rituellen Vorkeh- JAC. MAYER Kleider- und Gummimäntel-Industrie Export nach allen Ländern Wien II.» QlOCkenaasse 24 Telephon R 48-4-79 Auch Detailverkanf zu Fabrikspreisen! 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